Zur mobilen Version wechseln »
kraut&rübenlandlive.deGartentippsArbeitskalenderGut einkaufenCommunityShopNewsletterworlds of food
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Aus der Garten-Redaktion

(43 Einträge)

Mein Garten Monat für Monat Kompost
227 mal angesehen
14.10.2011, 11.21 Uhr

Oktober

Erfolgreich kompostieren / Teil I

Wertvolles Substrat aus Abfällen

Oktober ist ein wichtiger Monat, um sich mit dem Kompost zu beschäftigen. Aber nicht, weil er ausgebracht würde – das hat man vielleicht früher gemacht, als man sich noch nicht der Nährstoffverluste über den Winter bewusst war. Nein, um diese Zeit fallen viele pflanzliche Abfälle an, und der Kompostplatz muss zu diesem Anlass wieder auf Vordermann gebracht werden.
Während der gelenkten Rotte entsteht aus diesen Abfällen wertvollster Humus. Dabei handelt es sich um ein stark belebtes Substrat, dessen Eigenschaften in vielfacher Hinsicht unübertroffen sind: Die Pflanzen werden in optimaler Weise mit Wasser und Nährstoffen versorgt, der Boden bleibt krümelig und in seiner Struktur stabil. Dennoch gilt auch hier nicht: „Viel hilft viel“ Da die Werte an Phosphor, aber auch Kalium in den meisten Gärten überhöht sind, sollte Kompost nur bedarfsgerecht ausgebracht werden. Selbst für nährstoffbedürftige Kulturen genügt eine etwa 3 cm starke Schicht.

Kompost aufsetzen

Grundsätzlich ist zur Kompostierung kein Behälter erforderlich. Es genügt, das Material zu einer sogenannten Miete aufzuschichten. Entscheidend für das Ergebnis ist unter anderem die Mischung desselben. Im günstigsten Fall ergänzen sich unterschiedliche Materialien derart, dass widrige Eigenschaften ausgeglichen werden. Sowohl nur holzige als auch ausschließlich saftig-grüne Bestandteile würden nämlich die Aktivitäten der Rotteorganismen behindern.
In einem artenreichen Garten fällte eine erfolgreiche Mischung nicht schwer: Rasenschnitt, Ernterückstände, verwelkte Pflanzenteile, Laub und zerkleinerte Zweige – in ausgewogenen Anteilen durchmischt, ergeben sie ein wertvolles Kompostsubstrat. Die saftig-grünen Pflanzenabfälle spenden den beteiligten Mikro-Lebewesen Energie, die eher sperrigen Bestandteile sorgen für die notwendige Durchlüftung.

Was nicht auf den Kompost gehört:
- nicht-organische Fremdstoffe,
- Fleisch- und Fisch- sowie gekochte Speiseabfälle,
- grobe organische Materialien wie unzerkleinertes Holz
Problematisch sind auch
- von Krankheiten befallene Pflanzenteile sowie
-wurzel- oder samentragende Unkräuter


Die Rotte lenken

Grundsätzlich werden viele Keime und Samen bei der Heißrotte unschädlich gemacht. Aber die erfasst nicht alle Teile des Komposts gleichermaßen. Um die Schadfaktoren nicht mit dem fertigen Substrat aktiv über den Garten zu verteilen, sortiert man sie vorher aus. Umso mehr, als widerstandsfähige Erreger wie die der Kohlhernie unbeschadet aus der Kompostierung hervorgehen.
Der Rotteprozess lässt sich durch Umsetzen beschleunigen, wobei die Bestandteile noch einmal neu gemischt werden und die Belüftung aufgefrischt wird. Auch Stickstoff-Dünger oder strukturstabilisierende Zusatzstoffe (z.B. Kalk) können die Bedingungen verbessern.
Die Rotte des Laubs lässt sich beschleunigen, wenn man es gleich mit dem Rasenmäher auffängt und dabei zerkleinert. Stärkere Äste sollten nach Möglichkeit zerhäckselt werden. In der Regel kommen aus der Küche noch Rückstände vom Gemüseputzen hinzu.

Aus: Mein Garten Monat für Monat, blv Verlag, 2011

Mit freundlicher Genehmigung des blv-Verlags
offline

Geschrieben von

Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Anzeige
Zum Seitenanfang