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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (88 Einträge)

Franke Franke Franke
798 mal angesehen
05.08.2013, 11.50 Uhr

Die Kunst des richtigen Gießens

Mich nervt es, wenn ich das sehe: Da ziehen in diesen sommerlich heißen und trockenen Tagen die Arbeiter des städtischen Gartenamts dicke Schläuche mit einem Gießrohr hinter sich her, aus dem sie das Wasser dann lustig über die Sträucher, die Rosen und Stauden und einjährigen Blumen verspritzen. (wie auf dem linken Foto). Fünfjährige Knirpse könnten es nicht schlimmer machen! Wenn ich diesen städtischen Bediensteten so zuschaue, habe ich jedoch keineswegs den Eindruck, dass sie unter Zeitdruck stehen und deshalb nur so oberflächlich das Wasser verspritzen. Nein, in der rechten Hand das Gießrohr, in der linken eine Zigarette, schwenken sie in aller Gemütsruhe die Brause mal hier, mal dorthin, mal rauf, mal runter ...

Die Pflanzen haben wenig davon. Das Wasser perlt von den Blättern ab. Bei Hitze können die Blätter sogar Verbrennungen erleiden, denn die Wassertropfen wirken wie ein Brennglas. In den Wurzelbereich der Pflanzen gelangt dagegen wenig. Dabei würde richtiges Gießen viel Wasser und Zeit sparen.

In meinem Garten gieße ich wenig. Zwischen dem Gemüse und auf anderen freien Stellen säe ich Perserklee aus, der den Boden bedeckt und lange Zeit feucht hält. Tomaten, Gurken, Kürbis und Zucchini, die viel Wasser brauchen, zuweilen auch manche andere Pflanze versorge ich normalerweise aus der Gießkanne. Doch während dieser trockenen und heißen Tage muss auch ich immer wieder einmal zum Schlauch greifen. Ich drehe den Hahn nur wenig auf, so dass das Wasser nur sanft aus der Brause regnet. Dann nehme ich mir auf dem Beet eine Hälfte oder einen Abschnitt vor, auf dem ich die Brause etwa 20 Zentimeter über dem Boden entlang führe (mittleres Foto). Zunächst benetze ich die Erde nur leicht, dann wiederhole ich den Vorgang und wässere die Erde intensiv. Danach gieße ich die andere Hälfte. Auf die Pflanzen gelangen dabei allenfalls nur hier und dort versehentlich ein paar Tropfen. Doch diese Wasserversorgung hält lange vor. Der Boden bleibt so lange feucht, dass ich selbst bei Höchst-Temperaturen von 35 °C getrost einige Tage auf wiederholtes Gießen verzichten kann.

Am Fuß der Gemüsepflanzen, die viel Wasser brauchen, habe ich je einen zwölfer Tontopf eingesenkt. Durch den dünge ich sie mit 1:10 mit Wasser verdünnter Brennnesseljauche. So vermeide ich, dass beim flüssigen Düngen die Wurzeln freigespült werden. Doch auch beim Gießen halte die Brause mal kurz in die Töpfe, aus denen das Wasser dann langsam versickert (rechtes Foto). Durch meine gründliche Art zu gießen spare ich viel Wasser und Zeit, und meine Pflanzen danken es mit mir reicher Blüte und Früchten.

Wenn das doch mal ein Gartenamtsleiter seinen Leuten beibringen könnte ...

Besuchen Sie auch meine Homepage: [www.gartenschreiber.de]


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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

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Kommentare

09.08.2013 17:59 GartenMonika
Ja, das ist so wahr, wenn nur viele den Artikel hier lesen ... zumindest haben sie die Chance, es auch richtig und gut zu machen. Ich muss gleich auf meinen Blog hier unser schönes Herz aus Eisen zeigen, das ganz toll den Schlauch in verschiedener Höhe und Richtung hält.
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