Zur mobilen Version wechseln »
kraut&rübenlandlive.deGartentippsArbeitskalenderGut einkaufenCommunityShopNewsletterworlds of food
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Aus der Garten-Redaktion

(43 Einträge)

Brennesseln Senf Fingerhut
74 mal angesehen
20.08.2009, 11.44 Uhr

Von den Freunden im Garten - Teil 1

Kommen wir von den eigensinnigen Charakteren (s. Blog 1-4 "Von ausgeprägten Charakteren") zu den freundlich gesinnten.

Dass sich vor allem im Gemüsegarten bestimmte Pflanzen in ihrer Entwicklung gegenseitig unterstützen und vor Schädlingen schützen, ist als Mischkultur inzwischen weit verbreitetes Gärtnerwissen. Das bekannteste Beispiel ist die Partnerschaft von Möhren und Zwiebeln.

Hier sollen dagegen einige weniger bekannte Beispiele von guten Fruchtfolgen und Nachbarschaften vorgestellt werden.

Gute Vorgänger

Wer sich ein neues Erdbeerbeet anlegen möchte, sollte darauf im Vorjahr Brennesseln ziehen. Am einfachsten ist es, sich im Frühjahr einige Setzlinge vom Wegesrand zu besorgen. Brennesseln lockern mit ihrem dichten Wurzelgeflecht den Boden hervorragend und sorgen für eine gute Humusbildung. Die Nesselpflanzen werden erst kurz vor dem Setzen der Erdbeeren entfernt. Ihre Wurzeln kommen auf den Kompost oder werden kleingehäckselt mitsamt dem Laub als Mulchdecke für die junge Pflanzung verwendet.
Ebenfalls eine gute Bodengare für Erbeeren liefern Frühkartoffeln, vor allem, wenn sie zusammen mit Gelbsenf gezogen wurden. Auch hier bleibt das Kraut des Gelbsenfs als Mulchdecke auf dem Beet, während die Wurzeln im Boden verrotten.
Auch Grünkohl und Rosenkohl freuen sich über eine Vorkultur aus Frühkartoffeln. Dann empfehlen viele Gärtner aber den Gelbsenf wegzulassen und stattdessen besser Tagetes und Ringelblumen zu pflanzen. Andere Beobachtungen zeigen, dass eine Vor- oder Zwischenkultur von Gelbsenf für eine nachhaltige Gesundung des Bodens, gerade für Kohl bedeutet.

Fingerhut tut Kartoffeln gut

Roter Fingerhut ist ein vorzüglicher Partner von Kartoffeln, Tomaten und Äpfeln. Er sorgt für kräftiges, gesundes Wachstum und reiche Ernte. Woran das liegt, ist bisher unbekannt. Die Medizin schätzt Digitalis-Präparate als wertvolles Herzmittel, vielleicht wirkt es auch auf Pflanzen ähnlich anregend.
Achtung: Alle Fingerhut-Arten sind hochgiftig und dürfen niemals zur eigenen Herzmittelherstellung verwendet werden!!! Außerdem müssen sie vor neugierigen Kinderhänden geschützt werden. Ansonsten sollten Sie mit Fingerhut-Partnerschaften lieber warten.
Wer einmal Fingerhut im Garten hat, braucht sich um Nachwuchs nicht zu sorgen. Einfach die Samen einer besonders kräftigen Pflanze ausreifen und ausfallen lassen. Nach dem Aufgehen müssen die Keimlinge unbedingt vereinzelt werden, bevor sie im August/Sept. an ihren endgültigen Platz kommen.

Mehr zu den Freunden unter den Pflanzen erfahrt ihr in den kommenden Blogeinträgen.

Quelle: Quelle: Altes Gärtnerwissen wiederentdeckt: [www.dlv-shop.de]
blv Verlag
Fotos: pixelio.de
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

21.08.2009 10:49 Paradiesgarten

"Frühkartoffeln lassen auf gute Erdbeeren hoffen" und "Fingerhut tut Kartoffeln gut"
wie heißt es doch so schön:
Alles was sich reimt, das stimmt ! Hihi

Guter Beitrag, wird gleich an Schwiegerpapa weitergegeben !
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang