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Erntezeit ist jetzt Erntezeit ist Mai und September
409 mal angesehen
06.01.2014, 10.27 Uhr

Pappeln und ihre Folgen

Wer mich kennt, weiß, ich bin eine Baumsammlerin. Diese Leidenschaft begann im Kindesalter und hat mich bis heute im Griff, ohne Rücksicht auf Verluste
Warum??? Naja, wer hat schon einmal in einem Hausgarten eine Pappel gesehen? Niemand! Wie kann man auch sooo blöd sein!!

Ich schon Zwei Folgen, die man zu erwarten hat, wenn man eine Pappel pflanzt, liebe ich.
1. Ich kann im Winter den Baum beernten
2. Nach 20-25 Jahren kommen sie meist von selbst, die leckeren Espenbraunkappen. Die schmecken sehr fein und bringen im Frühsommer und im Herbst reiche Ernte.

OK, letzteres war nicht geplant, ich war wirklich sehr überrascht, als ich diese malerischen Pilze zum ersten Mal hier in meinem Garten entdeckte. Sorry, nicht ich hab sie entdeckt, es waren Gartengäste, die plötzlich mein künstlerisches Geschick in Sachen Töpfern, vermuteten. Diese Pilze sahen aus, wie getöpfert. Erst, als sie einen Pilz aus Neugier umwarfen, stellten sie die Echtheit fest.

Es war ein herrliches Geschenk der Natur. Heute sperre ich diesen Bereich etwas ab, nur symbolisch zwar mit einem Strick, aber deutlich machend: Die gehören mir! Ich möchte sie selber essen!

Aber was sieht der Fachmann noch auf dem Pilzfoto? Es ist etwas, was jeden Kleingärtner zum Wahnsinn treiben würde. Überall im Umkreis von`etlichen Quadratmetern sprießen viele, kleine Wurzelausläufer aus der Erde, hunderte kleiner Jungpappeln. All jene Flug-Sämlinge nicht mitgerechnet Das bedeutet sehr viel Arbeit. Ignoriert man die Winzlinge, steht man in 20 Jahren in einem Pappelwald.

Eine andere Pappel, die es nicht so wild mit ihren Wurzelausläufern treibt, vorausgesetzt, man macht im Wurzelbereich keine Bodenarbeiten, ist die Balsampappel.

Leider findet man sie eher in Österreich und der Schweiz. Da weiß man noch, wie gesund sie ist. Diese Pappel wird von den Menschen im Winter und von den Bienen im Frühjahr beerntet.

Unmittelbar vor dem Öffnen der Blattknopsen tritt ein gelbes, zähflüssiges Harz aus den Knospenspitzen. Die Bienen sammeln es ein und verkleben damit ihre Waben. Reichhaltige Inhaltstoffe des Harzes verhindern Infektionen und Pilzbefall des Stockes.

Wenn ich nun meine Balsampappel im Garten anschaue, wird es wieder Zeit, die Krone zu stutzen und Knospen zu ernten. Das mache ich alle zwei Jahre.
Ich halte mit diesem Schnitt den Kronendurchmesser auf etwa vier Meter.

Jahr für Jahr werden durch dieses "Schnaiteln", so nannte man früher die Laub- und Knospenernte, die Knospen immer größer und harzreicher.

Der Duft des Harzes erinnert an Wald und Bienenwachs. Man gewöhnt sich schnell daran, wenn man erkennt, wie wertvoll es ist.

Ich stelle daraus heilende Salben und Tinkturen her. Sogar ein tolles Nusskuchenrezept hab ich entwickelt. Da werden einige Knospen zusammen mit Nüssen im Fleischwolf fein gemahlen und mit eingebacken, urgesund und lecker

Ist die Natur nicht toll..... man muss sie nur entdecken

Viel Spaß beim Pappelentdecken und Ausprobieren

Eure Barbara, die Waldfrau



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BarbaraKrasemann

BarbaraKrasemann

Alter: 63 Jahre,
aus Thalmässing OT Dixenhausen
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Kommentare

06.01.2014 13:49 gingko77
Darf man die Pappeln auch in der "freien Natur"
be-ernten oder ist das verboten?
Die Idee mit den Knospen und Nüssen durch den Fleischwolf klingt genial ...
... muss ich unbedingt ausprobieren!
06.01.2014 14:23 BarbaraKrasemann
gingko77 schrieb:
Darf man die Pappeln auch in der "freien Natur"
be-ernten oder ist das verboten?
Die Idee mit den Knospen und Nüssen durch den Fleischwolf klingt genial ...
... muss ich unbedingt ausprobieren!

