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Aus der Garten-Redaktion

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Holunder Foto 2 zum aktuellen Blogbeitrag
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28.04.2009, 17.09 Uhr

Apotheke Schwarzer Holunder

Ein Geißblattgewächs würde man hinter dem Schwarzen Holunder eigentlich nicht vermuten - und doch ist es so. Sambucus nigra heißt der bis zu sieben Meter hoch wachsende Strauch oder kleine Baum mit der hellen, stark gefurchten, dicken Rinde. Die Kinder verstanden es früher, aus einem Stück Holunderast ein Pfeifchen zu schnitzen.

Schwarz-weiß wie die Beeren sind auch die vielen mythischen Geschichten, die sich um den Holunder ranken. Der Sage nach wohnt Frau Holle im Hollerstrauch, ebenso gute Hausgeister.

Im Frühjahr lassen sich aus den doldenartigen, süßlich duftenden cremeweißen Blüten nicht nur "Hollerkiachl" im schwimmenden Fett ausbacken, die Blüten sind auch die Grundlage für "Hollersirup". Ein Schuss davon, gut gekühlt, gibt einem Glas Mineralwasser, Sekt (Genießer geben ihn sogar in Weißbier) das unvergleichliche Etwas.

Die Früchte dürfen niemals roh gegessen werden, sie enthalten Blausäure. Übelkeit und Bauchweh sind die Folgen. Der Holunder wird erst geerntet, wenn die Beeren der Fruchtstände blauschwarz gefärbt sind.

Da der Holunder sehr häufig zum Nachblühen im Sommer neigt, kann von September bis in den Oktober hinein gepflückt werden. Das darf jeder tun, wenn er einen Holunderstrauch in der freien Natur, weitab von viel befahrenen Straßen entdeckt. Dabei wird die ganze Dolde mit dem Hauptstielansatz geerntet. Das gut gewaschene Erntegut muss umgehend verarbeitet werden, da die Früchte an warmen Tagen schnell in Gärung übergehen. Die Beeren streift man am besten mit einer Gabel von der Dolde und achtet darauf, dass alles Grüne zurück bleibt. Es macht den Saft sonst bitter.

Die Früchte enthalten reichlich Apfel- und Weinsäure (keine Zitronensäure). Die enthaltenen Gerbstoffe haben die Fähigkeit, die vorhandenen Vitamine zu stabilisieren. Schwarzer Holunder enthält besonders viel Vitamin A und C, außerdem Vitamin B1 und B2 sowie die Mineralstoffe Kalzium, Phosphor und Kalium.

Eine Studie der Universität von Jerusalem bestätigte die heilsame Wirkung des Holunders bei Infekten. Es zeigte sich, dass die Eiweißstoffe aus dem Holunder die Krankheitserreger abfangen, bevor diese die Zellen des Körpers angreifen können. Seine Vitamine unterstützen den Körper bei der Bildung von Immunzellen. Beim ersten Anflug einer Erkältung sollte man deshalb Saft, Tee oder Suppe aus Holunderbeeren trinken oder essen.


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