Zur mobilen Version wechseln »
kraut&rübenlandlive.deGartentippsArbeitskalenderGut einkaufenCommunityShopNewsletterworlds of food
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Aus der Garten-Redaktion

(43 Einträge)

Das Titelbild von "Mein schöner Blumengarten" von Ute Bauer
168 mal angesehen
14.06.2011, 17.01 Uhr

Duft liegt in der Luft

Wohlgerüche beflügeln die Fantasie und wirken wie Balsam für die Seele. Sie heben die Stimmung und rühren direkt an unsere Gefühle. Was könnte einen Sitzplatz also stärker aufwerten als aromatische Pflanzen? Gönnen Sie sich die tägliche Wellness-Kur auf der eigenen Terrasse!

Der sinnlichste der Sinne ist der Geruchsinn, heißt es. Man empfindet Düfte als verführerisch, aufregend, aber auch besänftigend oder gar abstoßend, je nach persönlichem Dafürhalten. Und man kann sich nicht dagegen wehren. Oder haben Sie schon einmal weggerochen? Die Wissenschaft weiß inzwischen, dass Gerüche im ältesten Teil unseres Gehirns verarbeitet werden, der auch unsere Emotionen steuert.

Selbst körperliche Reaktionen sind per Duft beeinflussbar. Mit Duftpflanzen könne Sie also Ihre eigene Aromatherapie kreieren und Ihrem Lieblingsplatz die persönliche Note geben. Lassen Sie sich bei der Auswahl ruhig an der eigenen Nase herumführen. Sie trügt Sie nicht. Was Sie gut riechen können, wird Ihnen auch gut tun.

Natürlich lässt sich Parfum nur genießen, wenn es in Nasennähe gelangt. Sitzplätze sind daher der prädestinierte Ort für Duftpflanzen. Darüber hinaus eignen sich Stellen unter Fenstern, neben der Haustür oder entlang von Wegrändern besonders für die Besetzung mit Schnupperpflanzen.

In erster Linie verbindet man Duft mit den prächtigen Blühern unter den Stauden, Zwiebel- und Sommerblumen. Rosen galten über Jahrhunderte als sprichwörtliches Symbol für Wohlgeruch. Die pflegeleichten alten Sorten enttäuschen in dieser Hinsicht auch nicht. Aber auch unter den modernen gibt es einige robuste, dufte Typen wie „Nahema“, „Laguna“, „Duftfestival“, „Graham Thomas“ oder „Friesia“. Darüber hinaus stehen aber auch andere Gehölze wie Flieder, Duftschneeball oder Seidelbast für Parfum. Eine besondere Rolle für den Duftgarten spielen jedoch die Kräuter. sie aromatisieren die ganze Saison, denn die Duftstoffe konzentrieren sich in den Blättern. Und sie gedeihen auch gut in Töpfen.

Schnuppertöpfe
und –gardinen sind probate Mittel, um die Terrasse zu parfümieren. Auch unter den Kletterpflanzen gibt es betörende Dufter, die diese sinnliche Komponente mit dem praktischen Sichtschutz-Effekt verbinden. Neben den pflegeleichten Kräutern tragen auch viele Sommerblumen, wie Duftwicken und Levkojen, oder Zwiebelblumen wie Lilien und Hyazinthen ihr Odeur kübelweise vor die Haustür und sogar auf den Balkon. Verstärkung erhalten sie dabei aus dem klassischen Balkonblumen-Sortiment, z.B. von Duftgeranien oder Vanilleblume. Vorteil der Töpfe: Sie sind mobil und können immer der Nase nach gerückt werden.

Ob Tausendundeine Nacht, Zitrushain oder Rosengarten – welche Noten bevorzugen Sie? Ein Parfumeur komponiert aus unterschiedlichsten Aromen einen neuen Duft. Denn es gibt schwere und heitere, süße und herbe Töne. Auch die Duftpflanzen im Garen können Sie zu einem Cocktail zusammenmixen oder, streng getrennt, nach individueller Vorleibe arrangieren.

- Betörend und fas „orientalisch“ schwer duften etwa Hyazinthen, viele Lilien, Vanilleblumen, Levkojen oder Wald-Geißblatt.
- Heiter, leicht und spritzig empfindet man Zitrusdüfte, wie sie z.B. Zitronenthymian, Zitronenmelisse, Zitronenminze einige Duftgeranien oder sogar manche Rosensorten verbreiten.
- Blumige Noten bringen Lavendel, Reseden, Nelken, Rosen, Pfingstrosen oder Flieder ein.
- Die herb-aromatische, würzige Note findet man bei vielen Kräutern, wie Thymian, Salbei, Bohnenkraut, Wermut oder Heiligenkraut.

Bedenken Sie auch, dass manche Arten wie Lilien oder einige Rosensorten ihr Parfum verschwenderisch im Umkreis von Metern verströmen. Zu viele solcher Pflanzen auf kleinem Raum sind manchem sicher zuviel des Guten. Andere muss man schon aus der Nähe beschnuppern, um ihren Zauber wahrzunehmen. Kontaktdufter schließlich entfalten ihr Aroma sogar erst nach Berührung. Fast alle Kräuter gehören dazu, deren ätherische Öle erst nach dem Streicheln der Blattoberflächen freigesetzt werden Je sonniger sie stehen, desto intensiver ihr Geruch.

Das heißt aber nicht, dass nach Sonnenuntergang für die Nase die Reize ausgehen. Im Gegenteil, einige Spezialisten laufen erst abends so richtig zu Hochform auf. Wenn es dunkel wird und alle Blütenfarben langsam verblassen, hüllen Nachtkerze, Nachtviole, Ziertabak, Königslilie oder Wald-Geißblatt in lauen Nächten ihre Umgebung in verführerische Duftwolken. Für Workaholics der ultimative Kick, um endlich abzuschalten und zu entspannen, ob allein oder zu zweit.


Auszug aus: Ute Bauer: Mein schöner Blumengarten / Pflegeleichte Beete - einfach gestalten, blv Verlag, 2011

offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang