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Aus der Garten-Redaktion

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03.06.2009, 16.49 Uhr

Erdbeeren wollen gehätschelt werden

Auf das Erdbeerbeet kommen nur Ableger von gut tragenden Mutterpflanzen. Diese werden zur Erntezeit mit einem Stöckchen markiert. Am besten wachsen und tragen die Ableger ersten Grades, das sind diejenigen Pflänzchen, die - von der Mutterpflanze aus gesehen - als erste an der Ranke sitzen. Und nicht vergessen: Die Pflanzen nicht tiefer setzen, als bisher standen, sonst faulen sie!

Erdbeeren sind große Humusliebhaber. Am liebsten haben sie Beete, die reichlich mit Wald- und Mistkompost versorgt wurden. Den Winter über tragen sie eine schützende Decke aus Rohkompost oder angerotteten Mistkompost, denn sie sind Flachwurzler. Ersatzweise können sie auch Rinden- und Holzhäcksel von Nadelbäumen nehmen. Beides sollte aber schon gut angerottet sein, denn frischer Baumhäcksel wirkt ganz allgemein wachstumshemmend auf Jungpflanzen.

Beim Abdecken müssen Sie die Pflanzen selbst aber ubedingt freihalten, z. B. mit kurzem Reisig. Einfaches Aussparen nutzt gar nichts, denn Amsel & Co. scharren die zarten Pflänzchen flugs achtlos wieder zu. Trotzdem sollten Sie den Winter über immer wieder kontrollieren, ob alles seine Ordnung hat. Im Frühjahr wird die Schutzdecke abgerecht und kommt auf den Kompost. Wichtig: Hochgefrorene Pflanzen müssen Sie, sobald der Boden aufgetaut ist, wieder richtig setzen.

Wenn Sie Ihre Erdbeeren mit Rohkompost oder Mist abgedeckt hatten, brauchen Sie im Frühjahr nicht mehr viel zu düngen. Etwas Holzasche und gelegentliches Gießen mit Kräuterjauchen reicht völlig. Früher verteilte man auch etwas Holzkohlestaub um die Pflanzen und harkte ihn leicht ein. Holzkohlenstaub können Sie sich leicht aus Grillkohle machen; diese muss aber beste Qualität haben. Bestand die Abdeckung dagegen nur aus Rinden- oder Holzhäcksel, wird jetzt eine neue Lage gut verrotteter Kompost fällig, den Sie vorsichtig oberflächlich einhacken sollten.

Damit Erdbeeren ordentlich dicke Früchte ansetzen, brauchen sie ab Mai viel Wasser. Pro Woche rechnet man etwas 20 l pro qm. Reicht der Regen nicht aus, müssen Sie zur Gießkanne greifen. Die Gießperiode beginnt mit der Blüte. Eine Mulchdecke aus fein gehäckseltem Stroh schützt die heranreifenden Früchte vor Nässe und damit vor dem gefürchteten Grauschimmel - und hält sie sauber.

Heute werden zu diesem Zweck auch schwarze Schlitzfolien empfohlen, da sie zusätzlich als Wärmespeicher fungieren. Den gleichen Effekt erreicht man - so erhältlich - mit Schieferplatten. Aber Vorsicht: Reinen Schiefer nehmen, wie er manchmal beim Abriss alter Häuser kostenlos zu bekommen ist; keinesfalls den künstlichen Asbestschiefer verwenden!

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, bindet die ganze Pflanze samt der schweren Fruchttriebe einfach mit einem Langstrohbündel oder, noch besser, mit einer ihrer eigenen langen Ausläuferranken locker auf.

Quelle: "Altes Gärtnerwissen neu entdeckt" von Inga-Maria Richberg, Seite 95/96.

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