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Aus der Garten-Redaktion

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20.04.2009, 14.39 Uhr

Jetzt reifen die Früchte der Felsenbirne

Im April und Mai, in höheren Lagen sogar noch im Juni, blüht die Felsenbirne: Abertausende kleine weiße Blüten in Sternform zieren dann die Sträucher und kleinen Bäumchen in den Gärten. Die etwa fünf Meter hoch werdende Felsenbirne wird häufig in eine Wildhecke gepflanzt. Oft sieht man sie auch in den Städten an Wegen und in Parkanlagen, wo sie meist als Lärm- und Windschutz dient. Sie ist eines der beliebtesten Gewächse in deutschen Gärten.

Die einheimische Art, die gemeine Felsenbirne, ist in unseren Breiten wohl die bekannteste Art, doch die amerikanischen Sorten gelten als die attaktiveren. Die Felsenbirne wird kaum von Schädlingen oder Krankheiten befallen, einzig der Echte Mehltau und der Feuerbrand können ihr zu schaffen machen. Deren Bekämpfung ist mit den üblichen Mitteln möglich.
Die Blätter haben eine ovale Form. Einige Arten zeigen eine schöne Herbstfärbung.

Die meisten Arten stammen aus Nordamerika, die Echte Felsenbirne (Amelanchier ovalis) wächst in unseren Breiten wild an steinigen Hängen und Felsen. Der deutsche Name kommt von ihrem bevorzugten Wuchsort. “Birne” wurde sie genannt, weil der Baum gewisse Ähnlichkeit mit der Birne aufweist, allerdings gehört die Felsenbirne nicht zur gleichen Gattung wie unsere Garten-Birne.

Die Felsenbirne ist anspruchslos, so lange sie in einem lockeren Boden in sonniger bis halbschattiger Lage stehen kann. Verdichteten Boden verträgt sie nicht sehr gut. Der Strauch muss nicht einmal geschnitten werden. Ab und zu bekommt er wilde Triebe. Schneidet man diese ab, ist die Pflege bereits erledigt.

Die Felsenbirne gilt zwar gemeinhin als ungiftig, sie enthält dennoch in geringen Mengen Glycoside (vor allem in den Blättern und Samen). Unzerkaute Samen stellen allerdings keinerlei Gefahr dar. Vergiftungen sind ausgesprochen selten und verlaufen, wenn überhaupt, in Form von Übelkeit sowie Magen-Darmbeschwerden.

Die winzigen, knapp einen Zentimeter großen Früchte zeigen sich sich bereits vor den anderen Wildfrüchten im Juni/Juli. Es sind Scheinfrüchte (die eigentliche Frucht steckt im Fruchtfleisch), purpurrot bis bläulich-schwarz gefärbt. Sie sind nicht nur für Vögel eine Delikatesse.

Auch die Menschen naschen sie gerne. Die Früchte können zu süßer Marmelade mit Marzipan-ähnlichem Geschmack verarbeitet werden oder wie Preiselbeeren eingekocht und zu Fleisch- und Wildgerichten gegessen werden. Sogar Wein und Bier kann aus den Früchten erzeugt werden. Seit mindestens 3000 Jahren essen die kanadischen Indianer diese Früchte. In Kanada gibt es Plantagen der Erlenblättrigen Felsenbirne oder Saskatoon (Amelanchier alnifolia).

Früchte und Saft enthalten sehr viel Vitamin Р, das als gutes Mittel zur Festigung der Venen und zur Erhöhung der Elastizität der Adern gilt. Die Früchte normalisieren den Schlaf, die Herzleistung, verringern den Blutdruck und helfen bei Hals- und Mundentzündungen.
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