Kennst Du in Deiner Umgebung einen Standort mit Balsampappeln? Wenn Du es mit anderen Pappeln versuchst, erzählst Du mir von dem Ergebnis?
LG Barbara
06.01.2014 23:08 ail
wow, das ist mir neu! Hier gibt es noch einen großen Bestand Schwarzpappeln. Pilze habe ich darunter bisher noch nicht gefunden.(auch noch nicht gesucht)Mit den Knospen gibt es ein Problem: Alle Bäume sind riesg- mindestens 15 Meterr hoch- mist....
07.01.2014 09:31 BarbaraKrasemann
ail schrieb:
wow, das ist mir neu! Hier gibt es noch einen großen Bestand Schwarzpappeln. Pilze habe ich darunter bisher noch nicht gefunden.(auch noch nicht gesucht)Mit den Knospen gibt es ein Problem: Alle Bäume sind riesg- mindestens 15 Meterr hoch- mist....

Genau das ist der Grund, weshalb die Ernte-Pappeln von Anfang an immer geschnitten werden - den Bienen ist es ja egal
07.01.2014 10:20 gingko77
Waldfrau schrieb:
Kennst Du in Deiner Umgebung einen Standort mit Balsampappeln? Wenn Du es mit anderen Pappeln versuchst, erzählst Du mir von dem Ergebnis?
LG Barbara

Ach so, das "Rezept" gilt nur für "Balsam"-Pappeln
Es gibt hier in der Nähe eine schöne Pappel - Allee, aber ob das "Balsam"-Pappeln sind ...
Nun muss ich mich erst mal genauer informieren, woran man diese erkennt ...
LG von MOMO
07.01.2014 10:24 BarbaraKrasemann
gingko77 schrieb:
Ach so, das "Rezept" gilt nur für "Balsam"-Pappeln
Es gibt hier in der Nähe eine schöne Pappel - Allee, aber ob das "Balsam"-Pappeln sind ...
Nun muss ich mich erst mal genauer informieren, woran man diese erkennt ...
LG von MOMO

Man wird es riechen können. Das kräftigste Aroma haben die Balsam-Pappeln, aber andere dürften schon auch den Duft nach Wald und Wachs haben, etwas schwächer halt
10.01.2014 16:06 maulwurf
Ja, und was machen wir aus dem
Holz, dem weichen?

Der Mollenhauer haut Mollen.
Der Holzpantinenmacher macht Holzpantinen.
Der Schnitzer schnitzt.

Und was machen wir daraus, Zellulose
und Wärme?

wie kreativ...............
13.01.2014 11:09 BarbaraKrasemann
maulwurf schrieb:
Ja, und was machen wir aus dem
Holz, dem weichen?

Der Mollenhauer haut Mollen.
Der Holzpantinenmacher macht Holzpantinen.
Der Schnitzer schnitzt.

Und was machen wir daraus, Zellulose
und Wärme?

wie kreativ...............


richtig! und darum findet man auch in Finnland die meisten Pappeln
15.01.2014 07:16 merlincurry
Gegen welche Leiden helfen Deine Tinkturen ?
Das ist auch ein interessantes Thema! Oh, muß mal bei Youtube schaun, da kann ich mir die vielen schönen Beiträge von Querbeet anschauen....Tolle Anregungen....zB Deine Zwiebelsamenbrote sind schon für die nächste Saison geplant
15.01.2014 12:07 BarbaraKrasemann
merlincurry schrieb:
Gegen welche Leiden helfen Deine Tinkturen ?
Das ist auch ein interessantes Thema! Oh, muß mal bei Youtube schaun, da kann ich mir die vielen schönen Beiträge von Querbeet anschauen....Tolle Anregungen....zB Deine Zwiebelsamenbrote sind schon für die nächste Saison geplant

Ich habe einen Beitrag einmal gedreht, für Querbeet, und gezeigt, dass man einen guten Erkältungstee daraus macht. Die Tinktur und auch Salbe ist entzündungshemmend. Man verwendet die Inhaltsstoffe auch bei Rheuma, Nervenschmerzen und Verstauchungen. Vielleicht schreibe ich kommende Woche ein Blog dazu... oder Du schaust in meinem Buch "Geschenke aus meinem Garten" nach

aber ne, ich schreib das für Alle mal zusammen

LG Barbara
16.01.2014 06:57 merlincurry
Danke....Erkältungstee....kann ich gerade gut gebrauchen! Gut, dass man nicht lesen kann, wie ich gerade spreche....
Das find ich nett, dass Du die Rezepte so einstellst, das Buch schau ich mir aber gleich mal an....
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