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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (86 Einträge)

Badeteich Algen Hornblatt
366 mal angesehen
12.05.2014, 09.55 Uhr

Algen im Teich – nur keine Panik!

Am 11. März berichtete ich an dieser Stelle über meinen kleinen Badeteich nach einem Jahr. Ich gab zu: darin wuchsen Algen, doch die versetzten mich nicht in Panik. Es herrschte eine ungewöhnlich lange Schönwetterperiode. Die ließ die Algen auch in den darauffolgenden Wochen gedeihen, zu meinem Leidwesen. Ich musste nun mittlerweile alle zwei bis drei Tage mit dem Kescher Algen abschöpfen.
Mir kamen Zweifel: Sollte alles, was ich in mehr als dreißig Jahren von anderen Gartenteichexperten und Schwimmteichbauern gelernt, an eigenen Gartenteichen selber erfahren und immer wieder geschrieben habe, doch falsch gewesen sein? Oder habe ich beim Bau meines eigenen Badeteichs einen Fehler gemacht?

Algen gedeihen immer, wenn nährstoffreiches Wasser von der Sonne erwärmt wird. Das Leitungswasser, mit dem ich meinen Badeteich gefüllt habe, ist per se schon sehr kalkhaltig. Außerdem habe ich den Raum zwischen der Folienabdichtung und dem Holzeinsatz mit Sand aufgefüllt, Sand, der vorher auf einem Reitplatz ausgebreitet war. Vielleicht auch mit Pferdeäpfeln, also mit Nährstoffen angereichert. Auch der Kies, mit dem ich die Folie dünn abdeckte, stammt aus einem Bauaushub und enthält vielleicht zu viel Kalk. Ich hatte beide Materialien aus Bequemlichkeit verwendet. Sie lagen in unmittelbarer Nähe und kosteten nichts. Vielleicht war ich damit zu leichtsinnig.
Zu allem Überfluss landete noch ein Stockentenpärchen auf dem Teich. Da musste ich wieder kreuz und quer Bindfäden spannen um die Enten abzuhalten.

Doch seit einigen Tagen schöpfe ich wieder Hoffnung. Das Hornblatt zeigt grüne Spitzen, die sich von Tag zu Tag vergrößern, die Wasserpest wächst der Oberfläche entgegen. Das sind in meinem Badeteich die zwei wichtigsten Pflanzen, die für sauberes und klares Wasser sorgen. Sie haben schon im vergangenen Jahr einen dichten Teppich auf dem Teichboden des Vegetationsbereichs gebildet. Im klaren Wasser erkenne ich, wie die Krebsscheren neue Rosetten bilden und ein paar Jungpflanzen des Froschbiss’ am Teichgrund heranwachsen. Bald werden sie auftauchen und wie die Unterwasserpflanzen dem Wasser und so auch den Algen Nährstoffe entziehen und den Wasserspiegel beschatten. Im Schatten des Stegs wächst wieder Brunnenkresse heran, die Bachbunge blüht blau am Teichrand und bald öffnet auch die Wasserschwertlilie ihre gelben Blüten.

Inzwischen regnet es wieder öfter. Der Teich füllt sich mit weichem Wasser auf. Meine Geduld und Beharrlichkeit haben sich gelohnt, denn bald werden auch die Algen verschwinden.

Am kommenden Samstag, den 17. Mai halte ich um 14 Uhr auf den Gartentagen in Lindau am Bodensee einen Vortrag zu dem Thema „Mein Traum vom eigenen Badeteich".

[www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten
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Kommentare

13.05.2014 10:23 himbeerbaer
Oh, da bin ich aber froh, dass ich damit nicht allein bin! Ich habe am Wochenende auch gekeschert was ich erwischt habe und mich nach der Sinnhaftigkeit gefragt. Dann hoffe ich tatsächlich dieses Mal auf das Erscheinen der Wasserpest (was mich bisher immer genervt hat ).
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