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Gemüsegärtchen
362 mal angesehen
01.04.2012, 09.13 Uhr

Mein lehmiger Weg zum Gemüsegarten

Mein Sohn war 1986 gerade einmal zehn Jahre alt und meinte, er müsse auch gleich mit anpacken, um meiner Wiese wenigstens einige Erdbeeren abzuringen.

Er tat zunächst das einzig Richtige. Er entfernte die Grasnarbe, allerdings nur etwa 2 Quadratmeter. Und wie er sich geplagt hatte!!! Der blanke Lehm verlangte ihm Alles ab. Schweiß gebadet gab er schließlich auf.

Wollen wir mal einen Nachbarn fragen, ob er uns hilft??? Mit einer landwirtschaftlichen Maschine könnte das doch schnell erledigt sein, und auch nicht nur 2 qm.

Ja, der Schorsch kam sofort und pflügte mal eben einen kleinen Teil der Wiese um. Natürlich steckte das Gras immer noch im Boden und schien sich über diese Vitalkur tatsächlich noch zu freuen.

Was meinem Kind nicht klar war, war die Tatsache, dass die Gartenarbeit zwar jetzt begann, dass aber an eine Ernte in seinem Sinne noch sehr lange nicht zu denken war.

Also, nix mit Erdbeeren und Co.?

Ich besorgte mir eine große Portion Saatgut für eine Gründüngung.
Und bald begann mein künftiger Gemüsegarten in bunten Farben zu blühen. Es war ein herrlicher Anblick und die Insekten tummelten sich.

Ich bat den Bauern noch einmal, das Beet umzupflügen und erst im nächsten Frühjahr versuchte ich meine erste Kultur.
Ob das nun der richtige, zweite Schritt war oder nicht, sei dahingestellt.

Durch den sehr strengen Winter waren die groben Lehmschollen etwas krümeliger geworden. Mit Hilfe der eingearbeiteten Pflanzenteile vermehrte sich das Bodenleben und ich wagte im Frühjahr, Kartoffeln zu legen.

Begeisterung fand ich bei meiner Familie zwar nicht, aber es wurde schön grün und blühte dann sogar.
Dabei lernte ich, wie sich ein Rücken anfühlt, wenn man mal eben 150 Quadratmeter, worüber ein Bauer nur müde lächelt, von Hand hackt und die Pflanzen mit der lehmigen Erde versucht anzuhäufeln.

Ja gehts noch? Aller Anfang ist schwer!!! Lehrjahre sind keine Herrenjahre!
Ich war der Lehrling und die Wiese mein Meister. Da musste ich durch!

Irgendwann lernte ich, dass ein Lehmboden etwas Wunderbares war, wenn auch nicht gleich für Kartoffeln.

Und ein ordentliches Erdbeerbeet gab es dann auch bald, auch , wenn meine Gründüngung allein noch nicht reichte.
Alten Mist gab es hier auf dem Land allemal und mein Kompost wuchs ja auch mit der Zeit.

Und heute zeige ich voller Stolz, was auf dieser kleinen Scholle so Alles wächst

Liebe Grüße aus Dixenhausen

Eure Barbara, die Waldfrau
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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 64 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Kommentare

01.04.2012 23:06 Krauthexlein
herrlich, auch wie Du Deine Schwierigkeiten beschreibst. Sag mal, war der Bärlauch aus Deinem Garten oder aus einem Waldstück?
02.04.2012 10:17 Paradiesgarten
Wie ein Tagebuch...
02.04.2012 20:05 BarbaraKrasemann
Krauthexlein schrieb:
herrlich, auch wie Du Deine Schwierigkeiten beschreibst. Sag mal, war der Bärlauch aus Deinem Garten oder aus einem Waldstück?

Der Bärlauch war natürlich aus meinem Garten. Dieses Gartenzimmer nenne ich "Waldgarten" und bin auch ganz stolz, wenn es aussieht, wie die Wälder früher einmal ausgesehen haben.

LG Barbara
02.04.2012 22:39 Krauthexlein
Waldfrau schrieb:
Der Bärlauch war natürlich aus meinem Garten. Dieses Gartenzimmer nenne ich "Waldgarten" und bin auch ganz stolz, wenn es aussieht, wie die Wälder früher einmal ausgesehen haben.

LG Barbara


Schade, dafür ist mein Garten mit seinen 500qm viel zu klein. Sieht aber nicht nur toll aus, sondern ist auch eine richtig gute Idee!!!!!!!!
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