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Gehölzschnitt in Benjeshecke
816 mal angesehen
12.03.2010, 09.53 Uhr

Obstgehölz-Schnitt ist Erntezeit für Hobby-Färber

Wie in jedem Vorfrühling habe ich auch in diesem Jahr wieder meine Obstgehölze geschnitten und Berge von Schnittgut weiter verarbeitet. Die letzten 10 Tage habe ich mich hier kaum blicken lassen, denn die Arbeit an der frischen Luft ist anstrengend und macht richtig müde. Schlafmittel besitze ich darum auch garnicht.

Meine Methode, aus dem Geäst eine Benjeshecke zu schichten, habe ich bereits im Februar 2009 in einem Blog erklärt. Natürlich ist auch eine große Portion Brennholz in meine Holzlege zum Trocknen gewandert.

Aber in diesem Jahr habe ich mich auf eine alte Leidenschaft besonnen, der ich mich vor vielen Jahren noch öfter hingegeben habe.
Ich mag das Färben und Filzen von Wolle und Färben von Stoffen mit Naturfarben.

Jetzt fällt sicher den meisten von Euch der Rotkohl (Blaukraut, ) Spinat oder Zwiebeln ein, oder vielleicht noch die Rote Bete . Alles Andere sind dann die so genannten Färbe-Pflanzen wie Färberwaid, Färberwau, Färberdistel oder-Ginster. Es gibt noch etliche, die ich hier nennen könnte. Aber viele sind ein- oder zweijährig und müssen eigens angebaut werden.

Aber was hat das Schnittgut von Obstgehölzen mit Färben zu tun?

Tatsächlich habe ich einige starke Äste vom Apfelbau, der Blutpflaume und von der Berberitze, Berberis vulgaris, aus dem riesigen Schnitthaufen herausgesucht. Dann habe ich mir die handlichen Stücke mit in die warme Küche genommen und mich mit einem scharfen Messerchen und drei Eimern hingesetzt, um die Rinden bis auf den Kern abzuschälen. Das hab ich als Kind schon gern gemacht.

Diese Rindensorten trockne ich dann getrennt nach Farben.
Schon beim Schälen der Berberiszweige bekam ich leuchtend gelbe Finger. Die innere Rinde der Blutpflaume färbt sich bereits beim Schälen rostrot und die geschälte Rinde des Apfelbaumes gibt später beim Färben einen Gelb- bis Grünton.

Die getrockneten Pflanzenfarben kann ich dann im Laufe des Jahres hervor holen und meine Färber-Küpe daraus herstellen.

Einige kleine Farbkostproben habe ich allerdings sofort mit kaltem Wasser übergossen. Sie sollten einige Tage, mindestens drei, im Wasser aufweichen um dann, zu Beginn der nächsten Woche, gekocht zu werden.

Wie es anschließend weiter geht, das zeige ich später mit passenden Bildern. Schließlich könnt Ihr dann selbst die bunte Färbe-Brühe begutachten. Ich hoffe, die Bilder werden dann auch ordentlich.

Vielleicht hab ich Euch ein wenig neugierig gemacht

bis zur nächsten Woche

Eure Barbara, die Waldfrau


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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 63 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Kommentare

13.03.2010 09:09 JaguarE
Sehr interessant!
13.03.2010 09:37 Edeltraut
Was machst du dann mit der Wolle und den Stoffen?
13.03.2010 19:11 BarbaraKrasemann
Edeltraut schrieb:
Was machst du dann mit der Wolle und den Stoffen?

Da es sich meist nur um kleine Mengen handelt, lassen sie sich meist als nettes, kleines Accessoire in Schals, Taschen oder tollen, dicken Socken einarbeiten. Auch lässt sich ein einfacher Hut schnell mal etwas damit aufpeppen.
Allerdings nehme ich mir meist erst wieder im kommenden Spätherbst die Zeit und Muße dazu. Wichtig ist, dass das Material dann auch zur Verfügung steht.
15.03.2010 09:00 Edeltraut
Waldfrau schrieb:
Da es sich meist nur um kleine Mengen handelt, lassen sie sich meist als nettes, kleines Accessoire in Schals, Taschen oder tollen, dicken Socken einarbeiten. Auch lässt sich ein einfacher Hut schnell mal etwas damit aufpeppen.
Allerdings nehme ich mir meist erst wieder im kommenden Spätherbst die Zeit und Muße dazu. Wichtig ist, dass das Material dann auch zur Verfügung steht.


Sind die Hüte dann für Dich?
Stell mal ein Bild ein...Bitte.
16.03.2010 16:16 Katalin
super interessant
18.03.2010 03:48 BarbaraKrasemann
Edeltraut schrieb:
Sind die Hüte dann für Dich?

Stell mal ein Bild ein...Bitte.

Ja klar, die sind in der Regel auch für mich. Ich habe lange überlegt, ob ich meine alten "Schätzchen" hier abbilden soll. und bin zu dem Entschluss gekommen, lieber zu warten, bis ich von der neuen Aktion wieder Ergebnisse habe.
Ich setze keine Chemie ein, ausser Hirschhornsalz oder Alaun, vielleicht noch den Rost von alten Nägeln , um die Farben kräftiger erscheinen zu lassen. Aber sie sind nicht all zu lange Licht echt; sie verblassen. Meine Objekte liegen ja nicht in der dunklen Schublade. Irgendwann sind sie einfach nicht mehr schön und etwas Neues muss her.
LG Waldfrau
18.03.2010 09:18 Edeltraut
Waldfrau schrieb:
Ja klar, die sind in der Regel auch für mich. Ich habe lange überlegt, ob ich meine alten "Schätzchen" hier abbilden soll. und bin zu dem Entschluss gekommen, lieber zu warten, bis ich von der neuen Aktion wieder Ergebnisse habe.
Ich setze keine Chemie ein, ausser Hirschhornsalz oder Alaun, vielleicht noch den Rost von alten Nägeln , um die Farben kräftiger erscheinen zu lassen. Aber sie sind nicht all zu lange Licht echt; sie verblassen. Meine Objekte liegen ja nicht in der dunklen Schublade. Irgendwann sind sie einfach nicht mehr schön und etwas Neues muss her.
LG Waldfrau

Ich freu mich schon auf die Bilder. Kennst du
"mut zum Hut"? Das ist so eine große Hutausstellung, hier in Neuburg an der Donau...
35 km weg von mir.
18.03.2010 13:21 BarbaraKrasemann
Edeltraut schrieb:
Ich freu mich schon auf die Bilder. Kennst du

"mut zum Hut"? Das ist so eine große Hutausstellung, hier in Neuburg an der Donau...

35 km weg von mir.

Nein, kenne ich nicht, aber Neuburg ist doch gar nicht so weit weg. Ich liebe doch Hüte Wann ist denn das?
19.03.2010 10:31 Edeltraut
Waldfrau schrieb:
Nein, kenne ich nicht, aber Neuburg ist doch gar nicht so weit weg. Ich liebe doch Hüte Wann ist denn das?

Am 24.09 bis 26.09.2010 im Residenzschloss Neuburg an der Donau...
was ich gelesen hab.
da fahren wir hin und kaufen uns einen Hut
21.03.2010 13:55 BarbaraKrasemann
Edeltraut schrieb:
Am 24.09 bis 26.09.2010 im Residenzschloss Neuburg an der Donau...

was ich gelesen hab.

da fahren wir hin und kaufen uns einen Hut

Oh danke, da halte ich mir mal vorsorglich den 25.9. frei
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