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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (88 Einträge)

Mischkultur Hüberbeet Wabenbeet
861 mal angesehen
18.02.2014, 13.07 Uhr

Meine Fruchtfolge- und Mischkulturplanung

Ehrlich gesagt, so ganz lehrbuchmäßig sehen meine Mischkulturen nicht immer aus. Doch der oberflächliche Eindruck täuscht.

Zunächst einmal halte ich eine genaue Fruchtfolge ein. Nur die Starkzehrer werden gedüngt. Auf den Mischkulturbeeten beschränke ich mich auf die Düngung einzelner Reihen oder Pflanzen, zum Beispiel Tomaten. Auch mit Kompost gehe ich sparsam um, denn er enthält viel Kalium, das in meinem Boden ohnehin schon in hoher Konzentration vorhanden ist. Die klassische Fruchtfolge lautet daher auch in meinem Garten: Starkzehrer – Mittelzehrer – Schwachzehrer. Der zweite Grundsatz bei der Fruchtfolge: Möglichst keine Pflanzenarten der gleichen Familie nacheinander anbauen. Dies ist besonders bei Kreuzblütlern wichtig, um der Übertragung von Kohlhernie vorzubeugen, sowie bei Nachtschattengewächsen, zum Beispiel Tomaten und Kartoffeln wegen der Braunfäule.

Die Fruchtfolge verbinde ich mit der Mischkultur. Zunächst einmal spare ich damit Platz, zum Beispiel, wenn ich den Weißkohl ‘Filderkraut’ mit Kopfsalat kombiniere. Dabei reicht ein Reihenabstand von nur 30 cm aus, denn bis der Kohl groß ist, habe ich den Salat längst geerntet. Gurken säe ich grundsätzlich an einem Spalier, bestehend aus einer Baustahlmatte aus. Ich muss die Ranken am Anfang befestigen, doch damit gewinne ich Platz für eine Mischkultur mit Buschbohnen, Dill, Kopfsalat oder Roten Beten. Die gedeihen übrigens auch im lichten Schatten anderer Pflanzen, ebenso Feldsalat, den man an schattigen Stellen auch schon im Juli aussäen kann.

Nicht immer schützen Mischkulturen vor Krankheiten und Schädlingen. Der Erfolg hängt immer auch von anderen Wachstumsfaktoren ab. Allerdings orientieren sich alle Insekten am Geruch der Pflanzen, auf die sie sich spezialisiert haben. So der Kohlweißling, der auf Kohl und andere Kreuzblütler fliegt. Durch stark riechende Nachbarn wie Tomaten, Sellerie oder verschiedene Kräuter wird er zumindest irritiert und befällt den Kohl in weitaus geringerem Maß.

Auf meinem Hügelbeet ernte ich jetzt allmählich meine Wintermischkultur ab, bestehend aus dem ‘Roten von Verona’, Haferwurz, Teltower Rübchen und Feldsalat. Bis Mai können darauf Kopfsalat und Kohlrabi wachsen und schließlich Buschbohnen.
Die Erde meines Waben-Hochbeets ist im letzten Jahr tief herunter gesackt. Ich werde wieder Reisig, Grassoden, Laub und Kompost aufschichten und oben drauf eine klassische Mischkultur aus einer kräftigen Tomatenpflanze, umgeben von Kohl und Knollensellerie pflanzen.

All das zeige ich anhand einer Power-Point-Präsentation auf der Garten München am 13. März von 15 bis 15.30 Uhr.
Siehe auch:
[www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

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