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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (87 Einträge)

Clematis Cassandra Steckling Clematis Cassandra, Wurzelballen Clematis Cassandra blühend
214 mal angesehen
08.10.2013, 11.10 Uhr

Verführerische Cassandra

Denkt man an die Eigenschaft der Kassandra aus der griechischen Mythologie, Unheil vorauszusagen, dann ist meine ‘Cassandra’ das krasse Gegenteil davon. Dass sie Männer umgarnen kann, stimmt. Sie ist einfach bezaubernd. Doch mich hat sie bisher noch nicht abgewiesen, sondern reich belohnt. Sie zieht übrigens – anders als die antike Kassandra – auch Frauen an. Meine jedenfalls.

So ist nicht ganz zu verstehen, warum diese einzigartig schöne Clematis-Heracliefolia-Hybride den Sortennamen ‘Cassandra’ bekommen hat – der, wenn auch im Gegensatz zu dem altgriechischen Vorbild mit „C“ geschrieben – den gleichen Ursprung hat. Ein alter Gärtner hat mir diese Staudenwaldrebe vor vielen Jahren einmal geschenkt. Ich gab ihr einen Platz auf dem Staudenhochbeet in unserem Hausgarten. Dort bekommt sie Morgensonne und steht ab Mittag im Schatten. Die Erde ist reichlich mit Kompost versorgt. Die ‘Cassandra’ ist inzwischen zu einer üppigen Staude von über einem Meter Höhe herangewachsen. Ab Juli läuft sie zur Hochform auf. An den Trieben zeigen sich leuchtend blaue Blüten, deren Anzahl im Laufe der darauf folgenden Wochen und Monate zunimmt. Die letzten sind bei mir in der vorigen Woche verblüht.

Ihrem verführerischen, an Jasmin erinnernden Duft kann sich niemand entziehen. Auf dem Staudenhochbeet bietet sie mir ihre üppigen Reize in Nasenhöhe. So lasse ich mich gern von meiner ‘Cassandra’ umnebeln. Doch nicht nur ich fühle mich zu ihr hingezogen. Auch zahlreiche Bienen und andere Insekten finden sich auf ihr zum lustvollen Nektarschlecken ein.

Im Gegensatz zu den meisten, kletternden Waldreben ist Clematis heracliefolia eine Staude. So zieht auch meine ‘Cassandra’ ihre Triebe nach der Blüte ein.
Gott sei Dank lassen die Schnecken, von denen es in unserem Garten viel zu viele gibt, die kräftige Staude in Ruhe. Auch die jungen Austriebe verschonen sie. Da ‘Cassandra’ einen kräftigen, pfahlwurzelartigen Wurzelstock hat, kann man kaum teilen. Sie lässt sich aber leicht durch Stecklinge vermehren. Wenn die Triebe etwas verhärtet sind, schneidet man einen Trieb ab und wählt ein etwa bleistiftlanges Stück mit zwei Stengelknoten. Das steckt man ein einen Blumentopf mit einem Gemisch aus reifem Kompost und Sand. Nicht jeder Steckling bildet sogleich Wurzeln, deshalb empfiehlt es sich mehrere Stecklinge zu stecken. Oft fangen auch diese Stecklinge schon an zu blühen. Sobald sie die Erde im Topf durchwurzelt und einen Ballen gebildet haben, können sie ausgepflanzt werden.

Andere Stauden, Kräuter und Rosen in meinen beiden Gärten sehen sie auch auf meiner Homepage [www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

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