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Holz und Naturstein im Garten

eigene Holz-, Metall- und Steinarbeiten (215 Einträge)

Granitborde Graniborde Graniborde
78 mal angesehen
07.03.2014, 16.52 Uhr

Geschnitten, aber sauber (Teil 4)


Im Bogen gesetzt

In der Leistungsbeschreibung steht ganz unscheinbar der Hinweis,
dass Borde Granit geflammt 10x25x100 cm im Bogen zu setzen
sind. Der Werkplan dann bringt es an den Tag, ein Bogen, nicht
im Radius, sondern mit unterschiedlichen Krümmungen, gleich
einem Ausschnitt aus einer Parabel.
Alles kein Problem - eigentlich - aber gerade Stücke
aneinandergereiht ergeben immer ein Vieleck und keinen Bogen. Wie
lang darf ein Einzelteil höchstens sein, damit die Aneinanderreihung
als angenehmer Bogen wahrgenommen und akzeptiert wird?
Womit läßt sich das Auge beruhigen oder auch etwas täuschen?

Es beginnt mit der Materialoberfäche, ist sie glatt, womöglich
noch poliert, spiegelt, auch bei Nässe weniger glatte Oberflächen,
dann dürfen die Einzelstücke nur kurz sein. Habe ich wie hier eine
geflammte Oberfläche, spiegelt nichts, auch bei Nässe nicht, dann
können die Teile etwas länger sein.

Es geht weiter mit der Bearbeitung der Kanten des Materials. Sind
die Ecken scharfkantig und ich kann an den Kanten entlang
wunderbar die Linien verfolgen, dürfen die Einzelteile nur kurz sein.
Sind aber die Kanten abgerundet und rauh wie hier, dann ist das
Auge etwas beruhigt, dürfen die Einzelteile etwas länger sein.

Und dann der Schnitt, wie stossen die Teile aneinander. reiht man
normal rechtwinklig geschnittene Teile zu einem Bogen
aneinander, dann sieht man das sofort an den keilförmigen
Fugen zwischen den Teilen.
Schneidet man sie allerdings auf "Gehrung" und setzt sie dann
zusammen, dann ist das ein weiterer Schritt/Schnitt zur Gefälligkeit.
Der Gehrungsschnitt ist selbsverständlich eine Winkelhalbierende.
Ich habe aber auch schon andere "Gehrungsschnitte" gesehen, auch
von Landschaftsgärtnern und Steinsetzern. Da wird ein Teil
rechtwinklig belassen und nur das andere Teil mit einem
Winkelschnitt angepasst. Der regelmässigen Verwunderung
darüber, dass der schräge Schnitt länger ist, als der rechtwinklige,
begegnet man forsch, indem man einfach bei dem angeschrägten
Teil die spitze Ecke abschneidet und somit die Länge des
Schnittes der anderen Länge anpasst. Solche Schitte wären hier
unbrauchbar.
Werden dann die Schlttkanten noch entgratet, nicht gefast, um
den anderen Kanten des Materiales zu ähneln, bin ich schon
fast am Ziel.
Ich bin immer ganz froh, hier nur unter Gleichgesinnten zu sein,
hier nicht solchen "Handwerkern" begegnen zu müssen, die
wie beschrieben arbeiten...........

Was noch fehlt, ist die Abhängigkeit der Stücklänge von der
jeweiligen Stärke der Krümmung. Je stärker die Krümmung,
umso kürzer müssen die Teile sein.
Müsste ich das zuvor am Reissbrett konstruieren und zeichnen
und auch berechnen, dann hätte mir der alte Kepler geholfen,
das Kepler-Gesetz mit dem "Fahrstrahl",
die Teillängen im Verhältnis zu Krümmung zu errechnen.
So allerdings auf der Baustelle lasse ich mich vom Gefühl
leiten.

Und zum Schluss kommt es auch noch darauf an, mit welchem
Material Flächen an diese Kante anschliessen und wie diese
Arbeiten ausgeführt sind. Hier handelt es sich um ein Passepflaster,
welches sauber mit einem Einzeiler komplett eingefasst sowohl
an die Einfassung, wie auch an alle anderen Bauteile auf dieser
Ebene herangeführt wird.
Ein Plattenbelag beispielsweise, sauber geschnitten an dieser
Kante, hätte das Vieleck wieder deutlicher gemacht.

Beim Setzen dann muss ein Abstand zwischen den Teilen
bleiben, Platz für Materialausdehnungen, nicht gleich ein
Zentimeter, der Fragen nach Verfugung aufwirft, die beim
Setzen dazwischengesteckte Pappe reicht aus.
Bei vielfacher Länge, also bei einem 1m Bordstein, ist
die mögliche Ausdehnung natürlich um den Faktor x größer,
entsprechend auch der Abstand zwischen den Teilen
zu beachten.

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