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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (83 Einträge)

Schnitzel mit Tomatendeko  - © Oliver Froh - Fotolia.com
597 mal angesehen
07.01.2013, 17.16 Uhr

Tomaten im Winter – wozu?

Tomaten im Winter – wozu?

Welche Tomaten werden im Winter im Hinblick auf die Anzucht, Lagerung und den Transport wohl am nachhaltigsten produziert, die aus Marokko oder die heimischen? In einer Sendung des Bayerischen Rundfunks vom 3. Januar kam heraus, dass die aus Marokko auf ihrem Transport nach Europa weit weniger CO2-Ausstoß verursachen als die in heimischen beheizten Gewächshäusern kultivierten. Die beste Ökobilanz hätten jedoch die hierzulande in einem auf dem Dach installierten Gewächshaus herangezogenen.
Mit Verlaub: Das halte ich für Quatsch! Denn Tomaten benötigen zu ihrer Reife nicht allein Wärme, sondern – wie alle Fruchtpflanzen – vor allem Licht. Je weiter wir nach Norden kommen, desto kürzer sind die Tage im Winter, an Tagen mit Regenwolken oder gar Schneefall wird es mancherorts schon nachmittags um 15.00 Uhr dunkel. Wie sollen da Tomaten noch gesund heranwachsen und reifen? Allenfalls unter Kunstlicht. Aber auch das verzehrt Energie. Die so herangezogenen Tomaten, denen viel Sonnenlicht fehlt, können nie das Aroma im Freien herangewachsener Früchte erzielen. Abgesehen davon muss ein Gewächshaus auch im Winter belüftet werden, damit sich weder Pilzkrankheiten noch Mottenschildläuse ausbreiten. Auch das kostet Energie.
Ich mag jetzt im Winter gar keine Tomaten. Abwechslung auf dem Teller bietet doch nur das zur jeweiligen Jahreszeit gereifte heimische Gemüse. Jetzt gibt es bei uns Grün- und Rosenkohl, Porree, Knollensellerie, Winterradicchio oder Feldsalat, wenn nicht aus dem eigenen Garten so vom Markt aus heimischem Bioanbau. Das möchte ich nur zu dieser Jahreszeit essen! Nach Tomaten dagegen gelüstet es mich erst ab Ende Juni, wenn ich die erste reife Frucht im eigenen Garten pflücken kann.
Von den Tomaten, die es jetzt von wer weiß woher gibt, findet man manchmal ein kleines Stück, neben einem Schnitzel auf dem Teller im Restaurant. Dieses Stück dient wohl eher als Verzierung, denn offensichtlich isst es kein Mensch. Deshalb mein Vorschlag an die Gastronomie: Lassen Sie diese Tomatenstücke doch aus Recyclingkunststoff herstellen. Die kommen dann mit dem schmutzigen Geschirr in die Spülmaschine und können immer wieder verwendet werden. Wenn das nicht nachhaltig ist!

P. S.: Nachdem mir diese Idee gekommen ist, habe ich bei in einem Restaurant einmal getestet, ob ich mit meinem Vorschlag der Tomatenindustrie nicht Unrecht tue. Ich habe auf Pfeffer und Salz verzichtet und besagtes Tomatenstück unverfälscht gegessen: Genau so muss Recycling-Kunststoff schmecken!

Die in meinem Kreativgarten gedeihenden alten und seltenen Tomatensorten finden Sie unter www.gartenschreiber.de
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 68 Jahre,
aus Vaterstetten
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Kommentare

09.01.2013 20:00 geli59
Du sprichst mir aus der Seele!
Wie essen die Deko auch nicht, weil sie eh nur Gift enthält, statt Geschmack!
Aber, wir essen auch kein Schnitzel nach Wiener Art mit Pommes

gg
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