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Elisabeth Melzers Blog (95 Einträge)

Mandelzopf Hasenplätzchen Osterkränzchen
262 mal angesehen
02.04.2015, 13.13 Uhr

Wo der Hase lang läuft

Kein Fest steht so sehr für Lenz, Licht und Lebensfreude wie Ostern. Das belegen viele Symbole und ebenso viele kulinarische Köstlichkeiten. Symbol Nummer eins: Ostereier. Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Leben, Fruchtbarkeit, Erneuerung und Stärke. Einst opferte man die Eier der Fruchtbarkeitsgöttin Ostara, die eng mit einem Hasen verbandelt gewesen sein soll. Der Brauch Eier zu verschenken, rührt vermutlich daher, dass Bauern einst ihre Abgabe an den Lehnsherrn am Gründonnerstag zahlten – unter anderem in Form von Eiern.

Mit dem Ende der Lehnsherrschaft begann man, die Eier zu verschenken. Und weil es in der Fastenzeit tabu war, Eier zu essen, gab es so viele, dass man sie durch Kochen haltbar machte. Durch Zugabe von Kräutern und Zwiebelschalen ins Kochwasser färbte man sie, um gekochte und rohe Exemplare zu unterscheiden. Schon die alten Chinesen, Ägypter und Perser färbten Eier, um damit deren magische Wirkung zu verstärken. Demselben Zweck dienten die kunstvollen Verzierungen der Eier, wie sie bei den Sorben in der Niederlausitz immer noch gang und gäbe sind.

Symbol Nummer zwei: Warum waren es Hasen, die uns die Eier bringen? Wohl, weil diese Tiere im Frühjahr besonders aktiv und sichtbar sind, wenn sie in Wiese und Feldflur ihre Haken schlagen. Vor ein paar Jahren haben wir es mal geschafft, die beiden Töchter von Freunden von der Existenz des Osterhasen zu überzeugen, obwohl sie gerade vom Glauben abgefallen waren. Bei unserer österlichen Landpartie hatten die beiden Düsseldorferinnen nämlich so viele Haken schlagenden Langohren gesehen, dass zumindest an bayerischen Osterhasen eine Weile lang kein Zweifel mehr bestand. Der Hase ist aber nicht seit jeher der Eierbote. In Westfalen war es einst der Osterfuchs, in Thüringen der Storch, in Böhmen der Hahn und der Kuckuck belieferte seinerzeit die Schweiz.

Symbol Nummer drei: Osterbrot oder süßer Osterkuchen war nach der strengen Fastenzeit die erste kalorienreiche Speise beim österlichen Frühstück. Das Brauchtums-Gebäck wird in verschiedenen Regionen in vielen Variationen gebacken: als Laib, Zopf, Fladen oder Kranz. Gesichtet wurden auch goldbraune, gut proportionierte Ostermänner, -hasen und -lämmer, oftmals mit eingebackenem bunten Ei. Traditionelle Rezepte enthalten Butter, Mandeln, Rosinen, Orangeat, Rum und andere Spezereien; es gibt Ostergebäck aus Hefeteig oder aus Rührteig. Mein Lieblings-Osterzopf ist mit Mandelmasse gefüllt und damit noch einen Tick reichhaltiger. Und die Hasenplätzchen sind schnell gemacht und ein nettes Ostermitbringsel.

Zum lebendigen bayerischen Brauchtum gehört es, selbstgebackenes Osterbrot, gefärbte Eier, Schinken und andere Lebensmittel in einem Korb mit zur Ostermesse zu nehmen, um sie dort segnen zu lassen. Gesegnete Speisen zu essen, soll vor Unglück schützen.

Symbol Nummer vier: Grüne Suppe und Grüne Soße. Auch sie gehören in die Osterzeit. Wissenswertes und Rezepte finden Sie im Blog-Beitrag 'Grüne Soße weltweit' vom April 2014.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Osterfest


Mandelzopf

½ Würfel Hefe, 1 TL Zucker, 1/8 l lauwarme Milch, 80 g Butter, 375 g Mehl,
75 g Zucker, 1 Ei, 1 Prise Salz
Fülle: 250 g Mandeln, 100 g Zucker 1 Ei, einige Tropfen Bittermandelöl, 1 Apfel, Sahne nach Bedarf (max. 1/8 l)


• Hefeteig herstellen, siehe Hefekränzchen.
• Für die Fülle, die Hälfte der Mandeln fein reiben, die andere Hälfte etwas gröber, Apfel raspeln und beides mit Zucker und Ei vermengen, mit einigen Tropfen Bittermandelöl abschmecken, evtl. etwas Sahne zufügen.
• Teig als Rechteck ausrollen (40x50 cm), Füllung daraufstreichen, aufrollen und der Länge nach halbieren und die beiden Stränge zu Kordeln schlingen.
• Mit 1 EL Aprikosenmarmelade mit etwas Wasser anrühren und den Zopf damit bestreichen.
• Den Mandelzopf bei 175–200 °C 25–30 Minuten backen.

