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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (83 Einträge)

Sinnlicher Garten Sinnlicher Garten Sinnlicher Garten
336 mal angesehen
05.03.2013, 15.01 Uhr

Gärtnern mit Herz, Hand und Köpfchen

Reden wir nicht lange drum herum: kein Garten ohne Arbeit! Doch kann nicht auch die Gartenarbeit ein Genuss sein?

Mal anders gefragt: Der Wanderer, der Radfahrer auf einer mehrtägigen Reise, der Ruderer, Paddler, Schwimmer, Jogger – sie alle strengen sich an, oft vergleichsweise mehr als wir bei der Gartenarbeit. Aber keiner von denen würde sich jemals über die Anstrengung beklagen. Sie alle genießen ihre Reisen. Warum also können wir nicht die Arbeit im Garten mit sieben Sinnen genießen!

Mit sieben Sinnen? – Ja, längst hat man herausgefunden, dass des Menschen Sinnlichkeit über die bekannten fünf Sinne hinaus geht. Aber jeder Sinn des Gärtners hat auch etwas mit seiner Arbeit zu tun:
1. Sinn: Sehen. – Zahlreiche Blütenstauden, die unser Auge erfreuen, sind absolut pflegeleicht. Zum Beispiel Akelei: Sie blüht von April bis Mai, behält aber ihr Laub bis in den Herbst hinein und unterdrückt Unkraut. Krank wird sie nie.
2. Sinn: Hören. – Das Summen der Bienen und Hummeln sowie der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind ... Diese Musik macht den Aufenthalt und damit auch die Arbeit im Garten angenehm.
3. Sinn: Riechen. – Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, zahlreiche Rosen und viele Stauden und Kräuter erfüllen den Garten mit ihren Duft. Wer sich bewegt, atmet ihn noch viel tiefer ein.
4. Sinn: Schmecken. – Das erste, halbwegs dicke Radieschen ziehe ich aus dem Boden, wische es an meiner Arbeitshose ab und beiße hinein. Kein Radieschen danach schmeckt besser! Und so geht’s mir auch mit Tomaten, Salat, Himbeeren und Stachelbeeren, Äpfeln, Birnen, Weintrauben und vielen Kräutern. Wer denkt dann noch an Arbeit!
5. Sinn: Tasten. – Ich arbeite nicht gern mit Handschuhen, vor allem nicht beim Pflanzen. Es gibt viel zu fühlen, zum Beispiel den Wollziest, eine anspruchslose Staude mit silberig-wolligem Laub, die sich willig auf dem Boden ausbreitet und Unkraut unterdrückt.
6. Sinn: Temperatur empfinden. – Wir empfinden +5 °C bei Sonnenschein im Winter oft als wärmer als 10 °C bei Regen im Sommer. Auch der Wind spielt dabei eine Rolle. In einem rundum vor Wind geschützten Garten trocknet der Boden nicht so leicht aus, es bleibt länger warm und die Pflanzen gedeihen besser. Auch das spart Arbeit. Halten Sie einmal im Frühjahr ihre Hand dicht über den Boden: Spüren Sie die aufsteigende Wärme?
7. Sinn: Gleichgewicht: Gewiss ist es wichtig, nicht unter körperlichen Gleichgewichtsstörungen zu leiden. Doch ebenso wichtig ist das seelische Gleichgewicht. Und zu dem trägt die Harmonie des Gartens bei. Dies kann bewirken, dass uns auch schwerste Arbeiten nicht zu schwer sind. So habe ich im vergangenen Herbst mit Spitzhacke und Schaufel ein großes und tiefes Loch ausgehoben. Das war schwer. Doch jeden Abend bin ich noch ein paar Mal um das Loch herum gelaufen und habe mich gefreut. Denn vor meinem geistigen Auge sehe ich schon den fertigen Badeteich mit Seerosen und Libellen und meine Frau und mich mittendrin ...

Zu diesem Thema halte ich am Dienstag, den 12. März um 12 Uhr einen Vortrag in Halle C2 auf der Messe „Garten München“ in der Messe München Riem.

Meine beiden sinnlichen Gärten können sie auch auf meiner Homepage besichtigen: [www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 68 Jahre,
aus Vaterstetten
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