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Aus der Garten-Redaktion

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570 mal angesehen
15.06.2009, 18.46 Uhr

Kaffeesatz, altes Fett und Bananenschalen

Was die Mottenkugel alles kann...

Die Älteren unter Ihnen werden sich noch an die guten alten Mottenkugeln erinnern, die für den typisch muffigen Geruch in Urgroßmutters Kleidertruhe sorgten. Diese Naphthalin-Kugeln vertrieben früher aber nicht nur das Ungeziefer aus dem Haus, sondern verschreckten auch die Möhrenfliegen im Garten.

Dazu wurden die Kugeln ganz fein verhackt und unter die Erde gemischt, mit der die Saatrille zugedeckt wurde. Auch meine Großmutter kannte dieses Rezept, und ich kann mich erinnern, dass die Möhren danach muffig schmeckten. Außerdem helfen Mottenkugeln auch gegen die Kräuselkrankheit bei Pfirsichen. Das jedenfalls wird aus England berichtet. Das Prinzip erscheint mir jedoch durchaus plausibel. Denn Naphthalin war früher ein wichtiges Konservierungsmittel, das die Bildung von Schimmelpilzen verhinderte.

Wer es versuchen möchte, muss unbedingt Mottenkugeln aus Naphthalin nehmen, die man in der Apotheke für ein paar Cent bekommt. Alle anderen Mittel, die zum Teil starke synthetische Gifte wie z.B. Lindan enthalten, sind völlig ungeeignet. Naphthalin-Kugeln müssen in einem dicht schließenden Gläschen aufbewahrt werden, sonst "mufft" schnell das ganze Haus.

Dass Regenwürmer Kaffeesatz mögen, ist eigentlich inzwischen weithin bekannt. Aber auch Blumen, sowohl im Freiland als auch im Balkonkasten, danken regelmäßige Gaben von Kaffeesatz mit kräftigem, gesundem Wachstum. Besondes Rosen lieben Kaffeesatz. Am besten gibt man ihn zu Füßen der Pflanzen und harkt ihn leicht ein.

Worin das Geheimnis des Kaffeesatzes besteht, ist noch nicht entschlüsselt. Möglicheriweise ist es sein Säuregehalt, denn fast alle Blumen - mit Ausnahme vieler Steingartenpflanzen und natürlich der Kakteen - bevorzugen leicht sauren Boden. Vielleicht ist es aber auch das Restkoffein, das die Pflanzen aktiviert. Als Vergleich könnten Sie ja einmal einen Versuch mit koffeinfreiem Kaffee machen.

Übrigens werden Pflanzen, die mit Kaffeesatz gedüngt werden, auch seltenerr von Blattläusen und anderen Blattschädlingen befallen. Auch hier stellt sich die Frage, was die Ursache ist. Für das Koffein könnte sprechen, dass man Blattläuse durch Besprühen mit schwarzem Kaffee schnell loswird. Angeblich erleiden sie einen tödlichen Herzinfakt.

Rosen haben aber noch weitere merkwürdige Vorlieben. So mögen sie altes, abgestandenes Fett tierischen Ursprungs. Besonders sagt ihnen Rindertalg zu, der sich beim Auskochen vom Knochen löst und als dicke, weiße Schicht auf der erkalteten Brühe absetzt. Es darf aber kein Salz zugesetzt sein: Nur das Fett von gesunden, aus naturgemäßer Haltung stammenden Tieren verwenden, am besten on Weidetieren.


Quelle: "Altes Gärtnerwissen neu entdeckt" von Inga-maria Richberg, blv Buchverlag, Seite 44 - 46.

[www.dlv-shop.de]
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Schlagwörter

mottenkugeln, naphthalin kräuselkrankheit

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Kommentare

16.06.2009 11:27 Ginger
Und Rosen mögen kleingeschnittene Bananenschalen zu ihren Füßen.
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