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Elisabeth Melzers Blog (82 Einträge)

Johannisbeer-Crumble Beeren-Muffins (alternativ zum Beeren-Schlupfkuchen) Sauerrahm-Beeren-Dessert
680 mal angesehen
21.07.2014, 14.40 Uhr

Dem Beerenhunger keine Chance!

Eine alte Dame aus dem Haus gegenüber stellt oft einen Teil ihrer Erntefülle auf einen Pfeiler am Gartentor, mit einem Zettel darauf: ‚Zu verschenken!’ Derzeit sind es Johannis- und Stachelbeeren. Als ich die nette Geste zum ersten Mal bemerkte und die Johannisbeeren sah – zum Auftakt einer Joggingrunde –, da träumte ich unterwegs schon von einem königlichen Frühstück. Eine Stunde später waren andere Nachbarn schneller gewesen. Seither erledige ich Wichtiges sofort.

Ich liebe Johannisbeeren. rote, weiße und schwarze und auch Stachelbeeren. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur an die sauren Früchtchen denke und noch viel mehr, wenn ich ihnen auf dem Markt begegne. Ganz schlimm ist es, wenn sich die Beeren auf einem Kuchen tummeln, sie ziehen mich einfach magisch an.

'Sauer macht gelüstig’ heißt ein altes Sprichwort, das irgendwann zu ‘Sauer macht lustig’ mutiert ist. Und selbst zu dieser Redewendung finden sich im Netz mehr oder weniger einleuchtende Erklärungen. Tatsache ist: säurehaltige Lebensmittel regen Speichelfluss, Appetit sowie Verdauung an. Warum dies aber schon dann passiert, wenn ich an Beeren denke, muss etwas mit Konditionierung zu tun haben. Sie wissen schon, jenem Reflex des Pawlowschen Hundes, der speichelt, wenn ein Glöckchen läutet, obwohl das Fressen letztlich ausbleibt. Oder es ist etwas anderes. Vielleicht verlangt meine ayurvedische Konstitution nach Saurem, um das überschießende Pitta zu besänftigen. Wer kann in unserer komplexen Welt noch etwas mit Bestimmtheit sagen. Hauptsache, es gibt jedes Jahr wieder Johannisbeeren.

Diese reifen um den 24. Juni, dem Johannitag. Es gibt jedoch frühe und späte Sorten, sodass die Ernte bei einigen Sträuchern Anfang Juni beginnt und bei anderen erst Ende August endet. Genug Zeit also, um herauszuholen, was die Früchte in sich haben. Beeren-Crumble zum Beispiel.

Diese ebenso fixe wie vorzügliche Nachspeise, die sich mit verschiedenen Obstarten zubereiten lässt, entstand während des 2. Weltkriegs in England, als Mehl, Zucker und Butter für einen Teigboden knapp waren. Ich habe Johannisbeer-Crumble allerdings in Frankreich kennengelernt – bei einer sechsköpfigen Familie, in der die Hausfrau allabendlich ein viergängiges Menü zauberte. Klar, dass sie derart schnelle Leckereien zu schätzen wusste.

Ein Renner, von dem nie etwas übrigbleibt, ist auch das Sauerrahm-Beeren-Dessert. Es bleibt jedoch dahingestellt, ob mit der spontanen Begeisterung meiner Freunde wirklich der Nachtisch gemeint ist oder ob sie ebenso wie ich den fruchtig-sauren Appetitmachern und ihren Reflexen wehrlos ausgeliefert sind.

Beeren-Crumble

Zutaten für 4 Portionen:
250 g Johannisbeeren (oder Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, gemischt), 40 g gehackte Mandeln, 50 g flüssiger Honig, (oder 3 EL Johannisbeer-Likör, Cassis, 20 g Honig)
Streusel: 80 g Dinkel, 30 g Rohrzucker, ½–1 TL Zimt, 50 g kalte Butter


• Die Beeren mit dem flüssigem Honig und den gehackten Mandeln vermischen und 30 Minuten marinieren.
• Dinkel fein mahlen, mit Zucker, Zimt sowie den in kleine Stücke geschnittener Butter vermengen und zwischen den Händen krümelig reiben.
• Marinierte Früchte in gefettete Förmchen verteilen, Streusel darüber verteilen, bei 180 °C 30 Minuten backen und 10 Minuten abkühlen lassen.
• Mit Vanilleeis, geschlagener oder halbflüssiger Sahne warm als Nachtisch servieren.
• Statt Zimt passt als Würze auch ein Stück geriebener Ingwer oder 1 Messerspitze gemahlener Sternanis; einen Teil des Mehls kann man durch geriebene Mandeln ersetzen.
• Noch aparter schmeckt der Crumble, wenn man die Beeren mit 3 EL Johannisbeerlikör (Cassis) beträufelt und den Honig entsprechend reduziert.

Sauerrahm-Beeren-Dessert

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Beerenobst, 100–200 g Cantuccini (italienische Mandelplätzchen), 200 g süße Sahne, 1 EL Zucker, 200 g Saure Sahne, 200 g Creme fraîche, 2 EL Rum, Obstbrand oder Cassis, 1 EL Zitronensaft


• Beeren in eine Glasschüssel geben oder auf Portionsförmchen verteilen, mit einer Gabel etwas zerdrücken.
• Cantuccini grob zerbröseln, dazu in ein sauberes Küchentuch wickeln und mit dem Nudelholz bearbeiten, über den Beeren verteilen.
• Süße Sahne mit dem Zucker steif schlagen. Saure Sahne und Creme fraîche unterrühren, mit Zitronensaft und/oder Alkohol (Rum, Cassis) abschmecken.
• Die Sauerrahm-Creme auf die Cantuccini geben und das Dessert an einem kalten Ort 2 Stunden durchziehen lassen.

Beeren-Schlupfkuchen mit Streuseln

Zutaten für 1 Springform (26–28 cm):
250 g gemahlener Weizen oder Dinkel, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz, 125 g weiche Butter, 125 g brauner Zucker, 1 TL Vanilleextrakt, 3 große Eier, 500–750 g Beeren und Kirschen
Sreusel: 80 g fein gemahlener Dinkel, 40 g brauner Zucker, 50 g kalte Butter, in kleinen Stücken, 1 TL Zimt, 1 TL frischer Ingwer, geschält und gerieben


• Für die Streusel Vollkornmehl mit Zucker, Ingwer, Zimt sowie den kalten Butterstückchen vermengen und zwischen den Händen krümelig reiben, kalt stellen.
• Für den Rührteig Butter und braunen Zucker schaumig rühren, Eier nacheinander sowie Vanille zufügen und gut unterrühren.
• Vollkornmehl, Backpulver und Salz mischen, unterrühren.
• Zuletzt das Obst (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren) vorsichtig unterheben.
• Teig in eine gefettete, bemehlte Springform füllen und glattstreichen, Streusel darüber streuen.
• Im Backofen bei 200 °C 45 Minuten backen.
• Statt der Springform können Sie auch eine Muffin-Form befüllen. Die Backzeit beträgt dann etwa 20 Minuten.
• Auch Pfirsiche, Aprikosen, Weintrauben, Äpfel, Birnen und Zwetschgen sind geeignet.


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ElisabethMelzer

ElisabethMelzer

Alter: 61 Jahre,
aus München
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Kommentare

21.07.2014 14:52 Katalin
was neues von Frau Melzer *vorFreudeindieHändeklatschend*
21.07.2014 14:54 Katalin
das Sauerrahm-Beeren-Dessert wird nachgemacht danek nochmals
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