Zur mobilen Version wechseln »
kraut&rübenlandlive.deGartentippsArbeitskalenderGut einkaufenCommunityShopNewsletterworlds of food
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
UploadBlogsTermineMitglieder

Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (87 Einträge)

Kraterbeet Wabenbeet Wabenbeet mit Vlies
1646 mal angesehen
04.03.2013, 16.32 Uhr

Vom Krater zum Wabenbeet

Mich fasziniert es immer wieder, wie im Garten nicht nur Pflanzen, sondern auch Ideen wachsen, oft weit über den Gartenzaun und sogar Ländergrenzen hinweg.
Als ich in den 1970er Jahren von den Hügelbeeten las, legte ich sofort eines an. Es war der reinste Zauberberg für Salate und feines Gemüse. Später baute ich auch Hochbeete und sammelte mit ihnen meine Erfahrungen. Doch dann stieß ich auf einen Lehrer aus dem Siegerland. Der hatte in seinem Garten mehrere von ihm erfundene Kraterbeete angelegt. Die Anregung dazu fand er im Biogarten von Marie-Luise Kreuter. Die berichtete in ihrem Buch über verschiedene biologische Gartenmethoden, darunter von einem Kalifornier, der das so genannte Circle Gardening entwickelt hatte, in dem kraterförmige Beete eine entscheidende Rolle spielten. Durch diese Lektüre fühlte sich der Siegerländer Lehrer wiederum an den Weinbau auf Lanzarote erinnert, wo der Wein innerhalb kraterartiger Steinwälle wächst.

Nun herrscht im südwestfälischen Siegerland ein rauhes Klima. So sah der Lehrer in den Kratern eine Möglichkeit, Frost und Kälte möglichst lange aus der Beetmitte fernzuhalten, wo dann auch empfindliche Gemüsepflanzen gedeihen konnten.
Er schlug einen Kreis von zwei Meter Durchmesser, zog die zuvor gelockerte Erde von innen nach außen, so dass am Rand des Beetes ein kleiner Wall und in der Mitte eine kraterförmige Vertiefung entstand. Darin legte er einen Kreis aus Pflastersteinen an, als Trittpfad und zur Speicherung von Sonnenwärme. Auf dem Wall baute er robuste Arten wie Kohl, Möhren oder Schwarzwurzeln an, in die Mitte des Beets setzte er Tomaten oder Gurken. So schützen die robusten die empfindlichen Gemüsearten.

Ich war von diesen Kraterbeeten begeistert und legte sofort auch eines an. Dann kam ich auf die Idee, das Kraterbeet mit einem Hügelbeet zu kombinieren. Dazu schachtete ich die Erde kreisrund einen Spatenstich tief aus und schichtete wie beim Hügelbeet verschiedene Gartenabfälle auf. Oben formte ich das Kraterbeet. Auch damit hatte ich gute Erfolge.

Als ich schließlich in meinen Reihenhausgarten kam, suchte ich nach einer Lösung, mit geringem Aufwand auf kleinem Raum viel Gemüse anzubauen. So kam ich auf die Idee, das Kraterbeet mit dem Hochbeet zu kombinieren. Da es schwer ist, etwas rundes zu zimmern, kam ich auf die Sechseckform. Ich baute also fünf sechseckige Hochbeete, die ich fortan Wabenbeete nannte. Sie leisteten mir viele Jahre gute Dienste.

Vor zwei Jahren baute ich aus alten Balken ein Wabenbeet in meinem Kreativgarten. Im ersten Jahr wuchsen dort Paprika, umgeben von Kohl und Salaten. Im zweiten Jahr baute ich Möhren, Schwarzwurzeln und Salate darauf an, dieses Jahr sollen dort Erbsen wachsen. Und danach ist es wieder einmal nötig, Erde aufzufüllen. Im Winter baue ich immer eine Haube aus Weiden und Vlies. Darunter gedeihen dann Zichorien und Feldsalat.

Mehr Bilder dazu zeige ich am 11. März um 12 Uhr in Halle C2 auf der Garten München der Messe München Riem. Auch auf meiner Homepage können Sie mein Wabenbeet anschauen [www.gartenschreiber.de]
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

05.03.2013 08:57 Paradiesgarten
Sind Zichorien sowas wie Endiviensalat ???
Danke für Aufklärung
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Zum Seitenanfang