Hasenplätzchen

Mürbeteig für 20–50 Plätzchen (je nach Größe der Ausstechformen):
200 g Mehl, 80 g Puderzucker, 2 Eigelb, 2 EL Milch, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, 80 g weiche Butter, 1 TL Backpulver, Mehl zum Ausrollen des Teiges
100 g Puderzucker, etwas Zitronensaft und Kakao für die Zuckerglasur.
Nach Bedarf: bunte Zuckerperlen, Schokostreusel


• Für den Teig Mehl und Backpulver mischen, in eine Rührschüssel sieben. Puderzucker und Vanillezucker unterrühren.
• Butter in Stücke schneiden und mit den anderen Zutaten zur Teigmasse geben. Alles mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verarbeiten.
• Teig zur Kugel formen, in Frischhaltefolie einpacken und zwei Stunden kalt stellen.
• Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen, den Teig dünn ausstechen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen.
• Im vorgeheizten Backofen 180 °C auf mittlerer Schienen ca 8 Minuten hellgelb backen.
Aus dem Ofen nehmen, mit dem Backpapier auf ein Kuchengitter ziehen und abkühlen lassen.
• Für die Zuckerglasur Puderzucker und wenig Zitronensaft miteinander verrühren, die Masse darf nicht zu flüssig werden.
• Die Hälfte der Glasur mit etwas Kakao schokoladenbraun färben.
• Aus Butterbrotpapier 2 kleine Spritztütchen drehen, mit der Glasur befüllen, eine feine Öffnung in die Spitze schneiden und die Häschen weiß oder/und braun verzieren.
• Nach Belieben Schokostreusel und Zuckerperlen darüberstreuen.

Osterkränzchen

Zutaten für 4–5 Kränzchen:
500 g Mehl, 30 g Hefe, bis zu ¼ l Milch, 100 g weiche Butter in Stücken, 50–75 g Zucker, 1 Ei, 1 Prise Salz


• Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde hineindrücken, darin aus zerbröckelter Hefe und lauwarmer Milch einen Vorteig ansetzen, eine Preise Zucker darüberstreuen und mit 1 EL Mehl bepudern.
• Weiche Butter in Stücke schneiden und um den Vorteig verteilen, Zucker ebenfalls zugedeckt 10–20 Minuten warm stellen.
• Wenn der Vorteig aufgeht und Blasen wirft, das Ei hinzufügen und alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Noch einmal an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.
• Den Hefeteig in vier Teile teilen, diese wiederum dritteln.
• Die 12 Portionen mit der Hand ausrollen und kleine Zöpfe damit flechten. Diese zu Kränzen formen und die Enden fest zusammendrücken Anschließend den Teig 15 Minuten zugedeckt gehen lassen.
• In die Mitte ein Osterei einpassen, anpressen und wieder entfernen.
• Die Kränze mit flüssiger Butter bestreichen und bei 175 °C im vorgeheizten Backofen 25–30 Minuten backen.
• Nach dem Abkühlen nochmals mit Butter einpinseln und jeweils ein Osterei in die Mitte setzen.

Osterbrot

Nach dem gleichen Rezept wie die Osterkränzchen kann man Osterbrot oder einen Osterzopf herstellen.
• Zum Teig je 50 g fein gehacktes Zitronat und Orangeat, 100 g Rosinen und
75 g gestiftete Mandeln zufügen.
• Teig dritteln, rollen, einen Zopf flechten, mit Butter bepinseln, zugedeckt auf dem Blech gehen lassen, 40 Minuten bei 180 °C backen.
• Auskühlen lassen, mit flüssiger Butter bestreichen, mit weiteren
25 g Mandelblättchen bestreuen, mit Puderzucker bestäuben.








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ElisabethMelzer

ElisabethMelzer

Alter: 62 Jahre,
aus München

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