Zur mobilen Version wechseln »
kraut&rübenlandlive.deGartentippsArbeitskalenderGut einkaufenCommunityShopNewsletterworlds of food
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Aus der Garten-Redaktion

(43 Einträge)

Rose im Mittelpunkt Margerite Eigenbrötler Petersilie
136 mal angesehen
30.07.2009, 11.24 Uhr

Von ausgeprägten Charakteren - Teil 3

Wer sich selbst nicht leiden kann...

Eine heikle Grupe bilden die Eifersüchtigen und Nachtragenden unter unseren Gartenpflanzen. Sie müssen immr die Ersten sein und können es überhaupt nicht ertragen, wenn an ihrem Platz schon vorher ein enger Verwandter gestanden hat.

Im Blumengarten ist es vor allem die Rose, die sich nicht mit sich selbst verträgt. Soll ein alter Stock durch eine Jungpflanze ersetzt werden, muss der Boden stets weiträumig und bis in 1 m !!! Tiefe ausgetauscht werden. Und selbst das ist nicht immer eine Garantie dafür, dass die "Königin der Blumen" die Vorgängerin nicht doch noch übel nimmt.

Fast genauso anspruchsvoll ist der Rittersporn, von dem schon in Teil 2 die Rede war. Auch er mag nicht dort gedeihen, wo vorher schon Seinesgleichen wuchs. Das gilt sogar für Teilstücke derselben Pflanze. Da für Rittersporn aber leichter ein neuer Platz in der Rabatte zu finden ist als für Rosen, z.B. im Tausch mit anderen Leitstauden, die ebenfalls von Zeit zu Zeit geteilt werden müssen, ist ein Bodenaustausch hier nur selten notwendig.

Genauso heikel ist die sommerblühende Staudenmargerite. Und nicht nur das: Sie muss sogar alle 2-3 Jahre umziehen, weil sie es am alten Platz nicht mehr aushält.
Man nimmt an, dass die Margerite sich mit bestimmten Wurzelausdscheidungen sozusagen selbst den Boden vergiftet. Je kräftiger sie wächst, desto mehr Gift produziert sie. Die Urmutter der Gartenmargeriten, die einfache Wiesenmargerite oder Wucherblume, vagabundiert deshalb von sich aus durch die freie Natur.

Ähnlich verhält es sich mit der Petersilie. Wo dieses Küchenkraut einmal gestanden hat, wächst auf Jahre hinaus kein neues mehr. Oft keimen die Samen noch nicht einmal. Daher gehört die Petersilie nicht aufs Kräuterbeet, sondern sollte ebenfalls durch den Garten wandern. Außerdem ist sie auch ein schwieriger Partner für andere Pflanzen, obwohl sie mit ihrem starken Geruch viele Schädlinge wie Möhrenfliege und Älchen fernhält. Nur sehr kräftige Nachbarn wie etwa Tomaten, Möhren oder Rote Bete können aus dieser Eigenschaft auch Nutzen ziehen. Salat dagegen geht neben Petersilie schnell ein. Aber auch wenn sie jedes Jahr einen neuen Platz bekommt, heißt es warten: Denn die Petersiliesamen keimen sehr langsam.

Weitere erstaunliche Charaktere stellen wir in den kommenden Blogs vor.

Quelle: Altes Gärtnerwissen wiederentdeckt: [www.dlv-shop.de]
blv Verlag
Fotos: pixelio.de
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

30.07.2009 11:42 Paradiesgarten

Sehr hilfreich und lehrreich ! Danke !
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang