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Aus der Garten-Redaktion

(43 Einträge)

Fenchel Das Gemüsebuch
214 mal angesehen
05.07.2012, 10.31 Uhr

Gemüse-Special: Fenchel (Foeniculum vulgare) - Teil 2

Schädlinge und Krankheiten

Gemüsefenchel ist in deutschen Gärten wenig verbreitet und hat von daher auch noch nicht viele Feinde. In nassen Sommern können Pilzkrankheiten den Pflanzen zusetzen. Um Erkrankungen vorzubeugen, sollte man erst nach drei Jahren wieder auf demselben Beet Gemüsefenchel anbauen und auch eine Fruchtfolge mit anderen Pflanzen aus der Familie der Doldenblütler vermeiden.

Ernten und Lagern

Im Frühjahr gepflanzter Fenchel ist im Sommer erntereif und droht in Blüte zu gehen, wenn man ihn zu lange auf dem Beet stehen lässt. Beginnen Sie deshalb schon mit der Ernte, wenn die ersten Pflanzen noch recht klein sind – dann müssen Sie nicht alle auf einmal verwerten.

Bei der Herbsternte kann man sich etwas mehr Zeit lassen. Wenn allerdings Minustemperaturen angesagt sind, müssen die Knollen vom Beet. Eine kurze leichte Frostperiode kann man auch überbrücken, indem man die Pflanzen mit Vlies abdeckt.
Knollenfenchel können Sie zwei bis drei Wochen im Gemüsefach des Kühlschrankes lagern. Auch einfrieren lässt sich Fenchel unkompliziert, man bereitet ihn dazu küchenfertig zu.
Wenn man das Grün abschneidet (das in der Küche für Salate, Suppen etc. vollständig verwendet werden kann) und die Knollen mitsamt Wurzeln in feuchten Sand einschlägt, halten sie in einem kühlen Kellerraum einige Wochen.

Fenchel in der Küche

Bei Kauf von Fenchel sollten Sie darauf achten, dass er keine stark angetrockneten Schnittstellen hat, das Blattgrün sollte nicht schlapp sein. Dasselbe gilt für Knollen, die Sie aus eigener Ernte im Kühlschrank aufbewahren.

Vor der weiteren Verwendung waschen Sie die Knolle und schneiden eventuell unansehnliche Stellen ab. Fenchel kann roh verzehrt werden, z.B. in einem Salat aus Möhren und Äpfeln, angemacht mit Zitronensaft. Dünn aufgeschnitten, schmeckt er mit einem Dressing aus Olivenöl, Balsamessig und einer Spur Knoblauch. Auch zum Dippen eignet sich Fenchel. Kinder mögen ihn meist lieber roh knabbern. Der Geschmack erinnert ein wenig an Lakritze.
Gegart schmeckt Fenchel etwas weniger intensiv. Er lässt sich wunderbar zusammen mit Zwiebeln in ein wenig Pflanzenöl dünsten und passt gut als Gemüsebeilage zu Fisch und Fleisch. Für Vegetarier ist Fenchel ein sehr vielseitiges Gemüse, da er sich gut mit Sahne und Käse gratinieren lässt.

Einfach, aber lecker schmeckt er außerdem mit oder ohne Schinkenwürfel gedünstet zu Pasta, überstreut mit etwas Parmesan. Fenchel macht sich aber auch gut in Kombination mit Möhren, Chinakohl, Ingwer und Pilzen als asiatisches Wok-Gemüse.

Gesunder Fenchel

Der Fenchel ist ein Klassiker der Volksmedizin. Ihm werden allerlei positive Wirkungen zugeschrieben, er soll anregend und belebend wirken und auch gegen Mundgeruch helfen. Er wirkt harmonisierend auf den Verdauungstrakt und gilt als gute Medizin bei Krampfartigem Husten. Fakt ist, dass die ätherischen Öle, die im Fenchel enthalten sind, sich positiv bei Atemwegsproblemen auswirken und auch bei Blähungen helfen – dies trifft allerdings auf den Gewürzfenchel in einem stärkeren Maße zu als auf den Gemüsefenchel. Letzterer punktet mit seinem hohen Balaststoffanteil sowie dem überdurchschnittlichen Gehalt an Vitamin E und Vitamin C. Fenchel unterstützt die Milchbildung bei stillenden Müttern und wirkt zugleich harmonisierend auf den Darm der Säuglinge, die die beruhigenden Stoffe mit der Muttermilch aufnehmen. Fencheltee hilft unruhigen Kleinkindern, in den Schlaf zu finden und mildert Nervosität.


Aus: Karen Meiyer-Rebentisch: Das Gemüsebuch, blv Verlag
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