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Mein Küchen-Karteikasten

Elisabeth Melzers Blog (84 Einträge)

Apfelkuchen mit Nusshaube Apfelccrumble Apfel-Quarkkuchen vom Blech
1130 mal angesehen
31.10.2016, 11.27 Uhr

Äpfel aus Nachbars Garten

Seit Wochen, so kommt es mir jedenfalls vor, stellt die Nachbarin Tag für Tag ein gelbes Plastikeimerchen voller Äpfel vor ihr Gartentor, am Abend ist es leer. Anita bringt ein Säckchen Äpfel zum Chorwochenende mit, am Montag Morgen begrüßt mich im Verlag eine Schale mit den Früchten und dem Aufdruck: ‚An apple a day keeps the doctor away’, und in meinem Buchladen wird die Ankündigung eines Apfelbuches von einem Korb mit Äpfeln begleitet und der Aufforderung : Greifen Sie zu! In keinem anderen Jahr sind mir an so vielen öffentlichen Orten Äpfel angeboten worden, wie in diesem Herbst.

Ob 2016 ein gutes Apfeljahr ist, darüber gehen die Meinungen allerdings regional weit auseinander. Im Süden der Republik war es nicht schlecht, zumindest dort, wo es während der Blüte nicht gerade Frost oder Hagel gab, was mittlerweile oft lokal begrenzt der Fall ist. Meine Freundin Pia hat mehrere alte Sorten mit unterschiedlichen Blüh- und Erntezeiten, von denen sie die Namen allerdings nicht kennt. Da ist meist ein Baum dabei, der reichlich trägt.

Der Apfel ist die Obstart mit der größten Sortenvielfalt. Angeblich gibt es mehr als 20 000 Sorten weltweit, rund 2 000 davon allein in Deutschland. Ein Apfelkuchen oder -dessert kann jedoch nur so gut sein, wie der Apfel, der darin steckt. Als aromatische Backäpfel werden Boskoop, Cox Orange, Elstar, Braeburn und Gravensteiner gehandelt. Darüberhinaus gibt es unzählige Landsorten, die auf Bauernmärkten und in Hofläden verkauft werden, da muss man eben rumprobieren. In Bayern heißen die lokalen Sorten zum Beispiel Strahlfelder Großmutterapfel, Kesseltaler Streifling, Butzenhiesler, Oberhaslinger, Wallstadter Rosenapfel, Allgäuer Kalvill, Früher Isnyer, Rhöner Schafsnase oder Neukirchner Rambur. Diese Landsorten sind den Klima- und Bodenverhältnissen vor Ort bestens angepasst.

„Kannst Du Äpfel brauchen?“ fragen mich Freunde wie Verwandte, die Apfelbäume im Garten haben. „Ja klar, immer her damit." Der Geflammte Kardinal von Freundin Silvia ist auch ein wunderbarer Backapfel, und der Rote Rambur von Cousine Christine ebenfalls. Der ist zwar klein, aber für den Crumble bestens geeignet. Dann backe ich eben mal wieder mal den ein oder anderen Apfelkuchen aus meinem Küchen-Karteikasten, an dessen Geschmack ich mich schon gar nicht mehr so recht erinnere. Abnehmer finden sich meist: Meine Mitsänger/innen im Chor, die Freunde oder Redaktionskolleg/innen. Jedenfalls ist es viel einfacher, einen Apfelkuchen zu verfüttern als einen Sack Äpfel unters Volk zu bringen. Das lässt sich empirisch belegen. Warum das wohl so ist? Wissen Sie es vielleicht?

PS. Weitere Apfelkuchen-Rezepte unter: Apfelkuchen und Backkultur 11/2014: [garten.landlive.de]

Apfelkuchen mit Nusshaube

Zutaten für eine Springform:
Mürbteig: 200 g Mehl, 2 TL Backpulver, 100 g Butter, 70 g Zucker, 1 Ei, je 1 Prise Salz und Zimt, 700–800 g Äpfel;
3 Eier, getrennt, 100 g Zucker, 2 Vanillezucker, 120 g geriebene Nüsse oder Mandeln, 1 Prise Zimt, evtl. einige Tropfen Bittermandelöl

• Mehl, kleingewürfelte Butter, Zucker, Ei mit den restlichen Zutaten verkneten, Teig mit Folie umwickeln und kaltstellen.
• Gefettete Form mit dem Teig auslegen, Rand formen, mit Apfelspalten sehr dicht belegen und bei 200 ° 15 Minuten vorbacken (mittlere Schiene).
• In der Zwischenzeit Eier für die Nusshaube trennen, Eiweiß zu Eischnee schlagen.
• Eigelbe, Zucker, Vanillezucker und Nüsse sowie Geschmackszutaten verrühren, Eischnee unterheben und über die Äpfel geben, den Kuchen noch 30–35 Minuten backen.

Apfelcrumble

Zutaten für 4 Portionen:
4 kleine säuerliche Äpfel, EL Butter, 2 TL Vanillezucker, 1 EL Zitronensaft,
2 EL Mandelblättchen, 1 Handvoll Rosinen oder Cranberries
Streusel: 150 g Mehl, 50 g Zucker, 100 g Butter


• Äpfel schälen, vierteln und in dünne Spalten schneiden. Die Butter schmelzen und die Äpfel zugeben, Vanillezucker darüberstreuen und zwei Minuten dünsten.
• Apfelstücke auf 4 kleine Tarteförmchen verteilen, Zitronensaft darübergießen.
• Mandelblättchen goldgelb rösten und mit den Rosinen auf den Äpfeln verteilen.
• Die Butter bei niedriger Temperatur zerlassen. Mehl und Zucker mischen, die Butter dazugießen und alles mit den Händen zu Streuseln zerreiben.
• Streusel über die Äpfel verteilen und die Förmchen bei 200 °C auf der mittleren Schiene des Backofens 20–25 Minuten backen, bis die Streusel etwas gebräunt sind.

Apfel-Quarkkuchen vom Blech

Zutaten für ein Blech:
Rührteig: 150 g Butter, 125 g Zucker, 1 Vanillezucker, 1 Prise Salz, 2 Eier,
250 g Mehl, 1 gehäufter TL Backpulver
Belag: 1– 1,25 kg säuerliche Äpfel (Elstar, Boskop, Cox), 1 Handvoll Rosinen und gehackte Nüsse, Zimt-Zucker zum Bestreuen
Quarkmasse: 150 g Butter, 2 Eier(getrennt), 150 g Zucker, 1 Vanillezucker,
500 Magerquark, 100 g Speisestärke


• Rührteig herstellen und dünn auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen. 15 Minuten bei 200 °C vorbacken.
• Aus Butter, Eigelb, Zucker und Vanillezucker eine Schaummasse bereiten, Quark zufügen, Stärke sieben, alles verrühren. Nach Belieben mit geriebener Orangen- oder Zitronenschale aromatisieren.
• Äpfel schälen, in dünne Scheiben schneiden, Teig damit belegen, Rosinen und Nüsse darüberstreuen, Quarkmasse darauf verteilen, glattstreichen und nochmals Apfelscheiben darübergeben.
• Den Kuchen bei 180 ° C weitere 30–35 Minuten backen (evtl. abdecken)und dünn mit Zimtzucker bestreuen.



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ElisabethMelzer

ElisabethMelzer

Alter: 61 Jahre,
aus München
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