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Mein Küchen-Karteikasten

Elisabeth Melzers Blog (95 Einträge)

Tomatenrisotto Tomaten-Frittata Tomaten-Fenchel-Suppe
703 mal angesehen
05.09.2013, 14.02 Uhr

Bühne frei für Balkon-Tomaten

Im März rückte meine Kollegin Katja mit einem Stapel weißer Tütchen im Büro an, um für mich Cocktail-Tomaten auszusuchen. Aus jedem der ausgewählten Tütchen drückte sie mir ein paar winzige, plattgedrückte und mit Papier verklebte Samen in die Hand. Als ich ein Häufchen Samen auf der Handfläche liegen hatte, kaum so groß wie ein Zwei-Cent-Stück, sagte Katja bestimmt: „Das reicht!“, und packte zusammen. „Ganz schön sparsam, die Dame!“, dachte ich mir. Und außerdem: „Ich bin ja mal gespannt, was daraus werden soll.“

Immerhin kaufte ich mir ein Mini-Gewächshaus, bestehend aus einer Presspappe mit 24 Vertiefungen, einer Plastikschale als Untersatz und einem durchsichtigen Kunststoff-Deckel. Damit hätte ich bei Totalausfall nicht allzu viel in den Sand gesetzt. Dann fieselte ich die Samen auseinander, setzte in jede der Vertiefungen einen davon mit etwas Erde. Ich vergaß allerdings die Sortennamen anzubringen. Nicht absichtlich. Aber weil es bekanntlich keine Zufälle gibt, gestand mir meine Kollegin später, dass sie diese zuvor auch schon vertauscht hatte. Zurück auf Null.

Die Sämchen sorgfältig zu wässern, vergaß ich nicht. Und siehe da: eine Woche später begann die Erde zu bröckeln, und die ersten grünen Blattspitzen lugten vorwitzig ins Freie. Nach weiteren zwei Wochen waren alle 24 Samen aufgegangen und die Töpfchen eindeutig zu klein. Jetzt besaß ich 24 junge Tomaten-Pflänzchen, die ich in größere Töpfe umpflanzen konnte, und die alsbald mein Wohnzimmer dominierten.

Ende Mai brachte ich die Pflanzenkinder tagsüber ins Freie und abends holte ich sie wieder in die gute Stube. Gleichzeitig suchte ich händeringend nach Abnehmern, denn die Pflanzen waren reif für einen erneuten Umzug, und wer kann schon 24 Tomatenstauden auf 6 Quadratmeter Balkon großziehen. In die Tonne treten wollte ich soviel Fürsorge aber beim besten Willen nicht. Irgendwann – es war gar nicht so einfach – hatte ich die Verschenk-Aktion abgeschlossen, drei Pflanzen habe ich selbst behalten.

Den dreien auf meinem Balkon geht es blendend. Es sind tatsächlich Cocktail-Tomaten dabei herausgekommen, verschiedene Sorten: kleine kugelrunde, etwas größere runde und schwarz-gefleckte ovale Tomaten. Welche, weiß ich nicht und Katja ebenso wenig, aber sie schmecken einfach wunderbar. Ob wegen der vielen Sonne in diesem Jahr, wegen der guten Pflege oder weil „eigentlich alles schön ist, was man mit Liebe betrachtet“(Christian Morgenstern) –, es tut nichts zur Sache.

Meine Stauden liefern seit Wochen täglich reife Tomätchen, mit denen ich vorzugsweise Salate und Teller dekoriere. Nicht ohne zu erwähnen, dass es sich um Eigenbau handelt. Ansonsten gibt es gerade jede Menge wunderbar schmeckende Tomaten in allen Farben und Formen zu kaufen, ebenso preisgünstige Bio-Tomaten, um einige Lieblings-Rezepte mit Tomaten aus meinem Küchenkarteikasten in Szene zu setzen.

Gutes Gelingen beim Nachkochen und guten Appetit!


