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Die Wiese blüht heute noch so lecker Meine Wiesenblumen Wiese, aber kein Rasen
312 mal angesehen
02.03.2012, 10.07 Uhr

Mein erster Frühling in Dixenhausen

Sehnlichst erwartete ich 1986 die Schneeschmelze. Was würde ich alles entdecken, auf dieser riesigen Wiese?

Für Pflanzen hatte ich kein Geld. Immerhin gehörten mir diese 8500 Quadratmeter , sollte ich doch zufrieden sein, hm. Naja, mal sehen, was diese Wiese für mich zu bieten hat, dachte ich.

Einiges ahnte ich ja. Anscheinend wollte niemand vor mir dieses Land kaufen . Sicherlich tuschelte man schon leise hinter meinem Rücken, grinsend und voller Hohn.

Was will diese Preussin damit anstellen??? Mit dem Wasserloch, in dem im Frühjahr jeder Traktor stecken bleibt.
Aber nicht einmal einen Traktor besaß ich. Nein, ohne böse oder nachtragend sein zu wollen: zum Muttertag schenkte mir mein damaliger Ehemann großzügiger Weise, eine Sense.
Ja, ja, lacht Ihr nur. Ich nahm diese Herausforderung natürlich an. Ich war ja nocheinige Jährchen jünger und ahnungslos.

Zunächst war es aber Frühling und meine Familie hoffte auf baldigen Ertrag.
Ich begann zunächst mit einer Bestandsaufnahme. Was wächst denn hier freiwillig?
Die erste Exkursion machte ich in gebückter Haltung kreuz und quer durch meine Wiese.

Jubilierend, juchzend, sammelte ich ein Erfolgserlebnis nach dem anderen ein. Soll mir einer sagen, von einer Wiese könne man nicht abbeißen im Frühling wenigstens.

Abgesehen vom allgegenwärtigen Löwenzahn und einem großen Klecks voller Brennesseln, Giersch und Sauerampfer fand ich an unterschiedlichsten Stellen Spitzwegerich, Pimpinelle, Knoblauchsrauke, Alpenschnittlauch, Gundelrebe, Dost, Malven, Melissen, Minzen, Quendel, Pimpinelle, Günsel, Wiesenschaumkraut, Schlüsselblumen, Frauenmantel, Veilchen, Wiesenknöterich und Vieles mehr.
Mein Start in die Wildkräuterküche hatte begonnen.

Mutig lud ich Gäste ein, backte frisches Brot, Schlachtwurst aus eigener Herstellung hatte ich genug.
Die Herren spielten Schach und mit den Damen sammelte ich die Wiese ab.

Diese Frühjahrskur wurde viele Jahre zur Tradition. Die Männer erfreuten sich der fleischlichen Genüsse, wir Frauen vertrieben mit unseren grünen, bunten Köstlichkeiten die Frühjahrsmüdigkeit, stärkten unsere Abwehrkräfte und hatten Spaß beim Kochen

Ganz nebenbei lernte ich jeden Fleck meiner Wiese genau kennen. Die Pflanzen verrieten mir, wo es am nassesten und wo die Nährstoffe am reichhaltigsten waren und umgekehrt. Mit der Erkenntnis konnte ich planen, welche Pflanzen ich später an welchem Ort kultivieren würde.

Denn das Wichtigste bei der Planung eines Gartens ist die Beschaffenheit des Bodens. Jede Pflanze hat da so ihre eingenen Vorlieben

Wie es weiter ging, erzähle ich später

Eure Barbara, die Waldfrau
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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 64 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Kommentare

02.03.2012 10:49 Paradiesgarten
Super dein Mut !
02.03.2012 12:24 BarbaraKrasemann
Paradiesgarten schrieb:
Super dein Mut !

und hoffentlich steck ich noch viele, auch junge Menschen mit meinem Mut an
05.03.2012 10:34 Paradiesgarten
Waldfrau schrieb:
und hoffentlich steck ich noch viele, auch junge Menschen mit meinem Mut an


So macht Gärtnern Spaß, völlig ohne Zwang, nur mit Liebe !
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