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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Gartenjournalist und Autor (88 Einträge)

Schwimmteich Kategorie 5 Aufwendige Pump- und Filteranlage In meinem Badeteich
193 mal angesehen
27.08.2013, 11.54 Uhr

Technik im Schwimmteich – wozu?

Die ersten Schwimmteiche entstanden in Deutschland und Österreich im Jahr 1983. Ihr Prinzip: Dem Badebereich ist eine ebenso große Vegetationszone angegliedert, in der die Wasserpflanzen das Wasser reinigen. Der Austausch des Wasser zwischen beiden Zonen erfolgt durch die Bewegungen der Schwimmer. – Ihr Wasser wurde seither nie gewechselt und ist noch heute glasklar.
Inzwischen werden aber immer mehr Umwälz- und Filteranlagen in die Schwimmteiche eingebaut. Die Wasserpflanzen spielen bei diesen sehr hoch technisierten Teichen nur noch eine untergeordnete Rolle. Doch, braucht man diese Teichtechnik? – Für die Kunden der Garten- und Landschaftsbaubetriebe ist das eher verwirrend als klärend.
Aus diesem Grund haben die Verbände der Schwimmteichbauer die Bauweisen nach dem Ausmaß der Technik in fünf Kategorien eingeteilt, die dem Laien eine ungefähre Orientierung bieten sollen.

Kategorie 1: Schwimmteich Pur Natur

Auf Teichtechnik wird ganz verzichtet. Der Anteil der Vegetationszone beträgt mindestens 50 Prozent. Unterwasserpflanzen, Schwimmpflanzen und Repositionspflanzen reinigen das Wasser. Die Pflege beschränkt sich auf einmaliges Zurückschneiden der Wasserpflanzen pro Jahr sowie gelegentliches Absaugen der Sedimente im Schwimmbereich.

Kategorie 2: Schwimmteich mit wenig Technik

Wie Kategorie 1, doch außerdem sorgt eine Pumpe für eine leichte Oberflächenströmung, die Laub u. a. Verunreinigungen einem Oberflächenabsauger zutreibt. Der muss wöchentlich gereinigt werden.

Kategorie 3: Schwimmteich mit mittlerer Technik

Die Wasserpflanzenzone beträgt nur noch 45 Prozent der gesamten Oberfläche. Eine Pumpe mit einer Leistung von ca. 10.000 Liter pro Stunde läuft läuft 10 Stunden pro Tag, verteilt Sauerstoff und Nährstoffe und führt Verunreinigungen den Überlaufrinnen und Skimmern zu. Pflege wie Kategorie 2, allerdings umfangreicher.

Kategorie 4: Schwimmteich mit viel Technik

Die Wasserpflanzenzone beträgt 40 Prozent und spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Eine oder zwei Pumpen mit einer Leistung bis zu 15.000 l/h befördern das Wasser 18 bis 24 Stunden am Tag durch Filter, die mit Bakterien besetzt sind. Sie müssen wöchentlich gereinigt und außerdem Sedimente in allen Bereichen Teichs abgesaugt werden. Ebenso ist regelmäßiger Rückschnitt der Pflanzen erforderlich.

Kategorie 5: Naturpool

Schwimmteiche dieser Kategorie sind eher Swimmingpools. Nur wenige Pflanzen sind in einem Filter oder Klärteich außerhalb des Pools angeordnet. Wöchentlich müssen alle Sedimente abgesaugt, die Filtermedien gereinigt und regeneriert werden.

Kosten und Pflegeaufwand steigen mit dem Anteil der eingesetzten Technik. Vernachlässigt man die Pflege der Filter, kann die Technik zum Bumerang werden. Dann gelangen die Phosphate zurück ins Wasser, was in kurzer Zeit zur Algenblüte und zum Umkippen des Wasser führen kann.
Das Wasser in meinem kleinen Badeteich, ist glasklar, ganz ohne Technik! Gelegentlich fische ich ein paar Algen heraus. Wenn sich Wasserpest, Hornkraut und andere Wasserpflanzen ausgebreitet haben, können sie ihre reinigende Aufgabe voll und ganz erfüllen, und die Pflege bleibt gering.

Die fünf Kategorien von Schwimmteichen habe ich mit Beispielen in meinem Buch Der Traum vom eigenen Schwimmteich, erschienen im blv Verlag München, ausführlich erläutert. ISBN 978-3-8354-0363-5.
Den Bau meines Badeteiches habe ich auch unter [www.gartenschreiber.de] beschrieben.
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WolframFranke

WolframFranke

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