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278 mal angesehen
26.06.2013, 11.43 Uhr

... und dann pachtete ich mir einen Garten

…. Ganzkörper Muskelkater, Schwielen und Blasen an den Händen, Mückenstiche und Dornen im Fuß- das ist also des Gärtners Lohn? Herrlich und unbezahlbar.
Vor allem das Gefühl vor Erschöpfung gleich bewusstlos zusammen zu brechen.
Da ich nicht wusste wo ich überhaupt anfangen sollte (Bauwagen restaurieren, Hütte renovieren, Brunnen auspumpen, Feuerstelle anlegen, Bäume ausschneiden, Pool reinigen, Gemüse-Blumen pflanzen und und und)- setzte ich mich auf den einen meinen Stuhl in die Mitte der Grünen Hölle-machte mir ein Bier auf und versuchte eine Prioritäten Liste im Kopf zu erstellen.
Ich entschied mich fürs Rasenmähen. Also ging ich in die Nachbarschaft und leite mir vor meiner Mutter den Benzinrasenmäher (mein Seitenstreifen ist umgeben von Hohen dichten bäumen das ich erst draußen auf dem Feldweg spürte wie heiß es eigentlich ist- das eine Bier machte mir direkt weiche Knie).
„ Kind das Graß bei dir ist so hoch-da kommste mit dem Rasenmäher nicht weit“- „ und es ist so heiß, genieß es doch erst mal- du hast noch so viel zu tun“….
Ja genau, soviel zu tun und keinen Plan mit was ich anfangen soll…
„ Ich mäh jetzt Rasen“ sagte ich und schob den ca. 20 Jahre alten Mäher rüber zu mir.
Angesprungen ist er gleich- Nur das Graß war so hoch-das einfach gar nix ging. Das Mütter auch immer recht haben,- verdammt.
Nach einer halben Stunde ca. gab ich auf und der Mäher auch. Ich brachte den Mäher zurück, holte mir ein Pferd- und eine Sträucher Petze.
Den Brombeeren Büschen mit ihren Dornen sagte ich den Kampf an (nicht allen, aber denen die gefährlich in Körperhöhe rein wucherten). Äste dicker wie mein Daumen. Und die Dörner selbst so groß wie Schäferhunds Schneidezähne. Die tun arg weh- vor allem im Fuß. Barfuß also nur im sitzen.
Ich petzte mir einen Wolf, der Berg an Geäst wurde immer höher und das Pferd erledigte Brav seinen Job.
Ich holte eine Woche lang tägl. den Ökomäher und den Rest machte der AS-Mäher.
Frisch gemäht und ausgeputzt sah es ganz schön nackig aus und ich vermisste kurz das wilde, Brusthohe Gras.

Es ging weiter mit Brunnen Reinigen- es sollte weiter gehen mit Brunnen reinigen.
Was es doch für merkwürdige Tiere im Regenwasser gibt. Ich versuchte eines dieser Ekelerregenden Tiere mit einem Stöckchen auszufischen und hatte kurz Angst vor dem Mutter Tier das gleich an die Oberfläche kommt. Durch Recherche stieß ich auf „ Rattenschwanzlaven“. Wirklich unheimlich aber leben und leben lassen. Den Brunnen muss ich auspumpen lassen- bei 15m tiefe komm ich mit nem Eimer nicht weit. Vertagt.

Mittlerweile hab ich Gemüse angepflanzt, den Pool gereinigt (der aber nie als Pool von mir genutzt wird-sondern als Terrasse umgebaut wird)-Hauptsache er war mal sauber, das Gartenhäusschen ausgeräumt und geschrubbt, einen ganzen Tag auf der Liege gelegen, Feuer gemacht, Windlichter gebastelt, gegrillt mit Freunden und den Bauwagen von außen gestrichen.

Meine Liste ist noch lange nicht komplett abgehakt, aber ich hab ja auch noch drei Jahre Zeit.
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SeitenstreifenRancherin

SeitenstreifenRancherin

Alter: 35 Jahre,
aus Obernau

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Kommentare

26.06.2013 16:40 Katalin
wow, eine menge arbeit aber du machst das schon richtig: eins nach dem anderen
27.06.2013 05:44 grey
Eine spannende Geschichte.
Du schreibst gut!
Fast war ich mit dabei...
27.06.2013 14:44 Katalin
grey schrieb:
Eine spannende Geschichte.
Du schreibst gut!
Fast war ich mit dabei...


ja, habe ich mir auch gedacht. sie schriebt gut, man ist richtig drinnen
27.06.2013 19:50 maulwurf
tatsächlich, ein richtiger Roman, und was für
einer, ich bin begeistert.
Viele Grüße an Deine Mutter, und wie recht
sie hat.

LG Jürgen
04.07.2013 00:38 WERNERD

Man fühlt und "leidet" fast körperlich mit.
Schön erfrischend "frei Schnauze" geschrieben.
01.09.2013 19:23 elo
Ich freue mich schon auf die nächsten Bilder, denn ich möchte demnächst auch ein Stück Unland auf dem Hof wieder ansehlich gestalten
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