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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (83 Einträge)

Haselstrauch ausgelichtet Haselruten Haselrute mit Gabel
342 mal angesehen
28.01.2014, 10.56 Uhr

Hasel – vielseitig zu verwenden

In der Permakultur gilt die Regel, dass jede Pflanze, jedes Element eines Gartens einen mehrfachen Nutzen erfüllen soll. Auf diese Weise wird ein Grundstück intensiv, jedoch ohne Raubbau genutzt.

Meine drei Haselsträucher sind die idealen Permakulturpflanzen, denn sie liefern mir nicht nur Nüsse. Ich habe sie in meinem Kreativgarten an die Nordseite des Erdwalls gepflanzt, wo sie gemeinsam mit einigen anderen Wildgehölzen und in Verbindung mit dem Wall einen hervorragenden Windschutz bieten. Durch die sachte ansteigende Böschung wird der Nordwind aufwärts geleitet aber zugleich durch das Geäst der Sträucher gebremst. Diese Wirkung erfüllen sie zwar im belaubten mehr als im nicht belaubten Zustand, doch auch die kahlen Haselsträucher halten einiges ab. Sie haben bei mir inzwischen eine Höhe von fünf Metern erreicht und damit auch einen beträchtlichen Umfang.

Der dritte Nutzen meiner Haselsträucher ist das Holz, vor allem die Ruten und Stangen. Natürlich lichte ich die Gehölze, wenn nicht jedes Jahr, so doch alle zwei bis drei Jahre aus. In der Zwischenzeit wachsen aus der Basis der Sträucher junge, gerade Triebe heran. Davon lasse ich einige, die am Rand wachsen und sich schon früh verzweigen, als Fruchthölzer stehen. Von den anderen im Innern wachsenden Stangen lasse ich die stärksten weiter wachsen. Nach zwei, drei Jahren haben sie eine Länge von drei oder vier Metern erreicht. Dann schneide ich sie heraus und kann sie als Bohnenstangen oder Tomatenstäbe verwenden. Wenn sich die Stangen an ihrer Oberseite verzweigen, schneide ich sie so ab, dass am oberen Ende eine Gabel stehen bleibt – manchmal kann man so etwas ja im Garten brauchen. Einige der dünnen Triebe aus der Basis dienen als Stäbe zum Anbinden für Blumen. Alle anderen, schwach wachsenden Triebe schneide ich heraus.

Im Lauf der Jahre musste ich auch schon den einen oder anderen dicken Ast herausnehmen. Man könnte die als Brennholz zersägen. Aber dazu sind sie mir zu schade. Ich bewahre sie erst mal auf. Irgendwann werde ich sie schon sinnvoll im Garten verwenden ...

[www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 68 Jahre,
aus Vaterstetten
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Kommentare

28.01.2014 18:49 stilleWeisel
Das mache ich auch so
Für zarte Stauden nehme ich auch gerne die Zweige vom Obstbaumschnitt.
Besonders hübsch ist das anfallende Schnittgut von den Johannisbeeren.
Auf jeden Fall sehen natürliche Pflanzenstützen viel besser aus als die grünen gekauften.
28.01.2014 21:53 Krauthexlein
Dafür ist meiner noch zu jung. Aber ich werde es zu gegebener Zeit auch so halten!!!
30.01.2014 09:38 geeseanny
Für meine Zuckererbsen habe ich mal die im Herbst geschnittenen Weiden (rote Astfarbe) genommen. Obwohl die Weiden die ganze Zeit im Freien lagen, sind sie nochmal angegangen und prima angewachsen. (Das hatte ich so gar nicht geplant!)

Ich habe gestaunt, als sich die Weiden-Blätter zu dem Erbsengrün gesellten. Es sah wirklich wunderschön aus.

30.01.2014 19:21 blugar
So machen wir es auch auf unserem Grundstück, mit den Gabeln kann man sehr gut herabhängende Pflanzen etwas stützen. Mit geraden Stäben stütze ich Stauden, einfach schräg in die Erde stecken, man spart das Anbinden und nach Abblühen das abtüddeln.
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