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Holz und Naturstein im Garten

eigene Holz-, Metall- und Steinarbeiten (215 Einträge)

Am Ende Am Ende
110 mal angesehen
29.06.2014, 03.52 Uhr

Holzterrasse (Teil 7)



Fehlersuche, Mängelmanagement

Da hatte ich mir doch diesen Platz eingerichtet zum präzisen
Ablängen der Planken, hatte mich schon fast daran aufgeg....,
dass das Befühlen der Schnittkanten der immer höher
werdenden Stapel mir bescheinigte, jedes neue Brett ist
genauso lang, wie das vorherige. Da müßten dann doch drei
Brettlängen zusammengesetzt mit gleichbreiten Stoßfugen
dazwischen auch immer gleich lang sein.
Woher kommen also die Differenzen am Ende?
Ich bin darauf gekommen, bin meiner eigenen Schlamperei
im Vorfeld zum Opfer gefallen.
Als die Ware angeliefert wurde, habe ich sie selbst entladen,
die Bretter aus einem kleinen Transporter gezogen, gleich
auf einen Stapel. In dem Moment war keine Zeit, Lagerhölzer
zu suchen, um sie zwischen die einzelnen Lagen zu legen,
die Bretter luftig zu stapeln.
Extra noch mal Umstapeln lohnte sich nicht, ich würde sie
sowieso einige Tage später zuschneiden.
Gleich nach dem Anliefern hatte es an zwei Tagen geregnet,
der Stapel war durchnäßt, zwischen den Brettern hing das
Wasser fest, die Bretter hatten Zeit, zu quellen.
Danach gab es ein paar Tage Hitze, die obersten Lagen waren
wieder durchgetrocknet.
In diesem Zustand habe ich die Bretter zugeschnitten, mit
unterschiedlicher Holzfeuchte, zur Baustelle transportiert und
auf den Traghölzern ausgelegt.
Sehr schnell waren alle gleichtrocken, dafür aber ungleich lang.

Ich prädige immer, Arbeiten zu ritualisieren, will man zu
qualitativ guten Ergebnissen kommen.
Bohren und Schrauben zum Beispiel sind da ganz wichtig.
Wenn ich erreichen möchte, daß die vorher gekrümmten,
geradegezogenen, gespannten Planken in ihrer Position
bleiben, dann müssen alle Schrauben auf die gleiche Weise
hineingeschraubt werden, aus der gleichen Richtung, mit
dem gleichen Ansetzwinkel und nicht mit der Drehmoment-
einstellung am Akkuschrauber, sondern mit Auge, Ohr und
Gefühl im Handgelenk. Ich kann auch nicht vormittags
trockene und nachmittags nasse Bretter anschrauben.

Eine Situation an einem Samstag stelle ich mir da so vor.
Es wird an der heimischen Holzterrasse gewerkelt, mittags
soll gegrillt werden. Der Mann ist am Schrauben, die Frau
bereitet das Grillgut vor. Bis zum Mittag sind vielleicht zwei
Drittel der Planken angeschraubt, zum Sitzen reicht es schon.
Die Arbeit wird unterbrochen, es wird gegrillt, gegessen,
auch das eine oder andere Bier getrunken, oder auch beide.
Alles ist wieder abgeräumt, da sagt die Frau zu ihrem Mann:
"Willst du nicht noch die restlichen Bretter anschrauben?
Dann ist das fertig und wir können morgen in Ruhe auf der
Terrasse frühstücken."
Wenn dann der Mann antwortet: "Ich hab' heute keine
Lust mehr, das wird nichts", dann ist das keine Ausrede.
Dann ist das nur die Kurzform eines fachlichen Vortrages
über veränderte Bedingungen, Sonnenstand, Lichtverhältnisse,
Windrichtung, die zu einer anderen Qualität führen können.
"Möchtest du, das die beiden Teile unterschiedlich aussehen?"

Also, Männer wissen schon, was sie tun, oder warum sie etwas
nicht tun, erklären es nur nicht immer ausreichend................
...............oder werden mißverstanden.................................


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