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Holz und Naturstein im Garten

eigene Holz-, Metall- und Steinarbeiten (215 Einträge)

Gumpen und Wasserstände Überlaufstein Hintergrund
91 mal angesehen
09.03.2014, 04.30 Uhr

Granit, viel Granit und Wasser, viel Wasser (Teil 16)


Wasserstände und Tauchtiefen

In wenigen Folgebeiträgen noch zu dieser Anlage werde ich
auch auf die Technik eingehen und auf vom Planer nicht
bedachte Dinge, die trotz rechtzeitiger Hinweise bei Baubeginn
nicht mehr in die Erstellung mit einbezogen wurden und sich
optisch jetzt leider bemerkbar machen.
In diesem Beitrag geht es um die Wasserstände in den
einzelnen Abschnitten.
Hat jemand diese Berichtsreihe verfolgt, so weiß er, dass
die Unterkonstruktion des Gewässers aus Betonborden besteht,
die mit Folie überbaut und danach, wie bebildert
und beschrieben, gestaltet wurden.
An den Stellen, wo später eine Stromschnelle entstehen sollte,
riegeln quer zur Fließrichtung eingebaute Borde den jeweiligen
Bachabschnitt ab.
Da der Bach nicht immer läuft und dann trotzdem der Pegel
des im Bach stehenden Wassers so hoch wie möglich
sein soll, bestimmt die Einbauhöhe des Querriegels den
Ruhepegel in der Gumpe davor. Das hatte zur Folge, dass
ich diesen Querriegel nur ganz flach überbauen konnte bei
der Getaltung. Das rechte Foto zeigt den Bach bei kurz zuvor
abgeschalteter Bachlaufpumpe, also nur noch etwa 2 cm tiefer
als hier zu sehen, bleibt das Wasser in den Gumpen stehen.
Das ging ja mit den Felsbrocken so gar nicht, also habe ich
für jeden Überlauf einen ausgewählten Stein zugarbeiten
müssen. Ich habe einen Winkel herausgeschnitten, der an
der waagerechten Fläche einen nur ca. 2 cm hohen Überstand
beläßt und den Stein dann mit diesem flachen Überstand über
den Querriegel geschoben, die verbleibenden Seiten wurden
zugepackt und in die Ufergestaltung mit einbezogen.
Die Bachlaufpumpe liefert soviel Wasser, dass bei einer
1 m breiten Überlaufschwelle das Wasser 1 cm hoch darüber
abläuft.
Ein geringerer Unterschied zwischen Ruhewasserstand und
Wasserstand beim laufenden Bach war konstruktiv nicht möglich.
Beim Einschalten der Bachlaufpumpe geschieht jetzt folgendes.
Die Pumpe entzieht dem am Ende befindlichen Schwimmteich
soviel Wasser, bis vom Quellstein beginnend der Wasserstand
in jedem Abschnitt um ca. 3cm steigt, und gut sichtbar und hörbar
über die gestalteten Schwellen abläuft. Auch das Wasser im schon
beschriebenen dazwischenliegenden Weiher steigt um diese
Höhe an.
Nun ist die Fläche des fließenden Gewässers einschließlich Weiher
etwas mehr als doppelt so groß, wie die Fläche des Schwimmteiches.
Bis das Wasser also wieder den Schwimmteich erreicht, sinkt der
Wasserspiegel in diesem um 7 cm.
Da der am Ende des Schwimmteiches eingebaute Skimmer einen
Höchstwassersatand zuläßt, der 5 cm unter der Folienoberkante
liegt, sind es dann bei laufendem Bach 12 cm unter dieser Kante.
Das sieht nicht mehr so gut aus.

Um das zu vermeiden, die gesamte Wasseranlage immer voll
gefüllt ist, ob bei stehendem oder laufendem Bach, plane ich
immer einen zusätzlichen Pufferspeicher ein, aus
dem die Bachlaufpumpe das Wasser zieht, ohne dem
Schwimmteich Wasser zu entnehmen. In diesem Falle hätte
sich dieser unterhalb des Poolwasserspiegels befinden müssen und
beim Bau des Schwimmteiches mit im Gelände integriert werden
können, was hangabwärts hinter dem Schwimmteich problemlos
möglich gewesen wäre.
Das Überlaufwasser des Schwimmteiches wäre dann wieder
gereinigt im Pufferspeicher angekommen.
Der Vorteil ist die ganz andere Optik, wenn die Gewässer
gefüllt sind, und, ich kann auf einfache Weise mit einem
Schwimmerventil eine Nachfüllautomatik einrichten, falls es
über längere Zeit nicht regnet.
Die tägliche Verdunstung muß man auch mit in diese
Überlegungen einbeziehen. An einem warmen windigen Tag
ist bei laufendem Bach mindestens 1 cm verdunstet, was dann
den Wasserstand im Schwimmteich auch weiter minimiert.

Die Antwort auf die Frage, was man hätte machen können
im Zuge der Planung, um dieses Problem nicht auftauchen zu
lassen, hilft nicht weiter, wenn die Frage wirlich kommt, nach
dem Einzug der Ruhe auf dem Grundstück. Ich hatte in den
zwei Jahren Bauzeit genug Gelegenheiten, darüber
nachzudenken und Lösungen zu finden, die ohne geschaffene
Dinge zu zerstören, aufzureissen, machbar wären.

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