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Holz und Naturstein im Garten

eigene Holz-, Metall- und Steinarbeiten (215 Einträge)

Pumpstation Pumpstation
120 mal angesehen
13.07.2014, 04.47 Uhr

Bewässerungsanlagen (Teil 7)


Wasser aus einem Schrank?

So manch Einer ist ja in der glücklichen Lage, für die
Bewässerung seines Gartens das nötige Wasser einem
Gewässer entnehmen zu dürfen, so manch Anderer macht
es einfach ohne Erlaubnis.
Diese Anlage habe ich in einem privaten Teil eines
Schloßgartens im Münchner Raum gebaut, sie entnimmt
mit Genehmigung das Wasser aus einem angrenzenden
Kanal.
Hier gibt es keinen Computer zur Steuerung der
Bewässerung, hier entscheidet der Gärtner selbst, wann
bewässert wird.
Dennoch ist die Anlage nicht frei von Rafinessen.
Die Bewässerung erfolgt hier ausschließlich über
Tropfschläuche, die inzwischen nicht mehr sichtbar unter
Bodendeckern, Stauden, Gehölzen eingewachsen sind.
1500 Meter dieser Tropfleitungen wurden im Garten verlegt.
Bei einem Abstand der Tropflöcher von 20 cm und einer
Wasserabgabe von 2 Litern pro Stunde würden also
mindestens 15000 Liter Wasser benötigt werden pro Stunde,
um die Anlage zu betreiben. Ein Mindestdruck ist für eine
einwandfreie Funktion der Druckregulatoren an den
Tropflöchern erforderlich.
Um die Pumpstation noch überschaubar zu halten, wurde
der Garten in drei Bewässerungsbereiche aufgeteilt, die
etwa gleich groß sind, sodaß pro Bereich 5000 Liter pro
Stunde benötigt werden, um diese Kreise dann nacheinander
mit Wasser zu versorgen.
Das Herzstück ist eine mehrstufige Kreiselpumpe, die
7000 Liter Wasser pro Stunde zur Verfügung stellt.
In das Tropfschlauchsystem kann ich nur sauberes Wasser
schicken, keinem Gewässer kann ich allerdings so sauberes
Wasser entnehmen, wie ich es hier benötige.

Die Filterung beginnt schon bei der Ansaugung.
Im Gewässer befindet sich ein Ansaugkorb, der mit Hilfe
eines sehr engmaschigen Gitters den allergrößten Teil der
Schmutzpartikel vom Eindringen in das System abhält. Im
Inneren dieses Korbes wird das Wasser entnommen.
Der starke Sog, der bei der Entnahme dieser Wassermengen
um den Korb herum entsteht, führt je nach "Treibgut" im
Wasser zum mehr oder weniger schnellen Zusetzen des
Korbgitters.
Jetzt kommt eine vollkommen automatisch arbeitende
Einrichtung zum Einsatz, die durch Unterdruckmessungen
diesen Zustand rechtzeitig erkennt, dann über eine zweite
Leitung Wasser zurück in den Korb pumpt, um dann dort
mit Hilfe rotierender Strahldüsen das Korbgitter vom Innern
her wieder freizustrahlen.
Feinpartikel werden noch vor den Bewässerungskreisen und
auch vor der Rückspülleitung mit Scheibenfiltern herausgefiltert,
die dann natürlich in gewissen Zeitabständen zu reinigen sind.
Ihre simple Konstruktion ermöglicht dies unproblematisch.



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