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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (86 Einträge)

Biene auf Blüte Bienen am Stock Bienenstöcke
324 mal angesehen
25.03.2014, 11.19 Uhr

Bienenpflege – ganz biologisch

Nun will ich nicht schon wieder das berühmte Zitat von Einstein bemühen, von dem noch nicht einmal sicher ist, ob es von ihm stammt. Tatsache ist: 80 Prozent aller Nahrungspflanzen werden von den Honigbienen bestäubt. Doch auch Wildbienen, Hummeln und viele andere Insekten sind in unserer Pflanzenwelt unentbehrlich, was sich letztendlich auch auf unsere Ernährung und unser Wohlergehen auswirkt.
Wahr ist leider auch, dass Bienen und andere Insekten weltweit bedroht sind. Es gibt zu wenig blühende Pflanzen in unserer Kulturlandschaft. Konventionell wirtschaftende Bauern und Gärtner versprühen noch immer Pestizide und die Grüne Gentechnik steht wohl nicht zu Unrecht im Verdacht, am Bienensterben in Nordamerika ihren Anteil zu haben. Auch hierzulande hat sie schon Imker in wirtschaftliche Bedrängnis gebracht.
Dennoch sollten wir uns nicht entmutigen lassen. Bienen brauchen viele ungefüllt blühende Pflanzen. In meinen beiden Gärten beginnt die Blütezeit mit den Schneeglöckchen und Winterlingen sowie Hasel und Weidenkätzchen im Vorfrühling und endet im Spätherbst mit den letzten Astern und bis in den Dezember hinein blühenden Ringelblumen.
Nisthilfen in Form von Gitterziegeln, Rohrbündeln oder ähnlichem lassen sich überall anbringen, sogar auf dem Balkon. Und selbst ein paar Bienenvölker finden in fast jedem Garten einen Platz.
Meine Bienen sind sanftmütig. Sie stechen nur selten. Bevor ich den Bienenstock öffne, reibe ich meine Hände mit ein paar Tropfen Nelkenöl ein. Vor dessen Geruch weichen sie zurück, ebenso wie vor dem Rauch aus meinem Smoker, mit dem ich sie beruhige. Die Varroamilbe ist immer da, in jedem Volk, bei jedem Imker. Doch sie lässt sich in Schach halten, und das ganz ohne chemische Medikamente. Regelmäßig entnehme ich den Völkern Drohnenbrut, auf der ein großer Teil der Milben sitzt. Damit verringere ich den Befall erheblich. Nach dem letzten Schleudern zur Zeit der Lindenblüte behandle ich sie mit Ameisensäure, dann im Herbst noch einmal mit Milchsäure, und vor dem Winter mit Oxalsäure. Wer diese Behandlungen regelmäßig und zur rechten Zeit durchführt, wird mit der Milbe kaum Probleme haben.
Die Bienenhaltung ist nicht so schwer wie man denkt, und die Imkervereine stellen den Anfängern gern einen erfahrenen Imker als Paten zur Seite. Beschränkt man sich auf zwei oder drei Völker, hält sich auch die Arbeit in vertretbaren Grenzen.
Ich meine, dass ich auf meine Weise ganz und gar biologisch imkere. Doch es gibt auch Bio-Imker, deren Methoden darüber hinausgehen. So Günter Friedmann, Inhaber einer Demeter-Imkerei aus Steinheim. Er hält am 26. März 2014 um 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema: Was ist ökologische Imkerei? im Bürgerhaus (Gasthaus zur Post) in Haar bei München. Da gehe ich hin!

[www.imkerei-friedmann.de]
[www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten
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