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Holz und Naturstein im Garten

eigene Holz-, Metall- und Steinarbeiten (215 Einträge)

Detail Detail Detail
105 mal angesehen
27.06.2014, 03.49 Uhr

Holzterrasse (Teil 5)


Auch Holz arbeitet, schafft an Ecken und Enden,
besonders dort.

Wohl dem, dessen Terrasse größer ist, als lieferbare
Planken lang sind. Ein Verlegemuster wird durchdacht,
geplant, skizziert. Stoßfugen sollen, wenn schon
notwendig, so attraktiv wie möglich untergebracht
werden.
Besonders an diesen Stellen sollte man Gedanken an die
Art und Weise der Konstruktion und Befestigung, an
entstehende beachtliche Zug- und Schubkräfte, an
stehendes Wasser gerade an den empfindlicheren
Schnittstellen verwenden.
Schlimmstenfalls wird versucht, zwei aneinanderstoßende
Brettenden mit vier schräg hineingedrehten Schrauben
auf der schmalen Fläche eines Tragholzes zu befestigen,
da reißen schon während des Schraubens die Brettenden
auf. Regenwasser hängt auch lange fest in solchen Fugen.
Schmutz sammelt sich an, Pflanzensamen, Moos.
Schon etwas besser ist, die Auflagefläche zur Befestigung
durch Aneinanderschrauben zweier Traghölzer zu
verdoppeln.
Noch besser ist dann, direkt unter den Schnittstellen keine
Traghölzer zu haben und die Befestigung soweit von der
Schnittstelle fernzuhalten, dass keine Gefahr des
Aufreißens mehr besteht. Nach Regen können hier die
Stirnseiten der Bretter genauso schnell abtrocknen wie
die Fläche selbst.
Welche Kräfte wirken denn da, und wie stark sind sie?
Zwischen ganz feucht und ganz trocken schwankt die
Länge der Hölzer locker um 0,3 %, das wären bei einer
Plankenlänge von 3 m immerhin 9 mm.
Also würden die beiden Enden sich jeweils um 4,5 mm
hin- und herbewegen, je nach Klima.
Diese Bewegung muß dem Brett ermöglicht werden, auf
Dauer und schadlos.
Aufgefangen wird diese Bewegung durch die etwas
flexible Befestigung mit den Schrauben und auch durch
ein leichtes Ankippen der äußersten Traghölzer am Brett.
Sind nun wie im ersten Beispiel die Brettenden aneinander
auf ein Tragholz geschraubt, so wird bei Trocknung dort
in beide Richtungen gezogen und allein die Schrauben
müßten das abfangen.
Schaut mal aufmerksamer auf solche Stellen vorhandener
Holzterrassen.
Wenn ihr noch einmal die Fotos anschaut, dann achtet mal
auf das Schraubenbild auf den hier zu sehenden vier
Traghölzern. Stellt euch vor, bei Trocknung würde die rechte
Fläche an den Enden nach rechts wandern und die linke
Fläche nach links. Die Stoßfugen werden größer. Auf den
äußeren Traghölzern sind jeweils alle Planken angeschraubt,
diese kippen dann etwas mit in Zugrichtung.
Würde ich auf den inneren Traghölzern auch alle Bretter
festschrauben, so würden sich bei diesen die Zugkräfte
aufheben und alles nur von den Befestigunsschrauben
aufgefangen werden müssen. 4,5 mm Hin- und
Herbewegung machen die Schrauben nicht lange mit.
Deshalb also sind am linken inneren Tragholz nur die
längeren Planken der rechten Fläche angeschraubt und am
rechten inneren Tragholz nur die längeren Planken der
linken Fläche, sodaß diese Traghölzer auch die
entsprechenden Bewegungen mitmachen können.

Übrigens, die noch erkennbaren Striche vom Anzeichnen
der Bohrlöcher verschwinden nach der finalen Behandlung
mit einem Bürstenschleifer.
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