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kraut&rüben-Blog

aus der kraut&rüben-Redaktion (8 Einträge)

Apfelernte Apfelstrudel
221 mal angesehen
25.10.2011, 11.17 Uhr

Herbstzeit, Apfelzeit (aus kraut&rüben 11/2011)

Die Äpfel sind reif. Rotbackig, gelbschalig, orange geflammt, prall, rund und zum Anbeißen schön hängen sie im Geäst.

Es sind so viele, dass sich die Bäume auf der Obstwiese im Freilichtmuseum Glentleiten unter ihrer Last zu Boden neigen. Fast wartet man darauf, dass sie wie im Märchen von Frau Holle „Ach, schüttel mich!“ rufen.

„Nichts da“, meint Marlies Heinritzi und zeigt auf ihren Obstpflücker mit langem Holzstiel und Stoffbeutel, der gleich zum Einsatz kommen soll.

„Für Apfelsaft, Strudel und Apfelkrapfen kann man natürlich auch Fallobst verwenden“, sagt die Hauswirtschafts-Meisterin mit Blick auf die Früchte, die bereits im feuchten Gras liegen. „Will man die Äpfel aber auch für den Winter einlagern, muss man sie vorsichtig vom Baum holen. Frei von Druck- und anderen Schadstellen bleiben sie wochenlang frisch.“

Für fast alle späten Sorten - wie ‘Glockenapfel’, ‘Brettacher’ und ‘Kaiser Wilhelm‘ - empfiehlt sich das Lagern sowieso, denn Pflückreife ist bei ihnen nicht mit Genussreife gleichzusetzen: Abhängig von der Sorte entfalten Lageräpfel frühestens nach 2 Wochen, oft erst nach 1-2 Monaten ihr volles Aroma. Zu ihnen gehört auch der ‘Schöne aus Boskoop’, kurz ‘Boskoop’ genannt - ein Holländer, der seit 150 Jahren in Deutschland als Mus- und Kochapfel beliebt ist.

„Ich kann mich noch gut an diese Lederäpfel aus meiner Kindheit erinnern“, erzählt Marlies Heinritzi. „Sie sind immer als letzte vom Baum gekommen, waren steinhart, hielten den ganzen Winter und wurden nach langer Lagerung schließlich zuckersüß.“ Bis in den April hinein blieb auch so manch andere spätreife Sorte verwendbar und machte den winterlichen Speiseplan bunter.

„Ein Apfelgericht ist immer nur so gut, wie die Früchte, die man dafür hernimmt“, weiß Marlies Heinritzi aus Erfahrung. Das gilt natürlich auch für die heutige Zeit - trotz ganzjährig gefüllter Obsttheken in den Supermärkten. Denn das Angebot dort ist meist auf 6 oder 7 Apfel-Sorten beschränkt und findet vor den Augen der passionierten Köchin wenig Gnade:

„Ein Apfelkuchen aus wunderbar duftenden ‘Gravensteinern’ bringt doch gleich ein ganz anderes Aroma zustande als ein grasgrün geernteter ‘Golden Delicious’“, findet sie. Und dann schwärmt sie weiter von süßfruchtigen Renetten und ‘Goldparmänen’, die mit ihrem nussartigen Geschmack die besten Apfelringe abgeben, und vom festfleischigen, saftigen ‘Freiherr von Berlepsch’, der genau richtig für Bratäpfel ist (...)

Herbstzeit, Apfelzeit in kraut&rüben 11/2011

Im neuen kraut&rüben verrät Marlies Heinritzi ihre besten Apfelrezepte und welche Apfelsorten sie beim Backen von Kücherl, Krapfen oder Strudel bevorzugt.
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Schlagwörter

apfelkrapfen, apfelkücherl, apfelsaft, apfelstrudel, ernte, holler-birne, hollunder, hollunder gelee

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Kommentare

26.10.2011 20:07 Susanne1
Die Krapfen hab ich heute ausprobiert....hmmmm....sowas von lecker...den Strudel will meine Mama mal machen. Ich darf dann mitessen!!
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