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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (87 Einträge)

Erde mischen Erdmischung Lorbeer
231 mal angesehen
14.01.2014, 09.33 Uhr

Gute Erde für Lorbeer und Co.

Vor etwa 30 Jahren fand ich bei klirrender Kälte auf einem Balkon einen Lorbeerbaum. Er sah schon reichlich mitgenommen aus, seine Blätter waren größtenteils erfroren, braun, und niemand wollte dieses einstmals stattliche aber nun halbtote Exemplar haben. Ich erbarmte mich seiner.
Zuhause schnitt ich die Triebe kräftig zurück und stellte ihn mit dem Plastiktopf erst einmal in eine Wanne Wasser. Nachdem sich der Ballen vollgesogen und das überschüssige Wasser wieder abgetropft war, holte ich ihn aus dem Topf heraus, entfernte die aus ausschließlich aus Torfkultursubstrat bestehende Erde und pflanzte ihn in einen Holzkübel mit selbst gemischter Erde. Daraufhin trieb der Lorbeerbaum kräftig aus und entwickelte sich wieder zu einem stattlichen Exemplar.
Ich habe ihn heute noch. Manchmal muss ich ihn zurückschneiden, und alle zwei Jahre topfe ich ihn aus, verkleinere mit dem Spaten radikal seinen Wurzelballen und gebe ihm wieder neue Erde. Meine Frau hat von diesem Lorbeer Stecklinge geschnitten und drei weitere kräftige Exemplare herangezogen.

Erde mischen, das habe ich schon vor mehr als 45 Jahren in meiner Gärtnerlehre gelernt. Damals mischten wir dreijährigen gedämpften Kompost, TKS 2 (Torfkultursubstrat), Sand und einem organisch-mineralischen Volldünger. Je nach Art der Pflanzen wurde noch Lauberde dazu gemischt, und wenn man die Erde zum Pikieren oder für Stecklinge brauchte, verwendete man das nährstoffärmere TKS 1 und einen höheren Anteil Sand. Der Balkonkastenerde wurde außerdem noch lehmige Erde von einem Acker zugemischt.

Auch heute noch mische ich meine Erde selber. Allerdings verzichte ich auf Torf. Statt dessen haben sich bei mir Kokosfasern bewährt.
Auf dem Kompost einer Zierpflanzengärtnerei landen vor allem aussortierte schwache und von Krankheiten oder Schädlingen befallene Pflanzen. Will man den wieder verwerten, muss man den Kompost in einem Dämpfer sterilisieren. Mein Kompost setzt sich aus Unkraut, Staudenschnitt und Küchenabfällen zusammen, und er ist frei von schädlichen Sporen. Deshalb kann ich aufs Dämpfen verzichten. Meine Mischung besteht aus: 1 Teil zweijährigem Kompost, 1 Teil vierjähriger Lauberde, 1 Teil Kokosfaser, 1 Teil Sand, für Kübelpflanzen etwas lehmiger Gartenerde. Als Dünger werden Hornspäne und Hornmehl sowie Gesteinsmehl „über den Daumen“ beim Mischen dünn eingestreut. Für Aussaaten und Stecklinge verwende ich nur reifen Kompost, Kokosfaser, viel Sand und etwas Gesteinsmehl.

Diese Mischungen lassen sich je nach Pflanzenart variieren. Doch meine Pflanzen wachsen prächtig darin. Die Erde bleibt lange feucht und Flüssigdüngung ist fast nicht mehr nötig. Wenn ich eine Topfpflanze kaufe oder geschenkt bekomme, entferne ich nach der Blüte das wertlose Torfsubstrat und topfe sie in meine eigene Erdmischung.

[www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten
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