Zur mobilen Version wechseln »
kraut&rübenlandlive.deGartentippsArbeitskalenderGut einkaufenCommunityShopNewsletterworlds of food
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
UploadBlogsTermineMitglieder

Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (87 Einträge)

Kräuterarena Kräuterarena Kräutersteckling
658 mal angesehen
31.03.2014, 11.41 Uhr

Kräuter in der Arena

Kräuter sind in! Das erfahren wir bei kraut&rüben immer wieder. Deshalb haben unsere Redakteurinnen ein neues, sehr schönes, informatives und praxisnahes Sonderheft mit dem Titel „Kräuter“ herausgebracht. Ich kann es Ihnen nur empfehlen!

Ein Stück Permakultur
Natürlich beschäftige auch ich mich seit Jahrzehnten mit Kräutern. Ich habe sie zahlreich in meinen beiden Gärten angesiedelt. Dort habe ich mich auch mit einem ebenfalls sehr beliebten Thema befasst: der Kräuterspirale, auch Kräuterschnecke genannt. Die Idee dürfte annähernd 40 Jahre alt sein. Sie stammt von dem Begründer der Permakultur, dem Australier Bill Mollison. In fast jedem öffentlichen Biogarten, Schulgarten, auf Gartenschauen und in vielen Privatgärten sieht man heute eine Kräuterspirale. Man sieht sie so oft, dass ich mich inzwischen daran satt gesehen habe.

Sinn einer Kräuterspirale
Der Grundgedanke einer Kräuterspirale ist, auf kleinem Raum unterschiedliche Standorte für möglichst viele verschiedene Kräuter zu schaffen. Doch die meisten Kräuterspiralen sind zu klein angelegt und mit zu vielen, zum Teil stark wachsenden Kräutern zu dicht bepflanzt. Die überwuchern die Spirale, so dass ihre Vorteile nicht mehr zur Geltung kommen und das Ganze nur noch wie ein verunkrauteter Steinhaufen aussieht.

Falsche Himmelsrichtung
Zudem sind die meisten Kräuterspiralen falsch nach der Himmelsrichtung ausgerichtet. In dem kleinen Tümpel am Fuß der Spirale soll ja Brunnenkresse wachsen. Die gedeiht aber am besten im Schatten und kühlen Wasser. Allerdings hat auch Bill Mollison auf einer Skizze in seinem Buch den Tümpel an der Südseite eingeplant. Doch der lebt auf der Insel Tasmanien, auf der Südhalbkugel. Dort steht die Sonne mittags im Norden und der Tümpel liegt im „schattigen Süden“! – Hierzulande müssen Kräuterspiralen also genau entgegengesetzt angelegt werden.

Meine Idee: Kräuterarena
In meinem Garten habe ich eine abgewandelte Form der Kräuterspirale errichtet, eine, in die ich hineingehen kann. So konnte ich die Pflanzfläche großzügig mit 90 Zentimeter Breite und unterschiedlichen Licht- und Bodenstandorten bemessen. Da ich von zwei Seiten an das Beet herantreten kann, lassen sich die Kräuter leicht pflegen und ernten, und ich kann einen Stuhl in ihre Mitte stellen und mich hineinsetzen. Ich nenne sie nun Kräuterarena. Ein Abbild davon gestalte ich in dieser Woche auf der Messe Blühendes Österreich, die vom 4. bis 6. April in Wels stattfindet. Sie finden sie in Halle 6, wo sie auch mich antreffen. Ich zeige Ihnen dort auch, wie man Kräuter leicht durch Stecklinge vermehren kann.

[www.gartenschreiber.de]
offline

Geschrieben von

Private Nachricht schreiben »

WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Zum Seitenanfang