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Sprossengemüse
965 mal angesehen
05.02.2010, 19.04 Uhr

Sprossengemüse Teil 3

Mit diesem Beitrag löse ich gleich zwei Versprechen ein.
1. Die Fortsetzung der Farngeschichte vom 23.12.2009
2. Ein weiteres Sprossengemüse

Und wie soll das jetzt zusammen passen?
Mein drittes Sprossengemüse wird im Mai geerntet.

Überall in meinem Garten wachsen Farne. Einige von ihnen sind diese wuchernden, hübschen Straußenfarne auf meinem Bild. Sie haben die botanische Bezeichnung "Matteuccia struthiopteris".

Hat man sie einmal in den Garten geholt, vermehren sie sich fleißig über Wurzelausläufer und bilden bald große Bestände. Aber keine Sorge, wenn man genug von ihnen hat, kann man sie leicht loswerden, indem man sie ausgräbt. Sie sitzen auch nicht tief.

Wer aber einmal auf den Geschmack gekommen ist, der wird sich eher über ihren Ausbreitungsdrang freuen. Diese Farne sind sehr anspruchslos. Vor 25 Jahren gehörten sie zu den ersten Gewächsen, die ich in meine Wiese pflanzte, in die pralle Sonne.
Inzwischen stehen sie zum Teil im Schatten. Sie sind nicht unter zu kriegen.

Jedes Jahr, spätestens bis zum Beginn der Apfelblüte, ist es dann wieder soweit, dass sich die hellgrünen, aufgewickelten Farnwedel langsam ausrollen. So scheint es zumindest. Man sollte besser sagen, dass sie sich strecken, diese merkwürdigen Schnecken, die Bischofsstäben gleichen.

Ich liege wieder einmal auf der Lauer, um den besten Moment abzupassen.
Diese jungen Sprosse hole ich bereits in die Küche, bevor sie ihre großen Wedel ausgebreitet haben !!! Auf dem Bild sind die Pflanzen schon zu weit, für meinen Geschmack. Ausgewachsene Farnwedel soll man nicht essen.
Dafür gibt es andere Verwendungsmöglichkeiten , siehe nebenan meinen Kommentar...

Und schon wären wir beim Wichtigsten, beim Geschmack. Junge Farnsprossen zu essen, ist absolut nichts Neues. Sie werden blanchiert und in Salzwasser gedünstet und schmecken dann wie junger Broccoli.

Von einem versierten Gartengast, einem Farnspezialisten, hörte ich im vergangenen Jahr, dass ihm diese Farne in Amerika in den Gemüseregalen der Supermärkte aufgefallen sind. Kein Wunder, dort gibt es noch Indianer, die sich auf ihre alten Traditionen besinnen.

Es ist höchstens 150 Jahre her, dass diese Sprossen auch hier in Europa als willkommenes Frühlingsgemüse geschätzt wurde.

guten Appetit - Fortsetzung folgt

Eure Barbara, die Waldfrau
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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 63 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Kommentare

05.02.2010 21:08 wovo
Den Farn habe ich auch im Garten - ich wäre NIE auf den Gedanken gekommen, den zu Essen (ist doch z.B. der Adlerfarn - auch in meinem Garten - giftig )

Aber dann werde ich wohl doch mal Sprossen des Straußenfarn probieren müssen

06.02.2010 09:58 BarbaraKrasemann
Hallo Wolfgang,
ganz wichtig ist es bei den Farnen genau hinzuschauen. Beim Straußenfarn verwendet man nur die jungen Sprosse.

Die Maoris in Neuseeland nutzten die Wurzelstöcke ! des Adlerfarns wegen ihres hohen Stärkegehalts zeitweise als Hauptnahrungsmittel. 65kg Winter-Wurzeln des Adlerfarns enthalten so viel Stärke wie 100 kg frische Kartoffeln.


Aber die Wedel des Adlerfarns nahm man zum Einlagern von Nahrungsmitteln. So hielt man die Vorratsschädlinge fern. Farnwedel sind nicht zum Essen !
09.02.2010 11:03 KarinUphoff
Der Trichterfarn ist bei mir zur Plage geworden, versuche ihn aus machen Beeten zu verbannen. Aber vielleicht sehe ich ihn jetzt mit anderen Augen. Würdest Du ein paar Rezepte verraten?
Vielleicht geht es mir mit dem Farn wie mit Beinwell, der mich auch sehr geplagt hat. Nach dem ich aber seine Qualitäten kennen gelernt habe, schätze ich ihn sehr.

Den Adlerfarn liebe ich wegen seiner haltbaren Eigenschaft als Floristin. In früheren Zeiten wurde er für div. Unterlagen in der Floristik verwendet. Ich fertige darauß z.B. Kugeln, die ich dann mit Moos umkleide. Dann muß ich kein Styropur verwenden und kann hinterher alles verkompostieren.
09.02.2010 15:27 BarbaraKrasemann
Liebe Karin,
versuch ihn doch zuerst einmal, indem Du ihn kurz blanchierst und dann in Salzwasser garst, so wie beim Spargel. Dazu passen auch die gleichen Saucen, die, die Du am liebsten magst. Und immer daran denken: nur ganz kurze, junge Triebe 20-25 cm verwenden.

LG Waldfrau
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