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Obstbaumschnitt im Winter
620 mal angesehen
06.01.2009, 13.41 Uhr

Winterschnitt beim Kernobst

Aller Anfang ist schwer!

Ich war noch ein Greenhorn in meinem Garten, also schon etliche Jahre her, da hatte ich einen jungen Birnbaum gepflanzt. Er wuchs so vor sich hin und bekam im zweiten Standjahr sogar schon die ersten Früchte. Natürlich freute ich mich darüber. Doch als sie reif und groß wurden, hingen bald die schweren Früchte an den dünnen Trieben des jungen Baumes, die sich fast bis zum Boden bogen.

Ich tat nichts, in der Sorge, etwas falsch machen zu können. Und ich hoffte, er würde schon noch irgendwann ein kräftiger Baum werden. Der arme Birnbaum bekam in den folgenden Jahren die Form einer Trauerweide. Es war ein Drama. Diesem Baum fehlte der Erziehungsschnitt.

Ich hatte aber fest geglaubt, wenn man einen Baum einfach wachsen läßt, dann bekommt er seine natürliche Form.
Jedoch hatte ich nicht berücksichtigt, dass dieser Buschbaum eigentlich nichts natürliches mehr war. Man stelle sich das einmal bei einem anderen Lebewesen vor:
Das Oberteil gehörte garnicht zum Unterteil, denn es kam von einer ganz anderen Pflanze.

Es half nichts, ich mußte eingreifen und schneiden, um dem Birnbaum wieder seine natürliche Form zu geben.

Heute besitze ich nur noch große, hochstämmige Obstbäume und ich schneide sie regelmässig. Jeder Schnitt regt das Wachstum und den Austrieb an. Die Früchte werden groß und durch die ausgelichtete Krone bekommen sie genügend Sonne und werden reif und süß.

p.s. viele Obst-und Gartenbauvereine bieten um diese Zeit Schnittkurse an.

Ein ertragreiches Jahr 2009

wünscht Euch Eure Waldfrau
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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 63 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Schlagwörter

baumschnitt, hochstamm, kernobst, obstbaum, winterschnitt

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Kommentare

11.01.2009 11:42 Sisa
Die Anzahl der Gehölze in meinem Garten hält sich in Grenzen, dennoch schneide ich nach bestem Wissen und Gewissen. Ich habe mir einiges aus Büchern angelesen, so richtig wohl fühle ich mich nicht mit meinem Schneidekünsten, aber so falsch kann es nicht gewesen sein: Mein Apfelbaum trägt immer ( alle zwei Jahre) fantastisch, die Wisterie blüht mal mehr , mal weniger, die Rosen ebenfalls.
Letztes Jahr habe ich meinen Apfelbaum mit meinen "Schnittkünsten"wohl dermaßen starke Wachstumsimpulse gesetzt, dass er reichlich Wassertriebe gesetzt hat...für meinen Begriff. Den Sommerschnitt hatte ich vergessen, so dass ich jetzt ran muss und auslichten. Daher meine Frage: wie ich gelesen habe, sollte man nur bei frostfreien Wetter schneiden, jetzt seh ich, dass Du bei Schnee schneidest. Wann ist denn nun eigentlich der beste Zeitpunkt?
12.01.2009 18:25 BarbaraKrasemann
Sisa schrieb:
meine Frage: wie ich gelesen habe, sollte man nur bei frostfreien Wetter schneiden, jetzt seh ich, dass Du bei Schnee schneidest. Wann ist denn nun eigentlich der beste Zeitpunkt?


Hallo Sisa,

den besten Zeitpunkt für Alles, den gibt es nicht. Wisteria darf nicht bei Frost geschnitten werden. Kiwi , Kirsche, Pfirsich, Walnuß und viele andere ebenfalls nicht.
Wenn die Nachttemperaturen auf max. -5°C sinken ist es ok für Apfel, Birne, Pflaume und Co. Aber eben nicht für alle Gehölze allgemein. Natürlich schneit es besonders gern um den Gefrierpunkt herum. Und weil ich unsere Dorfbäume auch noch schneide, kann ich darauf keine Rücksicht nehmen. Es hat noch nie geschadet.

Januar und Februar sind die besten Monate für einen Schnitt, um einen kräftigen Neuaustrieb zu bekommen. (je mehr man schneidet, um so stärker treibt er aus)Will man nur korrigieren, schneidet man im Sommer. Da bleibt der Neuaustrieb verhaltener.
Übrigens entfernt man die frischen Wasserschosser im Juni durch Abreißen. Da erwischt man die ruhenden Knospen gleich an der Basis mit.

Leider gibt es unzählige "Wenn" und "Aber", auf die ich hier nicht so ausführlich eingehen werde. Ich hoffe, ich habe Dir etwas helfen können.

LG Waldfrau
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