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Salbe aus eigener Herstellung
265 mal angesehen
01.06.2013, 23.00 Uhr

Pech macht glücklich?

Mein Pech bewahre ich in einem Schraubglas auf und koche bei Bedarf eine "Harzsalbe" daraus.

Zum Auslichten säge ich im Winter hin und wieder einige Äste von meinen alten Nadelgehölzen ab. Wenn ich Glück habe, bekomme ich dann auch Pech

Pech ist nichts anderes als der Blutungssaft von diesen Gehölzen, der aus dieser Schnittwunde austritt. Man nennt ihn auch Harz.
Dieses Harz ist antibakteriell, entzündungshemmend und heilt Wunden bei Pflanzen, Tieren und natürlich auch bei Menschen.

In einem meiner Bücher habe ich ein einfaches Rezept für eine Salbe mit der Hauswurz geschrieben. Es ist ein gutes Grundrezept, welches man natürlich auch für die Harz- bzw. Pechsalbe anwenden kann.

Man benötigt 80 ml Öl (teils Distel- teils Jojobaöl, ganz nach Geldbeutel)
10-12g feste Fette (teils Bienenwachs, teils Sheabutter)
eine kleine Hand voll Harz (oh, nur nicht anfassen!)

Das Pech wird in einem alten, kleinen Topf mit dem Öl langsam erwärmt, bis die Verunreinigungen auf dem flüssigen Harz schwimmen. (Nicht sprudelnd kochen, nur verflüssigen) Dann schüttet man die Flüssigkeit durch ein altes Metallsieb in ein anderes, kleines Töpfchen, um Holzstückchen und Schmutz von der fettigen Lösung zu trennen. Das Sieb reibe ich sofort mit eingeölten Haushaltstüchern aus.

Das gereinigte Harzöl kann nun mit dem festen Fett verrührt, kurz erhitzt und in einen Tiegel abgefüllt werden. Möchte man eine festere Salbe, löst man im heißen Öl etwas mehr Bienenwachs oder Kakaobutter, bzw. Sheabutter.
Soll die Salbe weicher werden, benötigt man mehr Öl.

Die Wahl der Fette richtet sich nach den persönlichen Vorlieben. Die Inhaltstoffe natürlich auch.

Will ich eine Ringelblumensalbe kochen, nehme ich statt Harz eben die Blüten der Ringelblumen. Hauptsache die heilenden Inhaltsstoffe landen in dem Fett.

Das einzig Gemeine bei der Harzsalbe ist das Harz selber, das sich beim Erhitzen ohne Fett gar fürchterlich mit dem Topf oder Sieb auf Ewig verbinden würde. Man muss unbedingt altes Kochgeschirr verwenden!!!

Sonst hat man zum Schluss doch noch Pech gehabt

Für jeden Zweck immer die richtige Salbe zur Hand
wünscht Euch Eure Waldfrau
offline

Geschrieben von

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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 64 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Schlagwörter

bäume, bienenwachs, blutungssaft, distelöl, fette, harz, jojobaöl, nadelgehölz, öle, pech, salbe

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

03.06.2013 07:22 merlincurry
Schön, was Du so fabrizierst....
Ich hab von einem alten Schweizer im TV ein Rezept gesehen, das war ähnlich. Zu gleichen Mengenteilen Harz, Olivenöl, Wachs und Honig erhitzen.....soll die beste Heilsalbe ergeben, die sogar schlecht heilende und blutende Wunden heilte. Hab mich aber bisher noch nicht darangewagt. Und Danke für den Tip mit dem alten Kochgeschirr !
03.06.2013 11:16 BarbaraKrasemann
merlincurry schrieb:
Schön, was Du so fabrizierst....
Ich hab von einem alten Schweizer im TV ein Rezept gesehen, das war ähnlich. Zu gleichen Mengenteilen Harz, Olivenöl, Wachs und Honig erhitzen.....soll die beste Heilsalbe ergeben, die sogar schlecht heilende und blutende Wunden heilte. Hab mich aber bisher noch nicht darangewagt. Und Danke für den Tip mit dem alten Kochgeschirr !

Mit dem Honig, das klingt auch nicht schlecht.
Wenn Du mal einen Tipp brauchst, mail mich einfach an
LG Barbara
03.06.2013 12:09 merlincurry
Danke !
Du hast mir schon weitergeholfen, indem Du das hier ausprobiert hast. Ich war mir unsicher, ob das überhaupt machbar ist....Harz und Wachs schmelzen...und dann soll auch noch eine Salbe daraus werden....
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