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Aus der Garten-Redaktion

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09.04.2009, 14.44 Uhr

Ostereierfarben aus Küche und Garten

Ostern ohne bunte gefärbte Eier- undenkbar! Schon wenige Tage nach Weihnachten tauchen die ersten knallbunt gefärbten und der langen Haltbarkeit wegen sogar lackierten Eier im Lebensmittelhandel auf. Brotzeiteier werden sie genannt, weil es halt doch noch etwas zu früh ist für die Bezeichnung "Ostereier". Im Geschmack sind sie allerdings nicht zu vergleichen mit einem ganz frischen Ei - vielleicht noch direkt vom Bauernhof oder vom Bauernmarkt!!

Nun wird's Zeit, ans Eierfärben zu denken. Natürlich kann man Ostereierfarben in der Tüte kaufen und ruck-zuck sind die Eier bunt. Selbst wenn eines platzt und die Farbe aufs Eiweiß gerät ist das kein Beinbruch. Die Farben sind natürlich lebensmitteltauglich.

Man kann es auch anders machen. Zum Beispiel Eier mit natürlichen Färbemitteln, die Küche, Keller, Speisekammer oder Garten zu bieten haben, tönen. Knallbunt werden die Eier mit diesen natürlichen Farben allerdings nicht, sondern wunderschön sanft getönt (Foto unten links).

Es ist spannend, diese Farben selbst herzustellen, das Ergebnis wird immer wieder ein anderes sein. Zwiebelschalen, Spinat, Brennnessel, Efeublätter, Blaukraut, Rote Rüben (Rote Bete), Schwarztee, Kaffee, Kümmel und anderes sind geeignet.

Kombinieren Sie selbst! Mischen ist ebenfalls erlaubt. Es ergeben sich erstaunliche Farbtöne, wenn nach der ersten Runde gefärbter Eier die Reste der Farben zusammengeschütter werden, zum Beispiel Gelb und Rot, Grün und Gelb oder Rot und Blau.

Es entstehen diese Farben aus natürlichen Materialien:

Gelb = Safran, Kümmel, Kurkuma, Kamillenblüten, helle
Zwiebelschalen

Rot = Rote Rübensaft (Rote Bete), rote Zwiebelschalen

Blau = Heidelbeeren, Holunderbeerensaft, Blauholz, Malve

Grün = Spinat, Brennnessel-Efeu-Mischung, Matetee

Braun = braune Zwiebelschalen, Walnussschalen, Kümmel,
Kaffee, Schwarztee

Violett = Blaukraut

Braune Eier nehmen die verschiedenen Brauntöne besonders gut an. Je nach Braunton fallen auch die Farben anders aus. Für alle anderen Farben sind weiße Eier besser geeignet. Ähnlich wie beim Färben mit Farbhölzern kocht man aus den Lebensmitteln einen Sud, angesetzt mit kaltem Wasser.

Pro Liter Wasser werden zwei bis drei Handvoll helle, braune oder rote Zwiebelschalen, 250 g geschnittene Brennnesseln, Spinat oder Rote Rüben und etwa 500 g Blaukraut, ebenfalls geschnitten, benötigt.

Die Schalen, Gemüse und Gewürze werden eine halbe bis dreiviertel Stunde ausgekocht. Dann werden die Schalen und anderen Stücke abgesiebt und dem Sud etwa zwei Esslöffel Essig hinzugegeben, damit die Farben intensiver leuchten.

Verzichtet man auf das Absieben der Zutaten, dann können durch Einbuddeln der Eier unter die zerkleinerten Lebensmittel Marmoriereffekte erzielt werden.

Nun können die Eier im Farbbad gekocht werden. Schönen Glanz erhalten die Eier, wenn sie nach dem Kochen mit einer Speckschwarte oder Öl eingerieben werden.

Sehr schöne Muster ergibt die Wickeltechnik. Dazu wird das Ei mit Zwiebelschalen oder Blättern umwickelt, fest in einen Perlonstrumpf eingebunden und dann im Farbbad hart gekocht. Nach dem Färben im Farbbad sind die abgedeckten Stellen von der Farbe ausgespart.

Trägt man vor dem Kochen mit einem Pinsel oder Wattestäbchen kleine Muster mit Zitronensaft auf die Eierschale auf, nehmen die behandelten Stellen keine Farbe an.

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