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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (83 Einträge)

Englische Gärten Englische Gärten Englische Gärten
285 mal angesehen
04.06.2013, 09.44 Uhr

Wohltuende englische Gartenkultur

Gerade komme ich von der kraut&rüben-Gartenreise zusammen mit Radio Oberösterreich zurück. Wir besuchten in London die Chelsea Flower Show, die größte Blumenschau der Welt, den nahe gelegenen Chelsea Physic Garden sowie drei kleine Gärten an der Londoner Chiswick Mall, einer Uferstraße, direkt an der Themse gelegen, die zeitweise überflutet wird. Anschließend fuhren wir nach Wales. Dort besichtigten wir an vier Tagen sieben Gärten unterschiedlicher Größe und alle völlig individuell gestaltet.

Wie auf jeder Gartenreise ist mir wieder einmal der erhebliche Unterschied zwischen der deutschen und der englischen Gartenkultur ins Auge gefallen. Während man sich hierzulande in geradliniger, formaler und oft trostloser Gestaltung übt – nicht zuletzt auf Gartenschauen – birgt jeder der öffentlich zugänglichen Gärten auf der britischen Insel gestalterische Überraschungen und Highlights. Das liegt nicht etwa am milderen Klima. Die Unterschiede der Witterung sind, abgesehen vom winterlichen Schnee und Frost, gar nicht so groß wie man glaubt. Das zeigte sich gerade auf dieser Reise in vielen Gärten. Auch hier war es noch kühl, die Vegetation so weit zurück wie bei uns, vor allem in Wales. In manchen Gärten blühten noch Schlüsselblumen aber auch Bärlauch und zahlreiche Blue Bells. In London standen schon die Glycinen und erste Rosen in voller Blüte. In einem Garten sahen wir an einem Waldrand blühende Camelien. Ich schätze, dass etwa 80 Prozent der Stauden und Gehölze, die in England wachsen, hier ebenfalls gedeihen. Nur wird die uns zur Verfügung stehende Vielfalt in unseren Gärten selten genutzt und in den meisten Gartencentern nur ein sehr begrenztes Sortiment angeboten. Bezeichnend ist, dass sich die wenigen in unserem Land abwechslungsreich gestalteten Gärten an englischen Vorbildern orientieren.

Englische Gärten sind einfach mit mehr Fantasie angelegt und liebevoller gepflegt als die meisten deutschen. Sie sind vielseitiger. Exakt geschnittene Eibenhecken bilden einen ruhigen dunklen Hintergrund vor Borders mit üppiger Staudenblüte in harmonisch aufeinander abgestimmten Farben. Kultur und Natur bilden auf der einen Seite einen spannungsvollen Kontrast, gehen aber andererseits allmählich ineinander über.

Obst und Gemüse gedeihen in stilvoll angelegten Küchengärten, die nicht in irgendeiner Ecke versteckt werden, sondern oft den Mittelpunkt einer Gartenanlage bilden. Anstelle von kesseldruckimprägniertem Baumarktschrott werden Pergolen, Zäune, und Rankgerüste aus naturbelassenen Baumstämmen und Haselruten errichtet und die Wege mit Ziegeln oder Kieselsteinen gepflastert. Überall findet man originelle Ideen und liebevoll gestaltete Details. Für uns Besucher ist das Schöne daran: Viele dieser Ideen lassen sich auch in unseren Gärten verwirklichen, und dazu brauchen wir weder viel Platz noch viel Geld.

Ein Eindrücke von meiner Gartenreise in Wort und Bild finden Sie auch auf meiner Homepage : [www.gartenschreiber.de]
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Geschrieben von

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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 68 Jahre,
aus Vaterstetten
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Kommentare

25.06.2013 21:41 krautwusel
genauso habe ich das auch immer wieder erlebt und versuche deshalb auf unserer scholle mir ein stück england rüberzuholen. ich bin england-verrückt,auch im haus sieht das jeder sofort
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