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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (87 Einträge)

Badeteich Wasserpest Badeteich
319 mal angesehen
11.03.2014, 10.59 Uhr

Mein kleiner Badeteich nach einem Jahr

Vor knapp einem Jahr war mein kleiner Badeteich im Kreativgarten auf dem Vaterstettener Reitsbergerhof fertig. Ich hatte die Grube mit Vlies ausgelegt, mit EPDM-Folie abgedichtet, einen vorgefertigten, sechseckigen Holzeinsatz eingebaut und rundherum den Teich mit verschiedenen Arten von Wasserpflanzen bepflanzt. Dann ließ ich ihn voll Wasser laufen.
Es folgten einige Wochen mit wenig Regen. Der Wasserspiegel sank so weit ab, dass die Oberkante des Holzeinsatzes wieder aus dem Wasser ragte. Doch ich mochte kein Wasser auffüllen, weil ich einen starken Algenwuchs fürchtete. Immerhin ist unser Leitungswasser sehr kalkhaltig. Doch meine Frau hat es dann doch getan. Und die Algen? – Blieben aus!

Mein 13jähriger Enkel weihte im Juni den Teich mit einem ersten Bad ein, und seitdem badeten auch meine Frau und ich darin, so oft wir in unserem Kreativgarten waren, manchmal sogar zwei Mal am Tag. Bis Mitte September. Da bekam ich noch einmal ein paar Seerosen. Für die bastelte ich aus Pappe ein paar provisorische Pflanzgefäße, setzte die Seerosen dort hinein in nährstoffarme, lehmige Erde und ... Ich stellte die Pflanzen griffbereit auf den Steg, stieg in das schon eiskalte Wasser und nahm eine Seerose nach der anderen und setzte sie an die vorgesehenen tiefsten Stellen der Vegetationszone nahe der Holzabgrenzung. Das kalte Wasser tat mir letztendlich gut, beim Abrubbeln mit dem Handtuch war mein Körper wunderbar durchblutet, er glühte!

Im Laufe des Sommers und bis in den Herbst hinein hatten sich die Wasserpflanzen sehr gut entwickelt. Vor allem die Unterwasserpflanzen Wasserpest und Hornblatt haben auf dem Boden der Vegetationszone einen fast lückenlosen Teppich gebildet. Sie nehmen Nährstoffüberschüsse aus dem Wasser auf und setzen Sauerstoff frei, der allen Lebewesen im Teich zugute kommt. Alle im Herbst weich werdenden Blätter wie die der Seerosen entfernte ich im Herbst, ehe sie sich auflösten. Die der Binsen und Wasserschwertlilien ließ ich den Winter über stehen. Rund um die Halme und Blätter bleibt die Oberfläche eisfrei, so dass ein Gasaustausch stattfinden kann.
Als Laubschutz deckte ich ein Netz über den Teich. Das war mir nicht sehr gelungen, denn es fror im Winter in die Eisdecke ein. Die hielt sich aber nicht lange, und dann entfernte ich das Netz sobald das Eis wieder getaut war, ganz vorsichtig mit den aufgefangenen Blättern.

In diesem milden Frühjahr, wo die Sonne auf den Teich scheint und das Wasser erwärmt, wachsen die Algen schneller als die Unterwasserpflanzen. Doch das versetzt mich nicht in Panik. Es gehört zur normalen Entwicklung eines jeden frisch angelegten Teiches. Einmal wöchentlich fische ich die Algen mit einem Rechen oder Stock aus dem Teich. Es sind nicht allzu viele, und ich denke, wenn es erst einmal für ein paar Tage regnet, sind auch die Algen verschwunden.

Am kommenden Dienstag, den 18. März, halte ich von 14.00 bis 14.30 im Forum der Halle C4 der Messe München Riem einen Vortrag mit dem Thema „Badeteich – erfrischendes Vergnügen ohne Probleme und Technik“.

Siehe auch: [www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

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