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Meerkohl Gebleichte Crambe-Sprosse
1376 mal angesehen
22.01.2010, 16.25 Uhr

Sprossengemüse

Bald wird es wieder richtig lecker in der Küche und der Speisezettel um Einiges erweitert. Wenn der Schnee erst einmal über alle Berge verschwunden ist, dann liege ich auf der Lauer.
Jeden Tag sehe ich nach, ob sich nicht inzwischen die ersten Spitzen meiner zarten Sprossengemüse zeigen. Bei ihnen kommt es nämlich immer auf den richtigen Erntezeitpunkt an.

Aber von welchen Sprossen ist hier eigentlich die Rede? Wir kennen doch nur den Spargel. Und mit dem dauert es noch eine Weile.
Was gibt es dann noch?
In den Hopfen-Anbaugebieten kennt man die jungen, zarten Hopfensprossen, die man im Frühling als Salat-Delikatesse in den Lokalen angeboten bekommt.

Was ich in meinem Garten als Sprossen ernte, werde ich in den kommenden Wochen ausnahmsweise einmal verraten.

Heute erzähle ich vom Meerkohl, den man leider höchstens als nette Blütenstaude ab und zu mal in den Vorgärten antrifft.
Crambe maritima steht seit vielen Jahren im gleichen Gemüsebeet, wird regelmäßig mit Kompost versorgt und ab und zu gemulcht.

Diese stattlichen Gemüsestauden bekommen mit den Jahren ziemlich dicke Stängel. Und genau auf diese habe ich es abgesehen.
Eine Delikatesse, die bereits Karl der Große kannte und liebte, habe ich längst für meine Küche wiederentdeckt.

Diese Stängel schmecken hervorragend, wenn man sie , sobald sie im Frühjahr aus der Erde spitzen, bleicht.
Das geht ganz simpel. Ich nehme einen schwarzen Wassereimer oder Beton-Kübel und stülpe ihn über die winzigen "Sprosse".

Durch die Bodenerwärmung und die Nährstoffe im Boden und in der Wurzel, wachsen die zarten Gebilde ohne Sonne bis an den Eimerboden.
Natürlich können die Triebe ohne Licht nicht grün werden. Sie wachsen völlig bleich heran.

Wenn es dem Meerkohl dann zu eng wird unter seiner Haube, nehme ich den Eimer weg und ernte die jungen Sprosse.

Sie sind wirklich köstlich und brauchen nur ein wenig gedünstet zu werden.
Etwas Butter und fein gehackte Kräuter darüber,,, es lohnt einen Versuch.

Oh, halt, das Wichtigste hätte ich fast vergessen: nur nicht alle Stängel ernten. Pro Pflanze müssen die Herzstücke stehen bleiben. Sonst erholt sich die Pflanze nur noch schwer.
Darum habe ich bereits einige Pflanzen nachgezogen.

Aber darüber können wir noch reden, wenn es soweit ist, im Frühjahr.

Ich hoffe, bis dahin läuft Euch noch ordentlich das Wasser im Mund zusammen und Ihr bekommt Lust, es auch einmal zu probieren.


Eine gute Zeit wünscht Euch
Barbara, die Waldfrau
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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 64 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Kommentare

22.01.2010 16:53 wovo
interessant - wieviel Planzen braucht man für eine Mahlzeit - sieht so aus, als ob eine schon aussreichend ist - vom Bild ausgehend ?

hab' zumindest schon mal festgestellt, das Rühlemanns sowohl Pflanzen wie auch Samen verkauft
22.01.2010 17:05 BarbaraKrasemann
Also, in der Regel reichen wirklich 1-2 Pflanzen, wenn sie einmal alt genug ist...
Sie wird frühestens im dritten Standjahr beerntet. Jede Pflanze bekommt mit der Zeit gut einen Meter Durchmesser.
Etwas Geduld ist angesagt, aber dann füllt sich der Topf jedes Jahr fast von allein.

LG Barbara
22.01.2010 17:14 wovo
Danke Barbara,
für meinen Grünspargel hatte ih ja auch Geduld - sollte hier also auch funktionieren
27.01.2010 11:17 Paradiesgarten

Aber bis der Schnne weg ist, kann es noch dauern, also Geduld ist angesagt...
05.02.2010 19:50 melitaheidi
Super, von Meerkohl habe ich noch niiiii etwas gehört. Bekomme ich den im Handel als Samen oder gibt es dies als Sprossen zu kaufen, was wahrscheinlicher ist. Heidi ...
P.S.Habe gerade die anderen Anfragen gelesen... alles klar.... kümmere mich auch mal darum
05.02.2010 20:05 BarbaraKrasemann
melitaheidi schrieb:
Super, von Meerkohl habe ich noch niiiii etwas gehört. Bekomme ich den im Handel als Samen oder gibt es dies als Sprossen zu kaufen, was wahrscheinlicher ist. Heidi ...

P.S.Habe gerade die anderen Anfragen gelesen... alles klar.... kümmere mich auch mal darum

ok, sonst hätte ich es Dir gern noch einmal aufgeschrieben,,, dann also bis zum nächsten Spross
LG Barbara
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