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Aus der Garten-Redaktion

(43 Einträge)

Phlox und Rittersporn Tomatenblüte Kartoffelblüte
102 mal angesehen
16.07.2009, 10.58 Uhr

Von ausgeprägten Charakteren - Teil 2

Keiner außer mir!

So lautet der Wahlspruch der Narzissen, die ebenfalls vor allem den Staudengarten regieren. Allen voran steht der Rittersporn, der allenfalls ein weiteres seiner Geschwister in seiner unmittelbaren Nähe ertragen kann. Am liebsten hat er es aber, wenn alle "Verwandten" mindestens 1 m Abstand halten. Um ihm nicht die Laune zu verderben, sollten Sie daher Barrieren aus anderen hochwachsenden Stauden pflanzen, z.B. hohe Raublattastern, Sonnenbraut und Goldrute sowie Staudensonnblumen und die hohen Sonnenhutarten.
Bei den beiden letztgenannten empfiehlt es sich allerdings die Pflanzung in großen Plastiktöpfen mit einem stark erweiterten Abzugsloch im Boden, um ihren unbändigen Ausbreitungsdrang im Zaum zu halten.

Nicht ganz so auf Abstand bedacht ist der Staudenphlox. Er erträgt immerhin Pflanzungen in Dreiergruppen. Mehr sollten es aber nicht sein, denn sonst droht Kümmerwuchs. Ursache ist aber nicht, wie beim Rittersporn, eine Selbstunverträglichkeit, sondern das erhöhte Risiko vom Krankheits- und Schädlingsbefall. Besonders Echter Mehltau und Stängelälchen machen sich gerne in größeren Phloxpflanzungen breit. Außerdem kommt die Flammenblume, wie der Phlox auch heißt, in kleineren Gruppen sowieso besser zur Geltung. Übrigens: Staudenphlox ist keineswegs ein Liebhaber praller Sonne. Lieber wächst er im Halbschatten in leicht saurem Boden.


Jedes Jahr am selben Platz?

Auch dieses Motto gibt es unter unseren Gartenpflanzen. Am wenigsten kann die Tomate Abwechslung vertragen. Sie besteht jedes Jahr auf demselben Platz, der allerdings sonnig und möglichst wind- und regengeschützt sein sollte. Zwar mag sie auch den normalen Gartenkompost ganz gerne. Noch lieber ist ihr aber ein Spezialkompost aus den Pflanzenresten ihrer vorjährigen Geschwister.
(Anm. Red.: das Rezept für Tomatenkompost kann bei Interesse abgefragt werden).

Die Kartoffel zählt ebenfalls durchaus zu den konservativen Pflanzen. Wo sie sich einmal wohlgefühlt hat, möchte sie gerne auch im nächsten Jahr stehen. Am liebsten mag sie eine vollsonnige, windgeschützte Lage in lockerem sandig-humosem Boden. Allerdings braucht sie jedes Jahr eine neue Gabe Kompost, dem schon beim Aufsetzen etwas Lehm (Bentonit) sowie Horn- und Knochenmehl zugesetzt werden sollte. Der Altmeister der Kompostwirtschaft, Alwin Seifert, zog mit diesem Kompost 17 Jahre hintereinander auf dem gleichen Platz Kartoffeln, ohne dass die Ernte nachließ.

Gegen Bodenmüdigkeit hat sich außerdem eine Begleitpflanzung mit Tagetes und Ringelblumen bewährt. Dasselbe gilt für Mischkultur mit Gelbsenf.


Textquelle: Altes Gärtnerwissen wieder entdeckt [www.dlv-shop.de]
blv Verlag
Bilder: Pixelio

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Kommentare

17.07.2009 10:43 JaguarE
sehr interessant! Das Rezept für den Tomatenkompost hätte ich ganz gerne. Vielen Dank im voraus
liebe Grüße vom JaguarE
17.07.2009 12:35 astrophytum
Upps, wieder was gelernt. Letztes Jahr hatte ich noch einen regelrechten Rittersporn-"Urwald" mit 6-8 Pflanzen. Dieses Jahr kümmern sie mächtig. Einige haben sich ganz verabschiedet. Da werd ich wohl demnächst beim Rest etwas ausdünnen müssen. Danke für den Tipp.
17.07.2009 20:23 zora
Das hätte ich eher lesen müssen....
Hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil meine Kartoffel im 4. Jahr auf der gleichen Stelle stehen...obwohl sie prächig aussehen...
Was in Büchern "alles"steht....????

auch beim Rittersporn werde ich deinen Rat befolgen....
man lernt nie aus
Danke
17.07.2009 22:13 gundel
ich hätte gern das rezept.danke im voraus
30.07.2009 10:45 Redaktion_landlive
Leider etwas verspätet, aber hier nun für euch das Tomaten-Kompost-Rezept:

Einfach im Herbst die (Topf)Erde zusammen mit den zerkleinerten Pflanzenresten in einem Extra-Kompostsilo aufsetzen. Dabei etwas Horn- und Knochenmehl und eventuell noch einige Handvoll zerkleinerter Brennessel- und Beinwellblätter zugeben. Das Ganze zweimal im Abstand von etwa 14 Tagen und dann nochmals Ende März/Anfang April umsetzen - und fertig ist der Tomatenkompost für die nächste Saison. Wer die Tomaten im Freiland zieht, kompostiert die Erde zusammen mit den Pflanzenresten auf dieselbe Weise, am besten an Ort und Stelle in einer kleinen Miete, die den Winter über mit Jutesäcken oder Folie gegen Austrocknung geschützt wird.

Viel Erfolg bei der nächsten Ernte wünscht

das Redaktionsteam Garten
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