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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (87 Einträge)

Perserklee Perserklee Mulch
312 mal angesehen
15.07.2014, 10.41 Uhr

Hitze, Wind und Perserklee

Im Schatten unter meiner Weinpergola im Kreativgarten oder der Weidenlaube im hintersten Winkel meines Hausgartens lässt es sich aushalten. Hier brennt keine Sonne, hier bleibt es kühl und ein sanfter Luftzug ist äußerst angenehm.

Ein leichter Wind dagegen, der an sonnig heißen Tagen über die Beete weht, trocknet die Erde im Handumdrehen aus. Da könnte man rund um die Uhr gießen. Doch halt: Wasser ist kostbar, ein Lebenselixier, ohne das keine Kreatur auf diesem Planeten existieren kann. Dieses unverzichtbare Nass ist zu kostbar um es einfach zu verschwenden.

Die erste Maßnahme, Wasser zu sparen, ist Hacken. Dazu verlasse ich meinen lauschigen Schattenplatz und lockere die verhärtete Kruste auf den Beeten mit der Flachhacke auf. Damit unterbreche ich die haarfeinen Kapillaren, durch die das Wasser aus dem Boden verdunstet, und mindere so Verlust an Feuchtigkeit aus der Erde. Bei dieser Arbeit sehe ich, dass der Boden noch gar nicht so ausgetrocknet ist wie er an der Oberfläche aussieht. Außerdem hacke ich auch das Unkraut ab und lasse es liegen. Bei diesem Wetter sind die Kräuter innerhalb einer Stunde vertrocknet.

Spätestens, wenn meine Gemüsepflanzen die Blätter hängen lassen, zeigt sich, dass es ihnen am Lebenselixier Nr. 1 fehlt. Erstaunlich, wie schnell sie sich nach Sonnenuntergang wieder aufrichten. Doch zum Beispiel Radieschen und Rettich reagieren auf wechselnde Feuchtigkeit mit vorzeitiger Blüte und mageren, strunkigen und somit ungenießbaren Wurzeln. Soweit darf ich es nicht kommen lassen.

Ich gieße am liebsten morgens, solange es noch kühl ist und die Wassertropfen auf den Blättern nicht wie ein Brennglas wirken und Schäden anrichten. Mit zunehmendem Sonnenlicht und der Wärme nehmen die Pflanzen das Wasser und die darin gelösten Nährstoffe am besten auf, wachsen und gedeihen. Außerdem sind an sonnigen Tagen keine Schnecken unterwegs.

Um nach dem Wässern die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, decke ich Erde mit organischem Material ab. Da ich keinen Rasen habe, fehlt es mir an Mulchmaterial. Stattdessen säe ich zwischen den Gemüsereihen Perserklee aus. Dieser einjährige Klee läuft innerhalb von zwei bis drei Tagen auf, wächst schnell und bedeckt den Boden. Ist er zehn bis 15 Zentimeter hoch gewachsen, schneide ich ihn mit der Rasenschere ab und lasse das Schnittgut als Mulch liegen. Der Klee wächst immer wieder nach, bis in den Winter hinein. Erst bei starkem Frost erfriert er.

Ganz nebenbei habe ich mit dieser Maßnahme meinen Gartenboden mit Stickstoff gedüngt. Denn Klee gehört zu den Schmetterlingsblütlern (Leguminosen) an deren Wurzeln sich die Knöllchenbakterien ansiedeln, die wiederum den Stickstoff aus der Luft sammeln und ihrer Wirtspflanze, in diesem Fall dem Klee zuführen. Dessen stickstoffreiche Reste werden von den Mikroorganismen verarbeitet und als Nitrat von den Pflanzen aufgenommen. Auf diese Weise spare ich nicht nur Wasser, sondern auch Dünger, Kompost und andere Bodenverbesserer.

[www.gartenschreiber.de]
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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 69 Jahre,
aus Vaterstetten

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Kommentare

16.07.2014 18:59 heini
Gefällt mir. Besonders die Idee mit dem Perserklee.
26.08.2014 23:48 Waldgarten
Danke für die Anregung mit dem Perserklee, wir werden es sicher mal ausprobieren.
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