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Wolfram Franke - Mein Gartenbl...

Herausgeber der Zeitschrift kraut&rüben (83 Einträge)

Recyclinggarten REcyclinggarten Recyclinggarten
847 mal angesehen
21.05.2015, 14.04 Uhr

Gartendesign mit alten Baustoffen

Ein Garten muss nicht teuer sein. Viele alte Baustoffe lassen sich nützlich und dekorativ verwenden und erweisen sich oft als sehr langlebig.
Zum Beispiel mein Gartenhäuschen: Vor 22 Jahren habe ich es aus Brettern zusammengenagelt, die von einer alten Scheune stammten. Wie alt die waren weiß ich nicht, ich schätze, mindestens 50 Jahre. Und dieses Gartenhäuschen mit drei ebenfalls ziemlich alten Fenstern ist kein bisschen morsch. Es hat mich lediglich ein paar Päckchen Nägel, zwei Scharniere und Türangeln mit passenden Holzschrauben sowie ein Stück Dachbegrünungsfolie und ein paar Sägeblätter für meine Stichsäge gekostet. Balken, Bretter und Fenster waren Altmaterialien und kostenlos.

Trockenmauern aus Dachpfannen

Meinen Erdwall wollte ich an der Süd- und Ostseite mit Trockenmauern abfangen. So hängte ich am ersten „Tag der offenen Gartentür“, einen Zettel ans Gartenhaus, auf dem stand, dass ich alte Baustoffe für Trockenmauern suche. Daraufhin bot mir ein Besucher einen großen Posten alter Dachziegel gegen Abholung an. Wenig später traf ich auf dem Wertstoffhof einen alten Mann, der dort mit einem Fahrradanhänger alte Betondachpfannen ablud. Von ihm erfuhr ich, dass seine Familie gerade das Dach neu decke. Ich bot ihm an alle Dachpfannen abzuholen.
Aus den Dachziegeln baute ich einen Brunnentrog, eine Kräuterarena, wie ich meine abgewandelte Form der Kräuterspirale nenne, und eine gut zehn Meter lange Trockenmauer von etwa 50 Zentimeter Höhe. Aus den Betondachpfannen errichtete ich ebenfalls eine Trockenmauer, die an der höchsten Stelle immerhin 2,20 Meter hoch ist. Aus Dachpfannen, egal ob sie aus Ziegeln oder Beton sind, etwas zu bauen, erfordert schon einiges Geschick, doch das kommt mit der Arbeit. So auch bei der Treppe auf meinen Erdwall, die ich ebenfalls aus den Betondachpfannen baute.

Viel Steine gab’s ...

Was meinen Gartenboden betrifft, so bin ich steinreich. Unzählige Kieselsteine habe ich bei der Anlage des Gartens ausgegraben und sogleich wieder als Wegepflaster verwendet. In den Fugen wachsen Felsennelke, Römische Kamille oder einfach nur Gras. Die dicksten Kiesel konnte ich auch noch in eine kleine Trockenmauer einbauen. Muss ich noch extra erwähnen, dass ich auch alte Europaletten gern verwende: für zwei Gartentore, Kompostboxen und eine „Kontertmuschel“, in die ich mich in Arbeitspausen zuweilen zurückziehe, um ein wenig auf der Gitarre zu klimpern.

Gartenabfälle gibt es nicht

Wichtig ist mir allerdings, keine Materialien aus dem Garten zu schaffen. Gartenabfälle gibt es bei mir nicht. Die Äste und Zweige vom Gehölzschnitt kommen nicht nur auf die Wallhecke, in der Vögel nisten und sich Igel und Kröten verbergen. Die langen Haselruten eignen sich hervorragend als Bohnenstangen und Tomatenstäbe. Und aus alten Holunderstämmen und Weidenruten habe ich eine spezielle Nisthilfe für den Zaunkönig gebaut.

Zu diesem Thema halte ich auf den Hohenstoffeln Kräutertagen in der Kräutergärtnerei Syringa in Hilzingen-Binningen nahe Singen am Hohentwiehl einen Vortrag. Termin: 31. Mai 2015, 13.30 Uhr.

Ebenso finden Sie auf meiner Homepage [www.gartenschreiber.de] einen Hinweis auf den Vortrag. Dort erfahren Sie auch, wann ich meinen Kreativgarten für Besucher öffne.

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WolframFranke

WolframFranke

Alter: 68 Jahre,
aus Vaterstetten
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