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Aus der Garten-Redaktion

(43 Einträge)

Garten ist Leidenschaft
230 mal angesehen
16.05.2011, 11.03 Uhr

Vom Kraut zum Un-Kraut

To weed or not to weed, das ist die Frage. Ab wann wird ein Kraut zum Unkraut? Warum erfreue ich mich an Feldern Abermillionen Löwenzahn und kaufe einen Löwenzahnstecher, um den einen Löwenzahn aus meinem Beet zu ziehen?

„Unter Unkräutern versteht man zwischen Kulturgewächsen wild wachsende Kräuter. Sie werden dadurch schädlich, dass sie mit den angebauten Pflanzen die Nahrung teilen und ihnen Licht und Luft entziehen. Um ihr Aufkommen nach Möglichkeit zu verhindern, darf man ihnen nicht gestatten, Samen zu tragen; das Aufgekommene aber muss man sofort austrotten und darf nicht warten, bis es groß und stark geworden.“ (Gartenbaulexikon 1902)

Es bleibt die Frage der Kontrolle und des Akzeptierens. Ich bitte Ferdinand (den Fotografen), die linkswindende Convolvulus arvensis zu fotografieren. Ihre Blüten verzaubern mich. Wenn sich in meinem Garten jedoch Giersch wohlfühlt, habe ich die Wahl zwischen einem nicht enden wollenden Kampf und, als Kapitulation, dem Schreiben eines Etiketts: Aegopodium podagraria, Apiaceae, Geißfuß, Bishop’s Weed.

Unkraut hat eine magische Anziehungskraft. Wenn ich mal eben kurz hinausgehe, ist es schon nach wenigen Metern passiert: Ich beginne mich zu bücken. Schnell ist die Hand voll mit Weidenröschen und Springkraut, ist die halbe Stunde herum – und die Rückkehr mit Salat wird noch immer in der Küche erwartet. To weed or not to weed.

Wenn ich allein sein will, gehe ich krauten – schaffe mir inspirierenden Freiraum für Gedanken! Gedanken jäten, Gedankenunkräuter ziehen. Besonders zufriedenstellend ist das Jäten nach einem leichten Sommerregen, wenn alles mit der Wurzel sauber herauskommt. Unkrautziehen zu zweit – geht doppelt so schnell.

Wurzelunkräuter:

Willst du ein Beet neu bepflanzen und es wachsen darin Wurzelunkräuter, dann lohnt sich die Mühe, ein Jahr lang systematisch die Fläche mit der Grabegabel durchzuarbeiten, bis alle Stückchen zutage gefördert sind.

Wegeunkräuter:

Ungewünschtes Grün in Ritzen und Fugen lässt sich leicht mit unverdünntem Essigreiniger spritzen. Wenn die Pflänzchen klein sind, brauchen wir weniger Mittel und die Essigsäure wirkt auf dem zarten Grün sehr schnell.

Aus:
Anja Maubach: „Garten ist Leidenschaft!“, blv Verlag 2011


Ab sofort werden wir wieder in regelmäßigen Abständen unseren Gartenblog mit interessanten Beiträgen rund um den Garten bestücken.

Wir freuen uns dabei über die Kooperation mit dem blv Verlag, der uns hier tatkräftig mit Neuerscheinungen unterstützt.
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