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Aus der Garten-Redaktion

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204 mal angesehen
26.03.2009, 16.36 Uhr

Eine unendliche Geschichte: Schnecken!

Was haben sich Gärtner nicht schon alles gegen Nacktschnecken einfallen lassen – und doch sind sie jedes Jahr aufs Neue wieder da. Mein ganz persönlicher Tipp nach langjährigen - vergeblichen – Kampf: Schließen Sie Frieden mit den Weichtieren, denn Schnecken sind durchaus auch nützlich. Sie vertilgen faulige Blattreste und verhindern auf diese Weise, dass sich Infektionen im Garten ausbreiten.

Und da Schnecken lieber Angewelktes fressen, können sie ihnen leicht ein Friedensangebot machen. Legen sie ein paar welke Salatblätter, klein geschnittene Möhrenreste und was sonst noch beim Gemüseputzen und Jäten anfällt in die Nähe gefährdeter Beete und Pflanzen. Die Schnecken werden sich mit Heißhunger darauf stürzen und die saftigen Pflanzen weitgehend in Ruhe lassen.

Nur wenn man ihnen gar nichts mehr übrig lässt, werden sie „wild“. Diese Erfahrung musste ich vor Jahren machen als ich fast alle Beete mit unüberwindlichen Schneckenzäunen verbarrikadiert hatte. In der Not wanderten die Schnecken nicht etwas zum Nachbarn ab, sondern kletterten voller Verzweiflung in den Laubgehölzen und sogar im Türkenmohn herum, der mit seinen filzigen Blättern als absolut schneckenuntauglich gilt. Seitdem gibt es bei mir statt Zäunen Schneckenfutterplätze.

Allerdings muss man ihrer Vermehrung Grenzen setzen. Dazu gehört dass sie im herbst die Beete mehrfach mit einem Krail lockern, sodass die abgelegten Eier an die Oberfläche kommen. Amseln und andere Vögel werden sich mit Begeisterung darauf stürzen, und die paar Regenwürmer, die dabei mitverspeist werden, kann der Gärtner leicht verschmerzen.

Wenn sie Frieden mit den Schnecken schließen sollten sie sie natürlich nicht unabsichtlich anlocken. Gerade wenn sie die Beete mulchen, müssen sie das richtige Material verwenden, denn sonst vergreift sich eine Schnecke doch am Salat. Sehr bewährt ist das Mulchen mit Brennnesseln: Legen sie die Stängel aber stets unzerkleinert auf Beete und Wege, damit sich die unangenehmen Brennhaare möglichst lange halten. Gehäckselte Nesseln verrotten zu schnell. Auch spitze Materialien wie Gerstenspreu mit den langen Grannen oder grober Nadelholzhäcksel können helfen.

Schutzpflanzungen sind ebenfalls eine gute Lösung: Petersilie, Salbei und andere Kräuter mit starken ätherischen Ölen können eine wirksame Duftbarriere bilden. Aber, wie gesagt: Es funktioniert nur wenn die Schnecken Ausweichmöglichkeiten haben, ansonsten kriechen sie durch die Petersilie und sogar durch den bitteren Wermut hindurch.

Auszug aus „Altes Gärtnerwissen neu entdeckt“ von Inga-Maria Richberg/blv

[www.dlv-shop.de]
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Kommentare

26.03.2009 18:14 geli59
Hallo

gegen die gezeigte Schnirkeline hat wohl kaum ein Gärtner was!
( Bild wurde von der Redaktion geändert , 27.03.)
Nacktschnecken fressen immer frisches, wasserhaltiges Gemüse lieber, als Angewelktes; sie brauchen das Wasser, um Schleim produzieren zu können!
Ich räume Angewelktes weg, da verkriechen sie sich liebend gerne darunter und lege Reste von frischen Salat, Tomaten und Gurken an die "Eintrittstore".

grüsse geli
27.03.2009 13:31 Wachtelhund
10 lange Jahre hielt ich Frieden mit den Schnecken, damals waren es noch die Schwarzen Wegschnecken, die haben mal eine Tagetes abgeknabbert, und gut.
Seit die Spanische wegschnecke da ist, gibt es keinen Frieden mehr, die fressen alles ab, der Garten wird zur "Wüste" diese Art ist eine Plage, seitdem gilt(aber nur für diese Art), "Nur eine tote Schnecke ist eine gute Schnecke!"

Gruß
Jens
29.03.2009 19:25 Annemarie
Dass Schnecken lieber Angewelktes fressen, wird stimmen. Wir bearbeiten auch einen Acker und beim Jäten lassen wir das Unkraut immer zwischen den Reihen liegen. Und wir haben dort so gut wie keinen Schaden durch Schnecken, obwohl dort ganz schöne Exemplare zu sehen sind.
Anders zu Hause im Garten, da wird zuviel "zusammengeräumt", da haben wir auch eine Schneckenplage. Aber heuer werde ich es hier auch so praktizieren.
Liebe Grüße
Annemarie (erstmals hereingeschmuggelt)
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