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Elisabeth Melzers Blog (86 Einträge)

Kürbiscremesuppe Kürbis-Chutney Kürbiskuchen
815 mal angesehen
31.10.2013, 10.23 Uhr

Kürbisküche: Süßes oder Saures!

Vor einiger Zeit hatten wir Besuch von einem südamerikanischen Freund, für den ich eine Kürbissuppe zubereitete. Aus seiner guyanesischen Heimat kannte Montgomery die gelben Riesen nicht, und in den Vereinigten Staaten, wo er mittlerweile mit seiner Familie lebt, waren sie ihm bislang nur als Halloween-Geister untergekommen.

Dass diese Kürbisse essbar sind, empfand er als eine kleine Sensation. Dass man aus dem Herbstgemüse aber auch Kerne und Öl gewinnt und alle drei zu einem köstlichen Gericht kombiniert, das konnte Monty kaum fassen. Noch Tage nach der Kürbissuppe begeisterte er sich für diese Komposition. Die ‚Pumkinsoup with pumpkin-seeds and pumpkin-oil’ wurde zwischen uns schnell zum running gag, zum Dauerwitz, für alles, was deutsche Effizienz ausdrücken sollte.

Dass Kürbiskerne aus speziellen Ölkürbissen gewonnen werden, deren Fleisch bei der Gewinnung von Kernen oder Kernöl als Abfall auf den Feldern der Steiermark bleibt, habe ich dem Freund wohlweislich verschwiegen. Sagen wir, um ihm die Freude nicht zu verderben. Essen könnte man das Kürbisfleisch schon, aber es gibt eben schmackhaftere Sorten. Auch das ist etwas Typisches für den Konsum hierzulande. Aber nicht witzig.

Dass es sich mit Kürbissen vorzüglich schlemmen lässt, steht jedenfalls fest. Ich kenne Menschen, die im Herbst zum Kürbisfest einladen und von der Vorspeise bis zum Dessert alles mit Kürbis zubereiten. Langweilig? Keineswegs! Ob Suppe, Salat, Risotto, Gratin, Lasagne oder Quiche – Kürbisse sind enorm anpassungsfähig. Und als Party-Mitbringsel zum Kürbisfest eignet sich Kürbis-Chutney. Das passt prima zu allen Reisgerichten, zu Fleisch und zur Käseplatte und schmeckt mir besser als süß-sauer eingelegter Kürbis, den eigentlich nur meine Mutter richtig gut zubereiten konnte. Und wenn zum Gruselfest Halloween kleine Hexen und Teufel ‚Süßes oder Saures’ fordern, können Sie lässig Süßes und Saures vom Kürbis auf den Tisch zaubern.

Kürbiscremesuppe

Zutaten für 4 Teller:
1 kg Kürbis (Muskat, Hokkaido), 2 Schalotten, 20 g Butter, etwas frischgemahlener Pfeffer, 1 TL Curry, 1 Messerspitze Chili oder Cayennepfeffer, 1 Becher Sahne (200–250 ml), 600–700 ml Gemüsebrühe, Saft von 1 Orange, 1–2 EL Crème fraîche, Salz
Zum Dekorieren: 3–4 EL Kürbiskernöl, 2 EL Kürbiskerne


• Feingeschnittene Schalotten in Butter glasig dünsten, gewürfeltes Kürbisfleisch zugeben und kurz mitschwitzen.
• Gewürze zufügen, mit Gemüsebrühe ablöschen und köcheln, bis der Kürbis weich ist.
• Mit dem Mixstab pürieren, Sahne zufügen und mit Orangensaft, Sauerrahm und Salz abschmecken.
• Die Suppe in die Teller füllen, mit etwas Kürbiskernöl begießen und geröstete Kürbiskerne darüberstreuen.

Kürbispüree

Zutaten für 4 Portionen:
700 g Kürbisfleisch (Hokkaido, Riesenkürbis, Butternuss), 1 Bio-Zitrone, 2 Zwiebeln, 20 g Butter, 2 TL Curry, 200 ml Gemüsebrühe, 4 EL Saure Sahne, 2 EL gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer, frisch gemahlen


• Den Kürbis in 2 cm große Würfel schneiden. Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen, abreiben und auspressen.
• Die Zwiebel würfeln und in der Butter mit 1 EL Wasser goldgelb braten. Zuletzt den Curry einige Sekunden mitrösten.
• Den Kürbis, die Zitronenschale und die Gemüsebrühe dazugeben.
• Das Gemüse in 12–15 Minuten weichdünsten.
• Den Kürbis mit dem Schneidestab pürieren.
• Crème fraîche, Saure Sahne und Petersilie unterrühren.
• Das Püree mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und mit dem Schneidstab kurz durchmixen.
• Passt zu Braten oder Steak ebenso gut wie zu Getreidebratlingen.

Kürbis-Chutney

Zutaten für 4 Gläser à ½ l Inhalt:
750 g Kürbis, geschält und gewürfelt, 3–4 g Äpfel (350–400 g, gewürfelt),
30 g Ingwer, in feinen Scheiben, je 1 EL gelbe und schwarze Senfkörner,
1 Chilischote, fein gehackt, ½ l Apfelessig, 250 g brauner Zucker, 1 TL Salz


• Zutaten bis auf Zucker und Salz in einen Topf geben, vermischen und 20–25 Minuten kochen, bis der Kürbis knapp weich, aber noch nicht musig ist.
• Zucker und Salz zufügen, aufkochen und unter Rühren den Zucker lösen. Der Zucker verhindert, dass die Zutaten noch weicher werden. Soll es weich sein, die Zutaten vor Zucker-Zugabe noch eine Weile länger kochen.
• 1 Stunde leicht köcheln lassen, bis die meiste Flüssigkeit verdampft ist. und das Chutney eingedickt. Oft umrühren, damit nichts anbrennt.
• Heiß in sterilisierte Gläser füllen und verschließen. Das Chutney schmeckt nach
4 Wochen und wird durchs Lagern nur besser. Es passt zu Fleisch, insbesondere Lamm, zu kaltem Braten, Käse und Reis- sowie Curry-Gerichten.

Kürbiskuchen


Zutaten für eine Springform von 26 cm:
150 g Zucker, 4 Eier, ½ Zitrone, Saft und Schale, 50 g Honig, 1 Messerspitze Zimt, 250 g Kürbisfleisch, geraffelt, 150 g gemahlene Mandeln, ½ Päckchen Backpulver, 100 g Vollkornmehl (Dinkel, Weizen)
Glasur: 100 g Puderzucker, 1 EL Obstbrand, Saft von ½ Zitrone, 1 EL Wasser


• Zucker und Eier schaumig rühren.
• Zitronensaft und Honig etwas erwärmen, zufügen, übrige Zutaten untermischen.
• Teig in eine gefettete Backform geben.
• Den Kuchen im vorgeheizten Backofen 55–60 Minuten bei 175 °C backen.
• Etwas abkühlen lassen. Zutaten für die Glasur verrühren und auf dem noch lauwarmen Kuchen verstreichen oder den Kuchen dick mit Puderzucker bestreuen.



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ElisabethMelzer

ElisabethMelzer

Alter: 61 Jahre,
aus München
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