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Holz und Naturstein im Garten

eigene Holz-, Metall- und Steinarbeiten (215 Einträge)

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146 mal angesehen
04.08.2013, 05.02 Uhr

Granit, viel Granit und Wasser, viel Wasser (Teil 3)

Ich bin wieder mittendrin.

Für wen mache ich das denn, wem muß es gefallen?
Na, in erster Linie muß es dem Wasser gefallen, daß
auf die Reise geschickt wird, das angelegte Flußbett
zu passieren, wieder und wieder. Wenn es dem
Wasser gefällt, sieht und hört man es ihm an. Ein
fröhliches Geräusch und das in mein Gesicht zurück-
geworfene glitzernde Sonnenlicht sind der Lohn für
die harte Arbeit.
Damit gefällt es auch mir. Dinge, die mir selbst nicht
gefallen, baue ich nur unter Zwang.
Architekt, Kunde und Nachbarn müssen
gegebenenfalls überzeugt werden, meistens jedoch
ist es nicht nötig.

Was muß ich tun, damit das Wasser seinen Spaß
hat? Ich muß mich beim Gestalten in die Lage
des hinabfließenden Wassers versetzen, im Bachbett
hocken, auch liegen, um den gleichen Blickwinkel
auf Stromschnellen, Kurven, Felsvorsprünge am Ufer
zu haben, gleich einem Motorradfahrer auf einer
kurvenreichen Landstraße. Ich muß flußaufwärts
bauen, aber immer flußabwärts schauen, einzelne
Felsbrocken so positionieren, das scharfe Kanten
immer flußabwärts zeigen und nur gerundete, für
Wasser und Auge angenehme Ansichten sich dem
Wasser entgegenstellen, es einladen, an ihnen
entlangzuschießen, sich an ihnen zu reiben, über sie
zu springen, sich fallenzulassen. Hinter uneinsehbaren
Biegungen dürfen keine Gefahren lauern, nur Dinge,
die den durch Anspannung in Erwartung von
Ungewißheiten gestiegenen Puls wieder herunterfahren.

Ja, so wird das was.

Das Geräusch, das Geräusch ist auch wichtig. Heute
stören ja nicht nur krähende Hähne oder sogar lachende
Kinder, es stören auch plätschernde Bachläufe.
Stromschnellen sind ja auch dazu da, um das Wasser
mit Sauerstoff anzureichern, das geht nicht ohne
Geräusche ab.
Also wird an jedem Töne erzeugenden Hindernis
herumgebastelt, Klangbilder durch Veränderung
der Positionen der Steine optimiert, scharfe, ins Ohr
stechende Laute herausgenommen. Die Laute der
unterschiedlich klingenden Stromschnellen werden
aufeinander abgestimmt, bis das große Instrument
Bach harmonisch gestimmt ist und die Komposition
auf die Umgebung losgelassen werden kann.
Es muß ein Ohrwurm sein , den man jeden Tag
gerne hören mag.

Ja, so würde ich es gerne machen, wenn man mir
die Zeit dafür geben würde. Mein Bestreben ist immer,
dem so nahe wie möglich zu kommen.

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Kommentare

23.09.2013 07:50 grey
Großartiger Text!!!
23.09.2013 16:49 maulwurf
grey schrieb:
Großartiger Text!!!


Ich bemühe mich.
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