Tomaten-Risotto

Zutaten für 4 Portionen: 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 500–600 g Tomaten,
300 ml Tomatensaft, 400–500 ml Gemüsebrühe, 3–4 EL Olivenöl, 50 g schwarze Oliven, 100 ml trockener Weißwein, 200 g Risotto-Reis (Vialone, Arborio, Carnaroli), 20 g kalte Butter, 100 g Parmesan oder Grana Padano, gerieben, Salz, Pfeffer,
20 Basilikumblätter


• Zwiebel fein würfeln, Knoblauch hacken.
• Tomaten würfeln, Stilansätze dabei entfernen.
• Tomatensaft zusammen mit dem Fond in einem Topf aufkochen.
• Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig dünsten, Reis zugeben, kurz anbraten, mit Wein ablöschen und etwas einkochen.
• Gehackte Tomaten mit dem ausgeronnenen Saft unterrühren, kurz mitdünsten.
• Tomatenfond angießen, sodass der Reis knapp bedeckt ist.
• Das Risotto offen und unter Rühren garen, immer wieder Fond nachgießen, wenn dieser aufgesogen ist. Es dauert etwa 18–20 Minuten, bis der Reis gar aber noch bissfest ist.
• Butter, Parmesan, Oliven und geschnittenes Basilikum unterrühren, Risotto mit Salz, und Pfeffer abschmecken. Mit Basilikum garnieren.

Tomaten-Frittata

Zutaten für 4 Portionen: 3–4 Pflaumen- oder Eiertomaten, einige kleine, bunte Cocktailtomaten, 5–6 Eier, 3 EL Parmesan, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 3–4 EL Olivenöl

• Tomaten in Scheiben schneiden, kleine halbieren oder vierteln, Knoblauch fein hacken oder durchpressen.
• Eier in einer Schüssel verquirlen, Parmesan und Knoblauch unterrühren, mit Salz, Pfeffer und nach Belieben mit Cayenne oder Rosenpaprika abschmecken.
• Olivenöl in beschichteter Pfanne erhitzen, Eiermasse hineingeben.
• Wenn die Masse zu stocken beginnt, Tomaten auf der Frittata verteilen und bei geringer Hitze 10 Minuten backen, mit groß- oder kleinblättrigem Basilikum garnieren.
• Auf einen großen Teller gleiten lassen oder in der Pfanne vierteln und heiß servieren – zum Brunch oder mit einem grünen Salat als Hauptgericht

Tomaten-Fenchel-Suppe

Zutaten für 4 Portionen: 1 Zwiebel, 400 g Fenchelknolle mit Grün, 3–4 vollreife Strauch-Tomaten, 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1 TL milder Honig, 500–600 ml Gemüsebrühe, 100 ml Schlagsahne, evtl. 2 cl Pernod oder anderer Anisbranntwein (Ouzo), nach Belieben 100 g Krabben,
Knoblauch-Croûtons: 2–3 Knoblauchzehen, 3 Scheiben Toast, Baguette oder 2 Brötchen


• Zwiebel abziehen, hacken. Fenchel putzen, das Grün beiseitelegen, Knollen und Tomaten würfeln.
• Zwiebel in Öl andünsten, Fenchel zufügen und andünsten, Tomaten zufügen, Gemüsebrühe angießen, 20 Minuten köcheln, bis der Fenchel gut weich ist.
• Mit dem Mixstab pürieren, Sahne unterrühren, die Suppe mit etwas Honig, Salz, Pfeffer und eventuell Pernod (Ricard, Pastis, Ouzo) abschmecken.
• Krabben in die Suppe geben und erwärmen.
• In der Zwischenzeit Knoblauchzehe durchpressen, Toastbrot würfeln, in Butter und Knoblauch in der Pfanne goldbraun rösten.
• Tomaten-Fenchel-Suppe mit den Croûtons in Suppentellern anrichten, mit Fenchelgrün garnieren.

Tomaten-Marmelade

600 g Tomaten, 2 kleine Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 1 EL Olivenöl, 100 g Zucker oder Gelierzucker, 4 EL weißer Balsamico, 4 EL frisch gehacktes Basilikum, Salz, Pfeffer aus der Mühle

• Tomaten-Stilansatz entfernen, kreuzweise einschneiden und kurz in kochendes Wasser legen, kalt abschrecken, häuten und vierteln, Kerne und das wässrige Fruchtfleisch entfernen.
• Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln und in Olivenöl andünsten. Zucker und Tomaten dazugeben, mit Essig ablöschen. Alles bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln.
• Basilikum fein hacken und unterrühren. Marmelade mit Salz und Pfeffer abschmecken und in kleine, saubere Schraubgläser füllen.
• Die Tomatenmarmelade schmeckt als Dip zum Käse oder als Brotaufstrich und hält verschlossen bis zur nächsten Saison, offene Gläser sollten Sie im Kühlschrank aufbewahren.


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ElisabethMelzer

ElisabethMelzer

Alter: 62 Jahre,
aus München

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